Aktuelles

ProfiPress

Agentur für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, journalistische und redaktionelle Dienstleistungen.

AllgemeinStadt Mechernich

In 15 Jahren nur eine Rote Karte

Der ehemalige Mittelfeldspieler Olaf Janßen besuchte den Fanclub „Geißböcke Nordeifel“ in Mechernich-Roggendorf – Bei 209 Einsätzen für den 1. FC Köln 16 Tore erzielt – 58-Jährigen zum Ehrenmitglied ernannt

Mechernich-Roggendorf – „Das war einer unserer schönsten Clubabende“, resümierte der Vorsitzende des FC-Fanclubs „Geißböcke Nordeifel“, Günter Henk, als das Monatstreffen im Clublokal „Zagreb“ in Roggendorf diesmal zu Ende ging. Der Grund war der Besuch des ehemaligen FC-Spielers Olaf Janßen, der heute den erfolgreichen Drittligisten „Viktoria Köln“ trainiert.

Clubvorsitzender Günter Henk (l.)  und dessen Stellvertreterin Sandra Igel übergaben dem ehemaligen Fußball-Profi Olaf Janßen die Urkunde zur Ehrenmitgliedschaft bei den Roggendorfer „Geißböcken“. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress
Clubvorsitzender Günter Henk (l.)  und dessen Stellvertreterin Sandra Igel übergaben dem ehemaligen Fußball-Profi Olaf Janßen die Urkunde zur Ehrenmitgliedschaft bei den Roggendorfer „Geißböcken“. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Der inzwischen 58-jährige Mittelfeldspieler erwies sich als eloquenter Gesprächspartner. Freimütig plauderte er über Höhen und Tiefen seiner  Fußballer- und Trainerkarriere. Mit dem Roggendorfer Clubvorsitzenden Günter Henk ist Olaf Janßen seit vielen Jahren befreundet. Und so war es Henk ein besonderes Anliegen, den ehemaligen Profi-Kicker, der von 1985 bis 1996 bei 209 Spielen mit dem 1. FC Köln 16 Tore für die Geißböcke erzielt hat, einmal in Roggendorf zu Gast zu haben.

Mit Pierre Littbarski debütiert

Obwohl Olaf Janßen derzeit bei Viktoria als Trainer vielbeschäftigt ist, nahm er sich die Zeit für den Besuch und für viele Fragen der Roggendorfer Fans. Der 1966 in Krefeld geborene Fußballer berichtete von seinen ersten Einsätzen beim SV Hülsen und ab 1985 bei Bayer 05 Uerdingen. Seine Profilaufbahn begann er im gleichen Jahr beim 1. FC Köln, wo er mit dem jungen Talent Thomas Häßler und dem Nationalspieler Pierre Littbarski debütierte.

Fühlte sich bei den Freunden der „Geißböcke Nordeifel“ sichtlich wohl: Der ehemalige FC-Spieler und aktuelle Trainer von Viktoria Köln, Olaf Janßen. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress
Fühlte sich bei den Freunden der „Geißböcke Nordeifel“ sichtlich wohl: Der ehemalige FC-Spieler und aktuelle Trainer von Viktoria Köln, Olaf Janßen. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Ein 2:0 gegen die Borussen aus Dortmund markierte den ersten großen Erfolg. Weniger positiv verliefen die beiden Finalspiele um den UEFA-Pokal gegen Real Madrid, die Mittelfeldspieler Janßen als Niederlage miterlebte. Unter Christoph Daum entwickelte sich Olaf Janßen zum Stammspieler. Er stand bei den Siegen gegen Roter Stern Belgrad und Royal Antwerpen mit auf dem Rasen, die den FC ins Halbfinale des UEFA-Cup brachten.

Nachdem er den FC 1996 verlassen hatte, kickte Janßen vier Jahre lang bei Eintracht Frankfurt und als Leihspieler beim schweizerischen Verein AC Bellinzona. Nach 266 Spielen in Köln, Frankfurt und Bellinzona, sowie 31 Einsätzen in den U-15 bis U-21-Nationalmannschaften (von 1982 bis 1988) sowie drei Spielen der Olympiaauswahl mit Sieg der Bronzemedaille im Jahr 1988, beendete Janßen zum Beginn der Spielzeit 2000/2001 seine aktive Fußballer-Laufbahn.

300 Profieinsätze im Mittelfeld

Fairness war in all den Jahren bei Olaf Janßen stets großgeschrieben worden, denn in 300 Profi-Einsätzen als Mittelfeldspieler bekam er nur einmal die Rote Karte gezeigt; in einem Spiel gegen Borussia Dortmund. Nach seinem Karriere-Ende agierte Janßen, nachdem er die A-Trainerlizenz erworben hatte, als Co-Trainer beim Bundesligisten TSV München 1860 und dem Regionalligisten Rot-Weiß Essen.

Die Autogramme von Olaf Janßen waren noch immer gefragt. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress
Die Autogramme von Olaf Janßen waren noch immer gefragt. Foto: Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress

Es war 2009 der ehemalige Bundestrainer Berti Vogts, der damals in Aserbaidschan die Nationalmannschaft trainierte, und der Olaf Janßen als Trainer-Assistent in den Kaukasus lockte. Dort war der heute 58-Jährige bis 2013 als Co-Trainer aktiv. Es folgten Stationen bei Dynamo Dresden, dem VFB Stuttgart, dem FC St. Pauli, dem VfL Wolfsburg, Hertha BSC und aktuell bei Viktoria Köln.

Die Fanclubmitglieder in Roggendorf erfuhren auch, dass Olaf Janßen ein Jahr lang als Berater beim iranischen Club „Rah Ahan“ angestellt war, einem Verein, der in der höchsten iranischen Liga „Persian Gulf Pro League“ kickt. Er war dort verantwortlich für die Ausbildung der Trainer und die Beratung der jeweiligen Cheftrainer bei deren Trainingsgestaltung.

2025 ist 20jähriges Jubiläum

Von Club-Chef Günter Henk erfuhr Janßen an dem Abend, dass die „Geißböcke Nordeifel“ im nächsten Jahr ihr 20-jähriges Bestehen begehen und der Geburtstag mit einem großen Aufgebot ehemaliger FC-Spieler gefeiert werden soll. Dann, so Henk, werden auch die zahlreichen Ehrenmitglieder des Roggendorfer Geißbock-Clubs dabei sein.

Ehrenmitglieder der Eifel-Geißböcke sind bislang die FC-Legenden Harald Konopka, Lukas Sinkiewicz, Jonas Hector, Jupp Bläser, Bernd Cullmann, „Zimbo“ Zimmermann, Karl-Heinz Thielen, Patrick Helmes, Stadion-Sprecher Michael Trippel, die Kölner Buchautoren Ralf Friedrichs und Frank Steffan sowie der Fanbeauftragte Rainer Mendel.

Und seit dem jüngsten Treffen in Roggendorf freut sich auch Olaf Janßen über die Ehrenmitgliedschaft, die ihm bei seinem Besuch in Roggendorf verliehen wurde. Club-Vorsitzender Günter Henk und dessen Stellvertreterin Sandra Igel überreichten ihm die dazugehörige Ernennungsurkunde. Zum Abschluss des Treffens schrieb der Viktoria-Trainer noch fleißig Autogramme.

Reiner Züll/pp/Agentur ProfiPress