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Neue Leiterin macht Lust auf Holz

Annette Köhne-Dolcinelli leitet seit dem 1. August das Holzkompetenzzentrum Rheinland in Nettersheim – Vorher fast 20 Jahre in der freien Wirtschaft – Bereits im Referendariat die Eifel kennengelernt

Nettersheim – Jetzt ist Schluss mit der ständigen Fluktuation auf dem Chefsessel im Holzkompetenzzentrum Rheinland. Am 1. August hat Annette Köhne-Dolcinelli nach mehrmonatiger Vakanz die Nachfolge von Axel Krähenbrink angetreten, der zum 31. Dezember ausgeschieden war. „Es hat ein bisschen gedauert, bis das Ministerium die Stelle ausgeschrieben hat“, berichtete Horst-Karl Dengel, Leiter des Regionalforstamtes Hocheifel-Zülpicher Börde.

Annette Köhne-Dolcinelli wurde von Bürgermeister Wilfried Pracht (l.) und Horst-Karl Dengel, Leiter des Regionalforstamtes Hocheifel-Zülpicher Börder als neue Leiterin des Holzkompetenzzentrums Rheinland vorgestellt. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress
Annette Köhne-Dolcinelli wurde von Bürgermeister Wilfried Pracht (l.) und Horst-Karl Dengel, Leiter des Regionalforstamtes Hocheifel-Zülpicher Börder als neue Leiterin des Holzkompetenzzentrums Rheinland vorgestellt. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Zum ersten Mal ist der Vertrag auf der Führungsposition im Holzkompetenzzentrum unbefristet. Köhne-Dolcinellis Vorgänger waren wegen eines 2003 abgeschlossenen Kooperationsvertrages zwischen Land und Gemeinde mit Zeitverträgen für eine Maximaldauer von zwei Jahren ausgestattet worden.

„Die Kontinuität hat darunter gelitten“, sagte Nettersheims Bürgermeister Wilfried Pracht bei der Vorstellung der neuen Leiterin. Das sei aber nicht den Personen anzulasten, sondern der Vertragssituation geschuldet gewesen. Mit Annette Köhne-Dolcinelli soll diese gewünschte Kontinuität und Langfristigkeit nun erreicht werden. „Die Saison beginnt – und wir sind wieder komplett“, so Pracht weiter.

Annette Köhne-Dolcinelli ist umrahmt von Nettersheims Bürgermeister Wilfried Pracht (l.) und Horst-Karl Dengel, Leiter des Regionalforstamts Hocheifel-Zülpicher Börde. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress
Annette Köhne-Dolcinelli ist umrahmt von Nettersheims Bürgermeister Wilfried Pracht (l.) und Horst-Karl Dengel, Leiter des Regionalforstamts Hocheifel-Zülpicher Börde. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Die neue Leiterin des Holzkompetenzzentrums ist 49 Jahre alt und stammt aus dem sauerländischen Schmallenberg, wo ihr Mann und ihre 17-jährige Tochter noch leben, während Köhne-Dolcinelli auch in Marmagen wohnt. Sie studierte Forstwissenschaften in Freiburg. In ihrem darauf folgenden Referendariat lernte sie auch schon die Eifel kennen, weil sie im Forstamt Schleiden eingesetzt wurde. 1995 legte sie die Große Forstliche Staatsprüfung ab. Nach einer Fortbildung in Betriebswissenschaften und einer Tätigkeit als Ständige Vertreterin des Vorstehers im Bundesforstamt Goldberg in Mecklenburg-Vorpommern wechselte sie in die freie Wirtschaft, wo sie sechs Jahre im Holzhandel und 13 Jahre als Exportsachbearbeiterin und Assistentin der Geschäftsführung in einem Unternehmerverbund tätig war.

Mit dem Thema Holz kennt sich die 49-Jährige, die sagt, dass sie an einem Punkt angelangt war, an dem sie sich weiterentwickeln wollte, also bestens aus. Das kommt ihr bei den ersten anstehenden Projekten auch zugute. So wird sie eine mobile Ausstellung zur modernen Holzverwendung konzeptionieren und umsetzen. In ganz NRW soll Verbrauchern „Lust auf Holz“ gemacht werden. Parallel dazu werden wechselnde Ausstellungen veranstaltet – etwa zu den Themen Sanierung, Modernisierung oder Einrichten mit Holz.

Die neue Leiterin des Holzkompetenzzentrums Rheinland: Annette Köhne-Dolcinelli Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress
Die neue Leiterin des Holzkompetenzzentrums Rheinland: Annette Köhne-Dolcinelli Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Als zweites Projekt steht die Unterstützung und Umsetzung von Holzbausiedlungen auf dem Plan, konkret die „Klimasiedlung Eifel“ in Mechernich-Nord. In einer Broschüre des Holzkompetenzzentrums sollen die Vorteile des Holzbaus in allen Facetten aufgeführt werden. Städte und Gemeinden können in einem Einleger in diesen Broschüren zusätzliche Argumente für den Standort einer Holzbausiedlung liefern – für Köhne-Dolcinelli ein „Leuchtturmprojekt“ für Städte und Gemeinden.

Und dann ist die neue Leiterin auch noch mit dem Holzbaupreis 2016 beschäftigt, mit dem besondere Leistungen und Anwendungen von Holz gewürdigt werden. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 7. Oktober. Auch ein Gebäude in Nettersheim stellt sich dem Wettbewerb. Das Büro Wollenweberarchitektur aus Düsseldorf wird die von der Gemeinde in Auftrag gegebene innovative Holzbrücke am Bahnhof einreichen. Darüber hinaus muss Köhne-Dolcinelli auch Messen oder die Unterstützung von Vorlesungen an der RWTH Aachen vorbereiten.

Nicht vom Tisch, aber derzeit nur am Rande ein Thema ist der seit Jahren geplante Holzcampus, ein Information-, Ausstellungs- und Bildungszentrum für die moderne Holzverwendung. „Er steht auf der Prioritätenliste der Innovationsregion Rheinisches Revier an oberster Stufe“, berichtet Bürgermeister Wilfried Pracht. Zu Beginn soll das Projekt allerdings abgespeckt umgesetzt werden – und zwar im Holzkompetenzzentrum.

pp/Agentur ProfiPress