Jungs hatten die Nase vorne

Etienne Schneider (6a) und Lukas Papp (6b) der Städtischen Hauptschule Mechernich wurden Klassensieger beim Vorlesewettbewerb – Aschermittwoch, 22. Februar, vertritt Lukas die Schule beim Regionalwettbewerb in der Euskirchener Stadtbibliothek

Mechernich – Normalerweise seien es die Mädchen, die bei den jährlichen Vorlesewettbewerben die Nase vorne hätten, berichtet Stephanie Roth-Weißenfels, Lehrerin an der Städtischen Hauptschule Mechernich. Doch ganz anders in diesem Jahr, in dem Lukas Papp (6b) Schulsieger beim bundesweiten Wettbewerb wurde, an dem die Schüler der sechsten Klassen aller Schulformen teilnehmen.

Roth-Weißenfels: „In beiden sechsten Schuljahren konnte sich in den Vorausscheidungen im Klassenverbund jeweils ein Junge durchsetzen.“ Somit traten Etienne Schneider (6a) und Lukas Papp (6b) als Klassensieger „gegeneinander“ an, um den Schulsieger zu ermitteln. Die beiden lesebegeisterten Schüler gaben zu, so berichtet die Lehrerin, „schon ein bisschen aufgeregt“ gewesen zu sein, als sie mit ihren Büchern auf der Bühne vor ihren Klassenkameraden auftraten.

Der zwölfjährige Lukas Papp entschied sich für eher lustigen Stoff und las aus „Gregs Tagebuch“ von Jeff Kinney vor, während sein gleichaltriger Mitschüler Etienne Schneider eine spannende Passage aus „Die Mutprobe“ von Carolin Philipps zum Besten gab. Es sollte ein Kopf-an-Kopf-Rennen werden. Kein Wunder, denn beide Leser hatten sich zu Hause und im Deutschunterricht gut vorbereitet und machten es so der Jury, bestehend aus den Schülersprechern Kinga Sokol und Kevin de Fries sowie Schulleiter Heinz Wolfgarten und Konrektorin Adelgunde Ülpenich, die Entscheidung nicht leicht.

Beiden Schülern wurde von der Jury bescheinigt, spannend, gut betont und flüssig gelesen zu haben. So entschied erst das Vorlesen des zweiten, ungeübten Textes darüber, wer als Schulsieger aus dem Wettbewerb hervorging und die Hauptschule Mechernich auf Kreisebene vertreten wird. Hier hatte dann Lukas Papp knapp die Nase vorn. Ganz der faire Sieger, gratulierte Etienne Schneider ihm unmittelbar nach der Entscheidung mit Handschlag.

pp/Agentur ProfiPress