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Krimitage bringen Mord und Totschlag in den Bunker

Die Stadt Mechernich und die Bunker-Dokumentationsstätten Marienthal veranstalten großes Bunker-Event am 7., 8. und 9. September – Am Freitag, 7. September lesen der Bestseller-Autor Kai Meyer und Krimi-Schriftsteller Karl Marx im Bunker im Rahmen der Krimitage „Nordeifel – Mordeifel“

Der Bestseller-Autor Kai Meyer liest am Freitag, 7. September, im Rahmen der Krimitage „Nordeifel – Mordeifel“ im Bunker Satzvey. Der Schriftsteller ist in Zülpich aufgewachsen, hat am Franken-Gymnasium sein Abitur gemacht und lebt heute in Erftstadt-Lechenich. Er hat 50 Bücher veröffentlicht, von denen mehr als1, 5 Millionen Exemplare verkauft und in 27 Sprachen übersetzt wurden. Foto: Carlsen-Verlag

Mechernich-Satzvey – Die Erbauer und Betreiber des ehemaligen Ausweichsitzes der Landeszentralbank Nordrhein-Westfalen hätten sich bestimmt die Augen gerieben beim Wissen um das, was am 7., 8. und 9. September auf „ihren Bunker“ zukommt: Spannung, Nervenkitzel und gute Unterhaltung dort, wo man im Kalten Krieg Katastrophen aller Art bearbeiten wollte.

Von „Mord und Totschlag im Bunker“ über Taschenlampenführungen für Kinder bis zur wissenschaftlich aufgearbeiteten Zeitreise durch die jüngere Geschichte der Bundesrepublik Deutschland reicht das Programm dieses großen Bunker-Events,  das die Stadt Mechernich und die Bunker-Dokumentationsstätten Marienthal am zweiten Septemberwochenende gemeinsam veranstalten.

Den Auftakt machen am Freitagabend, 7. September, ab 17.30 Uhr (Eintritt neun Euro) die Krimitage „Nordeifel-Mordeifel“. Die Lesungen der Autoren Kai Meyer und Frank Marx im Gänge- und Räumelabyrinth des Bunkers stehen unter dem Motto „Schwarzgeld“ – gut gewählt mit der monetären Ausrichtung und mit diesem Ort im Grenzbereich zwischen Verschleierung und Geheimhaltung um D-Mark-Millionen. Der Bunker war von 1969 bis 1990 die Kommandozentrale des nordrhein-westfälischen Finanzwesens im Kriegs- und Krisenfall – ohne selbst jemals ins Licht der Öffentlichkeit zu geraten. Ein geheimes, unsichtbares Agieren aus dem Satzveyer Untergrund heraus, der nun nach Jahrzehnten sein Geheimnis lüftet.

Ihr Geheimnis werden am Freitagabend auch die Autoren Kai Meyer und Frank Marx lüften, wenn der eine die „Grenze zwischen Wirklichkeit und Fantasy“ (Kai Meyer mit der Arkadien-Trilogie „Die Alchemistin“) gekonnt verschwimmen lässt und der andere (Motorrad-Krimi-Autor Frank Marx mit „Tödliche Falle“) über die Literatur Spannung, Abenteuer und geheimnisvolle Rätsel mit in den Bunker bringt.

Vor der Lesung bietet sich Besuchern die Möglichkeit einer Bunkerführung. Zwischen den beiden Lesungen (Beginn um 19 und 20.15 Uhr) bietet ein Imbiss in der Oberwelt bietet die Möglichkeit, über das Surreale der Literatur und des Bunkers gleichermaßen nachzudenken … bei „Bratklops in Tunke“ (laut Bunkerproviantliste sehr beliebt für Kriegs- und Krisenfälle) und einem frischgezapften Bier.

Führungen und Geisterstunde für Kinder

Auch der Bunkersamstag bietet ein volles Programm, das um 10 Uhr mit Führungen (Eintritt acht Euro) durch die Anlage startet. Der Bunker und seine Aufgabe im Kriegs-und Krisenfall wird in einstündigen Führungen erläutert. Es geht durch unterirdische Sitzungssäle, durch Küchen und Schlafzimmer, vorbei an riesigen Anlagen der Versorgungstechnik und verschlossenen Tresortüren und durch schwere Stahltüren, die das Bunkerinnenleben vor Kampfeinwirkungen abschotten sollten.

Um 14 Uhr beginnt dann die Geisterstunde im Bunker: Das Licht geht aus und die menschenleeren Gänge und Räume bieten eine ganz besondere Kulisse, die durch die jüngsten Besucher (und ihre Eltern; Familieneintritt 15 Euro) mit Taschenlampen erobert werden können. Kinderführungen in Form einer Schnitzeljagd laden ein zur Erkundung der Unterwelt. Auf spannende und abenteuerliche Art werden sich die Kinder (empfohlen 3 bis 13 Jahre) selbst den Weg durch den Bunker bahnen und auf ihrem Weg Hinweise und Rätsel finden, deren Lösung hinein und auch wieder hinaus führt aus diesem Schattenreich …

Um 16 Uhr wird dann die Beleuchtung wieder Licht ins Dunkel bringen und die „normalen“ Führungen werden fortgesetzt (bis 18 Uhr).

Die letzte Runde dieses Tages bleibt dann den Fotografen vorbehalten: Zwei Stunden steht ihnen der Bunker zum Ablichten und Experimentieren mit Licht und Schatten, mit Einrichtungsgegenständen der 60er und 70er Jahre offen (ohne Führungen; Eintritt 15 Euro).

Zeitreise durch den Kalten Krieg

Der Bunkersonntag steht dann ganz im Zeichen des Kalten Krieges: Die Anlage und ihre Aufgabe wird erklärt, das verbunkerte Staats- und Regierungswesen detailliert erläutert. Was hätte es bedeutet, wenn 500 Meter von den Besuchern entfernt eine Atombombe detoniert wäre? Wie lange wollte man hier überleben? Mit welcher Aufgabe? Und wie konnte all das entstehen, ohne dass jemand von dem Bunker und seiner geheimen Aufgabe wusste? Führungen durch den Ausweichsitz mit seinen mehr als 70 Zimmern und verwinkelten Gängen geben beeindruckende Antworten. Für die Versorgung mit Essen und Getränken sorgt die Freiwillige Feuerwehr Mechernich, Löschgruppe Satzvey.

Weitere Informationen zur Bunkeranlage (Öffnungszeiten, Eintrittspreise, Parkmöglichkeiten) gibt es im Internet: www.bunker-satzvey.de. Hier ist auch ein Anmeldesystem für die Veranstaltungen dieses Wochenendes eingerichtet.

pp/Agentur ProfiPress