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Wälschbachtal hilft sich selbst

Straßenbeete selbst bepflanzt und gestaltet, der Bauhof war behilflich – Ortsbürgermeister Rolf Jaeck: „Nachahmenswert!“

Mechernich-Kommern – Nicht alle Beete entlang Mechernicher Innerortsstraßen sowie Blumenrabatte an Wohnstraßen sehen annährend so gepflegt und gleichzeitig so originell aus wie das „Straßenbegleitgrün“ im „Wälschbachtal“ in Kommern.

Selbstgepflanzt ist halb gewonnen: Silke Jansen und Stephan Potthoff von der Anliegergemeinschaft Wälschbachtal mit den ebenfalls schon fleißig mit anpackenden Kindern Bela, Emil, Fiona, Ben und Mika. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Ortsvorsteher Rolf Jaeck stellte dem „Bürgerbrief“ die Anliegergemeinschaft als vorbildlich und nachahmenswert vor. Gitte und Sascha Danhausen, Ute Holzheim, Andreas und Silke Jansen, Richard Ströder und Stephan Potthoff sowie die ebenfalls schon fleißig mit anpackenden Kinder Bela, Emil, Fiona, Ben und Mika haben unter anderem eine Ruhebank und ein Vogelhäuschen aufgestellt, vor allem aber Blumen und Sträucher gepflanzt.

Ortsbürgermeister Rolf Jaack ist stolz auf die Wälschbachtaler, hier Erwachsene von links Gitte Danhausen, Ute Holzheim, Stephan Potthoff, Silke und Andreas Jansen am Ruhebankbereich. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

„Und zwar keine teuren Pflanzen aus dem Gartencenter, die ich gerne spendiert hätte“, so Rolf Jaeck: „Nein, selbst in dem Punkt bestand die Anliegergemeinschaft auf »Marke Eigenbau« und hat das Pflanzgut im eigenen Garten ausgemacht, beziehungsweise vorgezogen.“ Voll des Lobes ist der Ortsbürgermeister auch für die „Männ“ vom städtischen Mechernicher Bauhof, die beispielsweise bei der Ruhebank geholfen haben.

Gestrüpp und Hundeklos

„Wir hatten hier vorher ein Hundeklo-Problem“, berichtet Stephan Potthoff dem „Bürgerbrief“. „Und wegen des Gestrüpps sahen die Autofahrer unsere Kinder nicht oder zu spät“, ergänzt Silke Jansen. Potthoff: „Es wurde generell zu schnell gefahren…“ „Drei Probleme, die weniger geworden sind“, so Ute Holzheim. Gitte Danhausen: „Wir passen jetzt besser auf im Veedel!“

Auch sie machten mit beim Gestalten, Pflanzen und Malen und passen nun auf, dass die Beete nicht verschmutzt werden (v.l.) und das Vogelhäuschen im Winter immer mit Futter bestückt wird: Ben auf dem Arm von Gitte Danhausen, Emil, Bela; Fiona und Mika. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Nach den altkölschen in Volksliedern besungenen Vierteln der Domstadt haben die Wälschbachtaler ebenfalls „Unser Veedel“ auf einen großen nach Mondrian-Art bemalten Felsen geschrieben. Und so empfinden sie sich auch. Ob sie selbst mit anpacken oder „nur“ als Ideen- und Ratgeber fungieren wie Richard Ströder vom Gartenbau- und Verschönerungsverein, den sie im Wälschbachtal „unsere gute Seele“ nennen und der die ganze Selbsthilfeaktion angestoßen hatte.

pp/Agentur ProfiPress