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Henri Grüger

10/09/2026

„Bloß keine Noten!“

„Bloß keine Noten!“ lautet das augenzwinkernde Motto der Orgelfeierstunde mit Otto M. Krämer, zu dem der Verein der Freunde und Förderer der Musik-Kultur am 23. Oktober in Großbüllesheim einlädt. Foto: Veranstalter/pp/Agentur ProfiPress

Otto M. Krämer lässt am 23. Oktober in St. Michael Großbüllesheim Orgelmusik aus dem Augenblick entstehen – Spirituelle Impulse und Meditationen

Euskirchen-Großbüllesheim – Was an diesem Abend erklingt, steht auf keinem Notenblatt. Wenn Otto M. Krämer am Freitag, 23. Oktober, um 19 Uhr an der Orgel in St. Michael Großbüllesheim Platz nimmt, entsteht die Musik unmittelbar aus dem Augenblick heraus: mal festlich und kraftvoll, mal fein und nachdenklich, mal barock, romantisch oder überraschend modern.

„Bloß keine Noten!“ lautet das augenzwinkernde Motto der Orgelfeierstunde, zu dem der Verein der Freunde und Förderer der Musik-Kultur einlädt. Unter dem Titel „Die Kunst der Orgelimprovisation – mal locker aus’m Ärmel geschüttelt“ präsentiert Krämer Improvisationen in ganz unterschiedlichen musikalischen Stilen.

„Bloß keine Noten!“ lautet das augenzwinkernde Motto der Orgelfeierstunde mit Otto M. Krämer, zu dem der Verein der Freunde und Förderer der Musik-Kultur am 23. Oktober in Großbüllesheim einlädt. Foto: Veranstalter/pp/Agentur ProfiPress
„Bloß keine Noten!“ lautet das augenzwinkernde Motto der Orgelfeierstunde mit Otto M. Krämer, zu dem der Verein der Freunde und Förderer der Musik-Kultur am 23. Oktober in Großbüllesheim einlädt. Foto: Veranstalter/pp/Agentur ProfiPress

Dabei schöpft der renommierte Kirchenmusiker die Klangfarben und Möglichkeiten der Orgel voll aus. Auf ein Präludium im romantischen Stil folgt unter anderem eine französische Suite über den bekannten Choral „Nun danket alle Gott“. Die einzelnen Sätze orientieren sich an traditionellen französischen Formen wie „Plein jeu“, „Quatuor“ und „Dialogue sur les grands jeux“, schlagen aber auch mit einem „Minimal Style“ die Brücke in die Moderne.

Eine Partita im barocken Stil über „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ zeigt anschließend, wie vielfältig sich eine vertraute Melodie immer wieder neu gestalten lässt. Ein dreisätziges „Tryptique symphonique“ mit einem majestätischen Auftakt, einem ausdrucksstarken Adagio und einem lebhaften Finale soll den musikalischen Bogen des Abends beschließen.

Zwischen den Improvisationen sorgen spirituelle Impulse und Meditationen des Diplom-Theologen und Systemischen Beraters Georg Schneider für Momente der Besinnung. Foto: Veranstalter/pp/Agentur ProfiPress
Zwischen den Improvisationen sorgen spirituelle Impulse und Meditationen des Diplom-Theologen und Systemischen Beraters Georg Schneider für Momente der Besinnung. Foto: Veranstalter/pp/Agentur ProfiPress

Impulse und Meditationen

Seelsorgebereichsmusiker Volker Prinz und der Verein der Freunde und Förderer der Musik-Kultur laden herzlich zu dieser außergewöhnlichen Orgelfeierstunde in St. Michael Großbüllesheim ein. Zwischen den Improvisationen sorgen spirituelle Impulse und Meditationen für Momente der Besinnung. Sie werden vom Diplom-Theologen und Systemischen Berater Georg Schneider gestaltet.

Otto M. Krämer, Jahrgang 1964, zählt zu den profilierten deutschen Orgelimprovisatoren. Bereits als Zehnjähriger übernahm er regelmäßig Orgeldienste in St. Peter in Büderich bei Wesel. Er studierte Katholische Kirchenmusik an der Folkwanghochschule Essen und an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf. Zu seinen Lehrern gehörten unter anderem Paul Heuser, Herbert Callhoff und der renommierte Improvisator Wolfgang Seifen. 1994 legte Krämer sein A-Examen ab.

Seit 1993 wirkt er als Kantor an St. Peter und Paul in Straelen am Niederrhein. Bei internationalen Wettbewerben für Orgelimprovisation wurde er mehrfach ausgezeichnet. Konzertreisen und Meisterkurse führten ihn durch zahlreiche europäische Länder sowie nach Kanada und in die USA. Besondere Bekanntheit erlangte er auch mit seinen improvisierten Begleitungen zu Stummfilmen. Seit 2013 unterrichtet Krämer Liturgisches Orgelspiel und Improvisation an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

pp/Agentur ProfiPress