2200 beim jecken Jubiläum

Zweimal Elf: 22. Auflage von „Jeck sin, laache, Musik maache“ – Dreifachturnhalle zweimal ausverkauft – Bläck Fööss, Höhner, Brings & Co. spielten bis weit nach Mitternacht

Mechernich – Das macht den Mechernichern so schnell keiner nach: Seit 22 Jahren findet hart an der Grenze zum 1. Advent der Karneval in der Dreifachturnhalle statt. Die bekanntesten Kölner Bands gastieren, und auch in diesem Jahr war alles wie gewohnt: Viele hundert Jecken im Saal waren glücklich.

Die „Höhner“ hatten als erste Band des Abends keine Probleme, den „Eisbrecher“ zu machen. Das Mechernicher Publikum war stimmungsmäßig sofort auf Hochtouren. Foto: Stefan Lieser/pp/Agentur ProfiPress

Sie schunkelten, sangen, jubelten bis weit nach Mitternacht. An zwei Abenden hintereinander. Zweimal 1100 Menschen waren aus einem Umkreis von bis zu hundert Kilometern angereist. Dem veranstaltenden Junggesellenverein Satzvey blieb nur eine logische Konsequenz: „Wir ändern nichts am Konzept. Es funktioniert ja!“, so Vereinssprecher Guido Meyer.

Für Ex-Domstürmer-Bassist Hans Thodam (rechts) geht als Hartmut-Priest-Nachfolger bei den „Bläck Fööss“ ein Kindheitstraum in Erfüllung. Offiziell erfolgt der Wechsel zum 1. Januar, in Mechernich durfte Thodam schon ran. Foto: Stefan Lieser/pp/Agentur ProfiPress

Auch Hans Thodam war glücklich. Der bisherige Bassist der Domstürmer darf ab 1. Januar als Nachfolger von Hartmut Priess bei den „Fööss“ mitspielen; „Ein Kindheitstraum geht in Erfüllung!“ Nach und nach steht er schon jetzt für „Fööss“-Mitgründer Priess auf der Bühne, so auch jetzt in Mechernich.

Die „Space Girls“ aus Mechernich-Antweiler hatten einen klaren Favoriten unter den auftretenden bands: „Brings, was sonst?!“. Foto: Stefan Lieser/pp/Agentur ProfiPress

Kölsch-eiflerisches Lebensgefühl

Bei der 22. Auflage des Kölschmusik-Marathons am Bleiberg hatten zuvor die Höhner die Rolle des „Eisbrechers“ mit dem ersten Auftritt des Abends übernommen. Doch das sei „kein Kaltstart, eher ein Heißstart“ gewesen, kommentierte Moderator Lukas Wachten den Auftakt: Viele jecke Fans im Saal waren sofort auf den Stühlen und sangen die Höhner-Klassiker mit. Diese Begeisterung gibt es andernorts vielleicht nach einer Stunde.

Die Band „Miljö“ feierte Eifel-Premiere in Mechernich. Foto: Stefan Lieser/pp/Agentur ProfiPress

Und so ging es mit dem Paveiern und Cat Ballou weiter: Wenn die Bands ihre bekanntesten Lieder spielten, zum Beispiel Cat Ballou ihr „Et jitt kei Wood“, ist der Saal ein einziges Bekenntnisfest des kölsch-eifelerischen Lebensgefühls.

Gruppenbild mit Tollität Backstage: Prinz Peter IV. (6.v.r.) samt Gefolge posierten mit der Band „Miljö“ hinter den Kulissen von „Jeck sinn, laache, Musik maache“. Foto: Stefan Lieser/pp/Agentur ProfiPress

Erstmals waren Miljö für einen Auftritt am Freitagabend im Mechenicher Vor-Advent-Karneval dabei. „Die jungen Leute“, wie sie Moderator Wachten ankündigte, zeigten sich sichtlich beeindruckt von dem, was Bömmel Lückerath von den Bläck Fööss zuvor ebenfalls faszinierte, „dass die Eifeler so kurz vor Weihnachten so leidenschaftlich Karneval feiern können!“ Miljö posierte vor der Weiterreise noch für ein Gruppenbild mit Mechernichs Tollität Prinz Peter IV. (Schweikert-Wehner) samt Gefolge. „Ein Miljö-Lied ist mein Sessionslied. Toll, dass sie noch die Zeit hatten“, freute sich die Tollität.

Wenn die anderen feiern: Erik Denneborg überwachte während des Konzertabends im Nebenraum die Großbildleinwände. Foto: Stefan Lieser/pp/Agentur ProfiPress

Auch bei der 22. Auflage von „Jeck sin, lache, Musik mache“ gab es schließlich den von vielen Fans sehnlich erwarteten Schlussakkord mit Brings. Deren Bassist Stephan Brings ist ja Wahl-Mechernicher und wohnt in Kalenberg. Kurz nach Mitternacht zeigten sein Bruder Peter und er sowie die anderen Bandmitglieder, wie man die Stimmung eines Publikums, das ohnehin schon in bester Feierlaune ist, noch einmal steigern kann. Einfach ein „Wunder“, wie einer der heuen Titel heißt.

Stefan Lieser/pp/Agentur ProfiPress