Mechernicher Tafel-Chef im Landesvorstand

Wolfgang Weilerswist zum stellvertretenden Vorsitzenden des neugegründeten NRW-Landesverbandes der Tafeln gewählt – 165 Tafeln fallen nun in seinen Zuständigkeitsbereich

 

Nach der Wahl zum stellvertretenden Vorsitzenden des neugegründeten Landesverbandes der 165 nordrhein-westfälischenTafeln gratulierte auch Ministerpräsidentin Hannelore Kraft dem Mechernicher Tafel-Chef Wolfgang Weilerswist. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich – „Es ist wichtig, dass die Tafeln mit einer Stimme sprechen“, hatte Wolfgang Weilerswist bereits im vergangenen Jahr betont. Nun wurde der Vorsitzende der Mechernicher Tafel in der Gründungsversammlung des NRW-Landesverbandes zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Zuvor war er ein Jahr lang Sprecher der 54 Tafeln im Regierungsbezirk Köln.

Zur Wahl gratulierte ihm auch Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, die in ihrer Funktion als Schirmherrin der NRW-Tafeln die Versammlung in Düsseldorf eröffnete und auch die Wahlen einleitete. Erste Vorsitzende des neugegründeten Landesverbandes ist Barbara Beckmann, Chefin der Herforder Tafel.

Bereits im Frühjahr 2011, bei der Landesversammlung der Tafeln in Gelsenkirchen, hatte die Gründung eines Landesverbandes zur Debatte gestanden. Weil sich jedoch nur eine ganz knappe Mehrheit dafür ausgesprochen hatte, wurde das Vorhaben verschoben, um eine größere Akzeptanz zu erlangen.

An der Gründungsversammlung nahmen die Vertreter von insgesamt 165 nordrhein-westfälischen Tafeln teil. Der postalische Sitz des Landesverbandes ist Düsseldorf. „Arbeiten werden wir jedoch von Essen aus“, so Weilerswist. Der Grund: Die Tafel in Essen verfügt über ein sehr großes Bürogebäude.

In seinen Aufgabenbereich fallen, wie bisher auch, die Koordination der Warenströme und die Kontaktpflege mit den spendenden Firmen – nun aber nicht mehr für „nur“ 54 Tafeln, sondern für alle 165 Einrichtungen im Land mit ihren rund 10.000 überwiegend ehrenamtlichen Mitarbeitern. „Die alle zu betreuen, ist schon viel Zeug“, macht sich Wolfgang Weilerswist auf eine Menge Mehrarbeit gefasst.

Schon der Kölner Bezirk war der größte im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Mit der Ablösung der bisherigen Struktur durch den neuen Landesverband gehe vor allem eine erhebliche Verbesserung der Logistik einher, betonte Weilerswist.

pp/Agentur ProfiPress