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Kinderfresser an der Grundschule

Das Mitmach-Hörspiel mit dem Mutmach-Monster „Der Kinderfresser kommt! – Keine Angst vorm Monster unterm Bett“ hat in der KGS Mechernich Station gemacht und begeisterte Kinder und Lehrer

Mechernich – Das Foyer der Schule war komplett abgedunkelt und in wundersam blauschimmerndes Bühnenlicht getaucht. Dann wurde es gruselig-dunkel, das Licht flackerte und die 380 Schüler der katholischen Grundschule Mechernich erlebten ein packendes Live–Hörspiel.

Aus den Räumen der Grundschule in Mechernich ertönte Interessantes: lautes Getöse, gruselige Geräusche, ungewöhnliche Musik und haarsträubendes Kindergeschrei. Doch weder Hauptfigur Cilly, noch die Kinder im Publikum der Grundschule hatten Angst. Ganz im Gegenteil, die Begegnung mit dem liebenswertesten Monster der Welt war ein großer Spaß und ein besonderes Erlebnis für alle. Schulleiter Ulrich Lindner-Moog: „Das Mitmach-Hörspiel war eine tolle Reise unserer Grundschule ins Land der Phantasie.“

Ein Monster hat die über 380 Kinder der katholischen Grundschule Mechernich gefressen und mit einem Rülpser die ganze Schule zum Wackeln gebracht. Foto: Härmanz/pp/Agentur ProfiPress

Schon im ersten Kapitel des Mitmachhörspiels erkannten die Kinder, dass das Monster namens „Kinderfresser“ trotz seines gruseligen Namens ein supernetter Kumpel ist und das Mädchen Cilly kein bisschen in Gefahr. Hinter einer kleinen Theke steckten Kinderhände in bunten Wuschelfiguren mit riesigen Kulleraugen und ließen die Monsterpuppen im Takt der Rufe aus dem Publikum tanzen.

Mit begeisterten „Eiku-Diku!“-Rufen begrüßten die Schüler das Mutmach-Monster und seine Kinder in ihrer Monstersprache. Viele verrückte Dinge passieren im Mitmach-Hörspiel von Klaus Strenge, bei dem es nicht nur viel zu hören und erleben gab, sondern auch viel zu tun für die Kinder im Publikum: Denn Strenge hat das Hörspiel so umgeschrieben, dass die Kinder selbst als Geräuschemacher für Donner, Regen, Wind und andere Klänge sorgen mussten, um dem Hörabenteuer Lebendigkeit und Spannung zu verleihen.

Rülpsmeister brachten Haus zum Wackeln

Sogar vier „Rülpsmeister“ kamen zum Einsatz, die das Haus zum Wackeln bringen mussten. Geräusche-Dirigentin Andrea Herrmann fing während der Vorstellung mit einem langen Mikrofon unermüdlich Töne und Geräusche ein. Sie sorgte dafür, dass die Geräusche von Tüten, Trommeln, Holzklötzen und anderen Alltagsgegenständen auf den Punkt genau ertönten, um Autor Klaus Strenge und sein Sprecher-Ensemble bei der Lesung zu unterstützen. Lehrerin Simone Gruschke war fasziniert: „Am besten waren die Effekte ganz am Anfang, dass die Kinder da so aktiv mitmachen konnten und eingebunden waren und die Stimme vom Kinderfresser, von Herrn Strenge, das war wirklich sehr eindrucksvoll.“

Klaus Strenge zeigte sich auf der Hörspiel-Bühne nicht nur als fantasievoller Autor, sondern als wahrer Lese-Akrobat. Gekonnt wechselte er von der Lesestimme des Erzählers in die Rolle des bösen Hustenmachers, sprach dann den etwas dämlichen Kaffter und sorgte mit seinen Stimm- und Mimikvarianten für Spannung und Erheiterung. Neben seinem technisch-musikalischem Begleiter Peter Wieschermann gehörten 18 lesetalentierte Schüler der KGS Mechernich zum Sprecherensemble der Vorstellung. Sie waren auf diese Aufgabe schon im Vorfeld vorbereitet worden, hatten fleißig geübt und meisterten sie so ausgezeichnet wie ihre Profi-Kollegen.

Natürlich hatten sie vor den Lesungen tüchtig Lampenfieber und Bauchkribbeln, doch die aufmerksame Stille des Schüler-Publikums bei der Lesung und der tosende Applaus zeigte ihnen, dass sie ihren „Job“ super gemeistert haben. Schulleiter Ulrich Lindner-Moog äußert sich nach der Aufführung begeistert „Die Geschichte vom Kinderfresser war toll! Schön war auch, dass so viele Kinder unserer Schule mitmachen konnten und ihr Talent zeigen konnten.“

Stolz hielten sie nach den Aufführungen ihr Autogrammplakat mit Widmung des Autors in den Händen, das sie als Auszeichnung für ihre tolle Leistung als Nachwuchs-Sprecher erhalten hatten. „Das habt ihr großartig gemacht!“ lobte Klaus Strenge seine kleinen Kollegen anschließend. Und so schafften es an diesem Vormittag alle – Kleine und Große, Monster und Menschen – mit vereinten Kräften, eine unterhaltsame Vorführung zu erleben, bei der die Guten am Ende gewannen und der böse Hustenmacher Knochenschuh auf Nimmerwiedersehen davonflog.

pp/Agentur ProfiPress