Detlef Stender Ehrenmitglied

Mitgliederversammlung des Fördervereins Rheinisches Industriemuseum Euskirchen in Kuchenheim wählte einen neuen Vorstand um Heinz-Otto Koch und Dr. Gisela Neft für drei Jahre

Euskirchen-Kuchenheim – Seit Anfang April ist er im Ruhestand, seit Ende April nun Ehrenmitglied im Förderverein des Rheinischen Industriemuseums Kuchenheim: Detlef Stender, der gebürtige Kieler, studierte Konstanzer und Wahl-Bonner mit Arbeitsplatz seit 1994 in Kuchenheim. In der jüngsten Mitgliederversammlung des von Heinz-Otto Koch geführten Fördervereins wurde er am Donnerstag in den Stand eines Ehrenmitglieds erhoben.

Detlef Stender strahlt: Zur Verabschiedung als Chef des Rheinischen Industriemuseums Kuchenheim/ Tuchfabrik Müller wurde ihm nicht nur die Ehrenmitgliedschaft im Förderverein angedient – Vorsitzender Heinz-Otto Koch (r.) und seine Stellvertreterin Dr. Gisela Neft überreichten dem passionierten Hobbygärtner auch zwei Feigenbäume, einen grünen und einen braunen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Gleichzeitig überreichten ihm Koch und dessen Stellvertreterin Dr. Gisela Neft zwei Feigenbäume, ein grüne und ein braune Früchte tragendes Exemplar, das Stender ins seinem verdienten Ruhestand hegen und pflegen möge.

Karl-Heinz Daniel, der Schatzmeister des über 300 Mitglieder zählenden Fördervereins, hatte zuvor in einem launigen Vortrag Szenen aus den Anfangszeiten des Industriemuseums/ Tuchfabrik Müller und des eng mit der Führungsetage der damaligen Kreissparkasse verwobenen Fördervereins Revue passieren lassen.

Vom Netzwerk profitiert

Immerhin stehen von Beginn an mit Hans Bösch und Heinz-Otto Koch frühere Sparkassenvorstände an der Spitze des Fördervereins, der bald sein 25-jähriges Bestehen wird feiern können. „Die Kontakte meiner Gewährsleute im Förderverein haben mir – dem Nicht-Rheinländer – damals viele Türen geöffnet“, räumte Detlef Stender in seinen Dankesworten ein: „Ich konnte von deren Netzwerk profitieren“.

In der Mitgliederversammlung, die am Donnerstagabend in einem der Unterrichtsräume des Museums stattfand, wurde auch ein neuer Vorstand gewählt, das heißt eigentlich wurde der alte restlos im Amt bestätigt, einschließlich der Revisoren Christa Thelen und Wolfgang H. Picard. Allerdings soll sich die Führungsriege in den nächsten drei Jahren verjüngen, so der Wunsch des Vorsitzenden Heinz-Otto Koch.

Er und einige seiner Mitstreiter im Vorstand betrachten die neue Wahlperiode als Übergangsmandat, die Ablösung auf den Posten solle nach Möglichkeit bereits vor Ablauf der Wahlperiode 2025 erfolgen. Neben Heinz-Otto Koch an der Spitze des Fördervereins wurden auch seine Stellvertreterin Dr. Maria-Regina Neft, Schatzmeister Karl-Heinz Daniel und die Beisitzer Nadja Ginster-Hügele, Dieter Kabatnik und Dr. Reinhold Weitz in ihren Ämtern bestätigt.

Wegen Corona sei man noch immer nicht zur alten Form aufgelaufen, so Vorsitzender Heinz-Otto Koch in seinem Bericht zur Lage des Vereins, der vor der Pandemie regelmäßig Exkursionen und Veranstaltungen für seine Mitglieder und andere organisierte, unter anderem die Reihe „Literatur im Museum“. Auch im Museum selbst fiel bis auf die Ausstellung „Mode 68“ und „Must Have“ einiges aus.

„Heute ist ein guter Tag“

Schatzmeister Karl-Heinz Daniel konnte nach dem ersten Corona-Jahr 2020 auch für 2021 eine stabile Kassenlage des Fördervereins melden, denn die Beiträge und Spenden flossen weiter – Chancen, auch Geld auszugeben, hatte der Förderverein hingegen kaum.

Hauptförderer sind laut Daniel e-regio und Kreissparkasse Euskirchen. Die größte Rolle aber spielen die Mitglieder selbst, so Heinz-Otto Koch. Und deren Zahlungsmoral sei hervorragend, wie Schatzmeister Karl-Heinz Daniel betonte.

Der Vorsitzende hatte seine Powerpoint-Präsentation zum Jahresbericht und als Führungsleitfaden durch die Versammlung optimistisch mit dem Slogan überschrieben: „Heute ist ein guter Tag!“ Das wolle er verstanden wissen als Appell zum Aufbruch, so Heinz-Otto Koch: „Es ist genug der Lethargie, jetzt geht es wieder los.“

pp/Agentur ProfiPress