Millionenschwere Investitionen

Seit 2011 zehn Millionen Euro in Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen investiert – Sichere Finanzierung durch Überschüsse und „Baupauschale“ des Landes NRW – Abgeschlossene, laufende und geplante Projekte – Neue „Bauch-Station“ und OP-Bereich für rund neun Millionen Euro

Rund zehn Millionen Euro hat der Konzern Kreiskrankenhaus Mechernich GmbH seit 2011 in Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen - insbesondere im Kreiskrankenhaus selbst - investiert. Foto: Manfred Lang/Agentur ProfiPress

Mechernich – Rund zehn Millionen Euro hat der Konzern Kreiskrankenhaus Mechernich GmbH seit 2011 in Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen – insbesondere im Kreiskrankenhaus selbst -investiert. Bis Ende dieses Jahres sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Dr. Hans Rossels, Hauptgeschäftsführer der Kreiskrankenhaus Mechernich GmbH, erläuterte bei einem Pressetermin auch, warum es möglich sei, in einer solchen Größenordnung zu investieren: „Wir haben eine klare Zielplanung, die in einzelne Bauabschnitte unterteilt ist – so bleiben alle Bauprojekte finanziell überschaubar.“

Die Maßnahmen seit 2011 habe das Krankenhaus zu Hälfte selbst finanziert. Denn, so Dr. Rossels, die Mechernicher Klinik erwirtschafte seit 20 Jahren Überschüsse, alleine im Jahr 2011 seien es über eine Million Euro gewesen. Weitere fünf Millionen Euro werden über die „Baupauschale“ des Landes NRW finanziert. Dr. Rossels: „Seit 2008 bezuschusst das Land NRW keine Einzelprojekte mehr, sondern zahlt jedem Krankenhaus eine von den Fallzahlen abhängige Jahrespauschale.“ Diese ermögliche es den Einrichtungen, viel freier zu agieren, so der Hauptgeschäftsführer. Es könnten etwa Summen angespart werden oder auch alte Kredite, mit denen Baumaßnahmen vorfinanziert worden seien, abgelöst werden. Im Fall des Mechernicher Kreiskrankenhauses betrage diese Pauschale rund 750.000 Euro im Jahr.

Einige der 2011 begonnenen Bauprojekte konnten bereits abgeschlossen werden: Der Ambulanzbereich für Gynäkologie und Geburtshilfe wurde modernisiert und ein eigener, zentraler Bereich für die Urologie eingerichtet. Auch die Bauarbeiten an einem Wahlleistungsbereich Geburtshilfe/Gynäkologie sind abgeschlossen, die neue Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe wurde bereits eröffnet. Schließlich wurde eine neue Aufnahmestation mit Isoliermöglichkeit eingerichtet, die über neun Einzelzimmer verfügt. Insgesamt wurde dabei ein Investitionsvolumen von rund 2,7 Millionen Euro „verbaut“.

Noch im vergangenen Jahr begonnen wurden weitere umfangreiche Projekte, die bis Ende 2012 abgeschlossen sein sollen. Dr. Rossels erläuterte sie beim Pressetermin gemeinsam mit dem Architekten und Bauleiter Joachim Stiller. Unter anderem wird eine komplette neue Station eingerichtet, sie wird als zusätzliches Stockwerk aufgesetzt. Dr. Rossels: „Dort entsteht eine interdisziplinäre »Bauch-Station«, in der Patienten sowohl chirurgisch als auch internistisch behandelt werden können.“ Die neue Station soll 18 Doppel- und ein Einzelzimmer, also insgesamt 37 Betten vorhalten.

Auch wird die Intensivstation von 14 auf 18 Betten erweitert, für das Röntgeninstitut werden zusätzliche Räumlichkeiten geschaffen. Deutlich zu sehen sind derzeit die Arbeiten an 40 Patientenbädern. Die bislang dreieckigen Sanitärräume, die auch die Klinikfassade prägen, werden in komfortablere rechteckige Räume umgebaut. Dadurch wird künftig jedes Zimmer über ein eigenes Bad verfügen, zuvor hatten sich zwei Zimmer eines geteilt.

Doch nicht nur mit der räumlichen Gestaltung und medizinischen Einrichtungen, auch energetisch investiert das Mechernicher Kreiskrankenhaus in die Zukunft: Schon zum 1. Oktober 2012 soll ein neues Blockheizkraftwerk in Betrieb gehen, das Strom produziert und zugleich das „Abfallprodukt“ Wärme nutzbar macht. „Dadurch“, so Dr. Rossels, „werden die Energiekosten von aktuell jährlich 1,04 Millionen Euro auf 920.000 Euro gesenkt.“ Zudem würde auch der CO2-Ausstoß und somit die Umweltbelastung verringert, und zwar von 4207 Tonnen auf 3310 Tonnen im Jahr.

Doch damit nicht genug: Nach Abschluss der aller Arbeiten im und am Mechernicher Kreiskrankenhaus Ende dieses Jahres geht es direkt weiter. Ebenfalls rund zehn Millionen Euro sollen dann in die weitere Optimierung der Klink fließen. Ein großer Baustein dabei ist die geplante Erweiterung des OP-Bereichs, der, so Dr. Rossels, derzeit sehr beengt sei. Rund sieben Millionen Euro sind für die dazu erforderlichen Baumaßnahmen eingeplant, die Einrichtung wird weitere zwei Millionen Euro kosten.  „Wir führen jährlich rund 7000 Operationen bei stationäre Patienten durch“, berichtete Dr. Rossels. Dafür stünden derzeit vier „normale“ und ein kleiner OP-Saal zur Verfügung. Nach der Erweiterung kann in insgesamt sieben Sälen operiert werden, zudem werden auch die Lager- und Nebenräume erweitert. Und erneut wird eine komplett neue Station geschaffen, und zwar eine neue „Barbarastation“ mit 18 Betten für Wahlleistungen.

Schließlich wird auch die Eingangshalle im Mechernicher Kreiskrankenhaus deutlich vergrößert. „Mit künftig etwa 170 Quadratmetern wird sie in  Richtung des Innenhofes quasi verdoppelt“, erläuterte Joachim Stiller.

pp/Agentur ProfiPress