Troubadour auf Frankreich-Tour
Günter Hochgürtel unternahm seine ganz persönliche Rundreise durch das Nachbarland – Konzert und herzlicher Empfang in Mechernichs Partnerstadt Nyons
Mechernich – Von einer ungewöhnlichen Reise ist dieser Tage Günter Hochgürtel erschöpft, aber wohlbehalten in der Heimat eingetroffen. Der allseits bekannte Musiker (Wibbelstetz/Troubadour/Eifel-Gäng) und Autor hatte im Juli eine „Tour de France“ unternommen.

„Weil ich seit Jahren auch Konzerte ausschließlich mit französischen Chansons gebe, kam mir der Gedanke, einmal eine Rundreise durch Frankreich zu starten und überall dort, wo ich Freunde, Bekannte oder gute Kontakte habe, aufzutreten“, berichtete der Musiker bei seiner Rückkehr in die Heimat. Im Gepäck hatte er so bekannte Chansons wie „La Mer“, „Champs Elysees“ oder „La maladie d’amour“.

Und so umfasste die geplante Reise insgesamt acht Etappen. Mit dem Wohnmobil ging es rund 4000 Kilometer kreuz und quer durchs Nachbarland, beginnend in St. Amans les Eaux bei Lille, über Fougéres (Partnerstadt von Bad Münstereifel) in der Bretagne weiter nach Crozon-Morgat am Atlantik, von dort nach Angers an der Loire, weiter nach Gaillan im Medoc und schließlich runter bis zum Mittelmeer nach Carqueiranne, Partnerstadt von Weilerswist.

Umzug der Olivenritter
„Natürlich lag auch Nyons, wo ich vorher schon drei Mal im Rahmen von Verschwisterungsfeiern gespielt habe, auf meiner Reiseroute“, berichtete Hochgürtel. Andreas Sack vom Freundeskreis Nyons-Mechernich hatte vorher die entsprechenden Kontakte geknüpft. Was zur Folge hatte, dass Günter Hochgürtel nebst begleitender Gattin Barbara von Caro und Fred Garcia vom Comitee de Jumelage beim Eintreffen in Nyons herzlich empfangen und gleich zu Tisch gebeten wurde. Abends halfen die Garcias sowie Hervé Gougouzian Hochgürtel dabei, sein Equipment auf der Bühne des marché provencal im Herzen von Nyons aufzubauen.

„Leute, ich kann euch sagen: Ich habe noch nie in meinem Leben so geschwitzt wie an diesem Abend bei immer noch 35 Grad im Schatten. Ich musste alle 20 Minuten mein T-Shirt wechseln“, schrieb der Eifeler Musiker über sein Konzert in Nyons auf seiner Facebook-Seite. Gott sei Dank verschaffte ihm der Umzug der Bruderschaft der Olivenritter eine kleine Verschnaufpause. Die Franzosen, die trotz der Hitze über den Weinmarkt schlenderten, hatten Spaß an den Chansons von Günter Hochgürtel und genossen den Gesang bei einem Gläschen Wein, den es nach Erwerb eines Glases für drei Euro an jedem Stand umsonst gab.

Großzügiger Gastgeber
Trotz der Anstrengung war das Konzert mitten im malerischen Provence-Städtchen ein tolles Erlebnis für den Sänger, ganz sicher einer der Höhepunkte seiner Tour de France, wie er im Nachhinein betonte. Am nächsten Tag hatten die Gäste aus Nettersheim, wo Hochgürtel mit seiner Familie wohnt, reichlich Gelegenheit, sich im Swimmingpool von Hervé Gougouzian von den Strapazen zu erholen.

Der großzügige Gastgeber las ihnen sprichwörtlichen jeden Wunsch von den Augen ab. „Für mich war es eine große Ehre, auf der großen Bühne des Weinmarktes ein Konzert mit französischen Klassikern zu geben. Herzlichen Dank für die tolle Gastfreundschaft der Nyonser“, erklärte Günter Hochgürtel zum Abschluss seiner Tournee, die nach der letzten Etappe in Bourg St. Andéol (Partnerstadt von Monschau) im Ardèche endete.
pp/Agentur ProfiPress