Aktuelles

Lachen ist international

Flüchtlinge, Helfer und Interessierte trafen sich in Sistiger Bürgerhalle – Internationales Buffet, Kinderspielecke und reger Austausch

Kall-Sistig – „Lachen ist international und in jeder Sprache verständlich“, kommentierte der Sistiger Ortsvorsteher Karl Vermöhlen das jüngste Begegnungscafé, bei dem rund 50 Menschen verschiedener Nationen in der Bürgerhalle zusammengekommen waren. Und in der Tat wurde viel gelacht. Organisiert hatten das Treffen Verena Lenzen-Glorius und Dorothée Gerhards, die dem ehrenamtlichen Flüchtlingshelferkreis um Tina Seynsche angehören.

In der „Spieleecke“ zeigte sich einmal mehr, dass nicht nur lachen international ist. Dort nämlich spielten Kinder aus verschiedenen Ländern ganz selbstverständlich mit-einander. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress
In der „Spieleecke“ zeigte sich einmal mehr, dass nicht nur lachen international ist. Dort nämlich spielten Kinder aus verschiedenen Ländern ganz selbstverständlich mit-einander. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

„Gestern hatten wir noch Sorge, ob wohl genug Kuchen gespendet würden“, verriet eine Helferin und – lachte. Denn das Buffet, das vor internationalen Speisen beinahe überquoll, sprach Bände: Kuchen und Kleingebäck, herzhafte Snacks und komplette warme Mahlzeiten hatten die Sistiger und ihre „neuen Nachbarn“ mitgebracht. Ein junger Mann aus Syrien, der in der Kaller Straße lebt, hatte gar einen selbst gebackenen Kuchen mit zuckersüßem „Sistig“-Schriftzug mitgebracht, sein Freund und Mitbewohner zwei traditionelle Hähnchengerichte aus seiner Heimat.

Ingrid Pütz aus Sistig stellte sich vor und begrüßte die Mitglieder der Familie Khaleqi. Kurz darauf saß sie mit ihnen am Tisch, es wurde gemeinsam gegessen – und viel gelacht. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress
Ingrid Pütz aus Sistig stellte sich vor und begrüßte die Mitglieder der Familie Khaleqi. Kurz darauf saß sie mit ihnen am Tisch, es wurde gemeinsam gegessen – und viel gelacht. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

„Das ist meine Tante“, stellte Ehrenamtlerin Dorothée Wirtz vor, Ingrid Pütz aus Sistig begrüßte die Mitglieder der Familie Khaleqi. Kurz darauf saß sie mit ihnen am Tisch, es wurde gemeinsam gegessen – und viel gelacht. Tina Seynsche hat sich zu zwei jungen Männern gesetzt und für einen von ihnen eine gute Nachricht: „Ich habe Post vom Jobcenter für dich erhalten…“, berichtet sie. In einer anderen Ecke der Bürgerhalle – der von Barbara Gerhards organisierten „Spieleecke“– zeigte sich einmal mehr, dass nicht nur lachen international ist. Dort nämlich spielten Kinder aus verschiedenen Ländern ganz selbstverständlich miteinander, die Sprache spielte kaum eine Rolle. Zumal viele der Flüchtlingskinder auch immer besser Deutsch sprechen. Tina Seynsche brachte es mit einem Blick auf die Gäste in der Bürgerhalle auf den Punkt: „Das ist wirklich gelebte Integration.“

Im Gespräch (von links): Ehrenamtlerin Tina Seynsche, der Übersetzer Hassan Deld-jouye Shahir, der allgemeine Vertreter Michael heller und Bürgermeister Herbert Ra-dermacher. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress
Im Gespräch (von links): Ehrenamtlerin Tina Seynsche, der Übersetzer Hassan Deld-jouye Shahir, der allgemeine Vertreter Michael heller und Bürgermeister Herbert Ra-dermacher. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Die Organisatorinnen wie auch Pfarreirat Vermöhlen sind gleichzeitig auch in der Kirchengemeinde Sistig aktiv und möchten ganz bewusst ein Zeichen setzen für Begegnung, Austausch, offene Türen und Herzen. Die Übernahme der Miete für die Bürgerhalle hat der Förderverein der Kirchengemeinde zugesagt.

Ein junger Mann aus Syrien lebt, hatte gar einen selbst gebackenen Kuchen mit zu-ckersüßem „Sistig“-Schriftzug mitgebracht. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur Profi-Press
Ein junger Mann aus Syrien lebt, hatte gar einen selbst gebackenen Kuchen mit zu-ckersüßem „Sistig“-Schriftzug mitgebracht. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur Profi-Press

Auch Kalls Bürgermeister Herbert Radermacher und sein Allgemeiner Vertreter Michael Heller waren zum Begegnungscafé gekommen. Der Bürgermeister begrüßte die neuen Nachbarn und sprach allen Ehrenamtlern seinen Dank aus. Er schloss mit den Worten: „Ich wünsche uns allen eine gute gemeinsame Zeit hier in der Gemeinde Kall.“

pp/Agentur ProfiPress