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Mit Windeln ins Wasser

Babyschwimmen ist der Renner in der Eifel-Therme – Was zählt, sind der Spaß und die vorsichtige Gewöhnung – Kursbeginn ist am Dienstag, 5. September

Mechernich-Firmenich – Das Singspiel „Zehn kleine Zappelmänner“, viele kleine bunte Plastikbälle und acht gutgelaunte Babys mit ihren Müttern – eigentlich ist alles wie in einer ganz normalen Spielgruppe. Der große Unterschied: Das fröhliche Treffen findet im Wasser statt. Beim Babyschwimmkurs in der Eifel-Therme Zikkurat merkt man den kleinen, windeltragenden Wasserratten an, dass sie ihre Scheu vor dem Nass längst verloren haben.

„Bei uns gibt es kein Geschrei beim Haarewaschen. Wenn Falk den Duschkopf zu fassen bekommt, dann duscht er sich eigenhändig ab“, erzählt Anja Beule aus Kall-Dottel. Falk ist ihr elf Monate altes Söhnchen und dank Verena Schulz, Kursleiterin im Team der Eifel-Therme, schon ein richtiger kleiner Wasserfloh.

Mit Schwimmen hat das so genannte Babyschwimmen wenig zu tun. Denn in den drei nach Altersstufen unterteilten Kursen geht es für die drei Monate bis zwei Jahre alten Babys und Kleinkinder vor allem um eines: Spaß am gemeinsamen Bewegen und Planschen im Wasser.

Das kann Sonja Fischer aus Vettweiß, Mutter der einjährigen Sophie, voll und ganz bestätigen. „Hier gibt es überhaupt keinen Zwang, die Kinder müssen nichts machen, was sie nicht möchten, es geht völlig entspannt zu.“ Das habe sie in anderen Babyschwimmkursen auch schon anders erlebt, so Fischer, die nicht nur wegen der „angenehmen Atmosphäre“ in die Eifel-Therme kommt, sondern auch wegen des Salzwassers. „Sophie hat Neurodermitis, das ist die Sole viel hautschonender.“

Zum richtigen Schwimmen lernen sind Kinder motorisch erst mit vier oder fünf Jahren in der Lage. „Es ist auch nicht so, dass Kinder, die beim Babyschwimmen waren, später besser Schwimmen lernen. Doch das frühe Spielen im Wasser fördert die Motorik und die Körperbeherrschung und wirkt sich positiv auf die gesamte kindliche Entwicklung aus“, sagt Verena Schulz. Die Fachangestellte für Bäderbetriebe in der Eifel-Therme hat sich für das Babyschwimmen fortgebildet und ist Teamleiterin für die Kurse in der Eifel-Therme. Unterstützt wird sie von der erfahrenen Schwimmtrainerin Ruth Fehlert.

Fröhlich geht es beim Babyschwimmen in der Eifel-Therme zu. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

„Dank der frühen Gewöhnung ans Wasser sind die ‚Babyschwimmer‘ später auf jeden Fall unverkrampfter“, weiß Ruth Fehlert aus ihrer Erfahrung als Schwimmlehrerin. Vor allem das frühe Untertauchen sei wichtig. „Ich hatte schon Kinder im Schwimmkurs, die noch nie mit dem Kopf unter Wasser waren. Da haben wir es natürlich schwer.“

Das ist eine Erfahrung, die Nicole Zopes aus Zülpich, Mutter des zehn Monate alten Felix, nur bestätigen kann. „Ich habe noch einen 17-jährigen Sohn, und zu seiner Zeit gab es kein Babyschwimmen. Ich weiß noch, wie schwierig es war, ihn an Wasser zu gewöhnen.“ Dass sie diese Möglichkeit nun in der Eifel-Therme für Nesthäkchen Felix nutzen kann, findet sie toll.

Verena Schulz und Ruth Fehlert machen die Babys behutsam mit dem unbekannten Element vertraut. „Am Anfang steht stets die vorsichtige Gewöhnung an das Wasser und auch an die ungewohnte Geräuschkulisse im Schwimmbad“, erklärt Ruth Fehlert. Erst gegen Ende des zehnwöchigen Kurses kann es vorsichtige Tauchversuche geben.

Derzeit sind drei Kurse im Angebot: für drei bis sechs Monate alte Babys dienstags um 13.30 Uhr, für Babys im Alter von sieben bis zwölf Monaten dienstags um 14 Uhr und für 13 bis 14 Monate alte Kleinkinder donnerstags um 14 Uhr. Am Dienstag, 5. September starten neue Kurse.

„Mit dem Babyschwimmen haben wir auf die große Nachfrage reagiert“, erklärt Jörg Schaefer, Leiter der Eifel-Therme. Als familienorientiertes Bad habe man den häufig geäußerten Wunsch gerne erfüllt. „Allerdings haben sich unsere Mitarbeiterinnen zunächst das erforderliche Knowhow angeeignet“, so Schaefer.

Die positive Wirkung des Babyschwimmens bestätigt auch eine Studie der Sporthochschule Köln, die bereits 1968 begann und deren erste Ergebnisse 1975 der Öffentlichkeit vorgestellt wurden. Demnach beeinflussen Bewegungen im Wasser die Kinder intensiver als Bewegungen auf dem Trockenen. Die veröffentlichten Ergebnisse ergaben, dass sich Säuglingsschwimmer gegenüber ihren Altersgenossen durch eine bessere situative Anpassung, größere Selbstsicherheit und Selbständigkeit auszeichnen.

http://www.eifel-therme-zikkurat.de/de/Kurse/Schwimmkurse_3/Babykurse.html

pp/Agentur ProfiPress