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Grenzüberschreitender Firmenatlas

Nach der Zukunftsinitiative Eifel schalteten auch die Partner des Interreg-Projektes TeTRRA am Freitag in Eupen ihren „Technologieatlas“ frei – Marketingplattform und Netzwerk zwischen Firmen sowie zwischen Industrie und Wissenschaft im grenznahen deutschen, niederländischen und belgischen Raum – Ministerpräsident Lambertz und Städteregionsrat Etschenberg betonen die freundschaftlichen Beziehungen dies- und jenseits innereuropäischer Grenzlinien

Der TeTRRA-Technologie-Firmenatlas ist freigeschaltet. Zum Beweis halten (von rechts) Städteregionsrat Helmut Etschenberg, Unternehmer Kurt Heinen und Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz ein Tablet mit dem TeTRRA-Auftritt in die Kamera. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Eupen/Aachen – Bereits zur Veröffentlichung werden auf Anhieb rund 50 Unternehmen aus der Euregio Maas-Rhein (EMR)  im Technologieatlas des Interreg-Projektes „TeTRRA – Technology Transfer and Recruiting in Rural Areas“ vorgestellt. Darunter befinden sich zahlreiche Euregio-Unternehmen aus der Eifel, die sich erstmals im vergangenen Jahr im „Technologieatlas Eifel“ der Zukunftsinitiative Eifel vorstellten. Hinzu kommen weitere Unternehmen auf deutscher, belgischer und niederländischer Seite. Der TeTRRA-Technologieatlas soll kontinuierlich ausgeweitet werden und die Unternehmen aus den ländlichen Regionen der Partner darstellen.

Die im Internet unter www.technologieatlas.eu abrufbaren Firmenportraits technologieorientierter Unternehmen aus dem ländlichen Raum wurde am Freitagabend in Eupen von Karl-Heinz Lambertz, dem Ministerpräsidenten der Deutschsprachigen Gemeinschaft, und von Städteregionsrat Helmut Etschenberg, dem Oberhaupt der Städteregion Aachen, im Beisein von EMR-Repräsentanten, Geschäftsleuten, Journalisten und Mitarbeitern der Regierung freigeschaltet.

Dabei betonten sowohl Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz als auch Städteregionsrat Helmut Etschenberg die Bedeutung grenzüberschreitender Netzwerke wie TeTRRA. Netzwerkbildung sei aber darüber hinaus ein gutes Stichwort für die interregionale Zusammenarbeit in Euregio und Zukunftsinitiative Eifel. Karl-Heinz Lambertz habe mit seinen ausgezeichneten Verbindungen in Brüssel schon viel Gutes für die Partner auf deutscher und niederländischer Seite tun können.

Wie umgekehrt Helmut Etschenberg den 60 000 deutschsprachigen Belgiern und ihrem Ministerpräsidenten Karl-Heinz Lambertz schon eine Menge Türen und gute Verbindungen in Berlin, aber auch an der FH und RWTH Aachen geöffnet und nutzbar gemacht habe. Beide Politiker wie auch Robert Esser, der Moderator des Abends, unterstrichen die freundschaftlichen, ja verwandtschaftlichen Beziehungen speziell zwischen Aachen und Eupen. Helmut Etschenberg: „Wir fühlen uns hier wie zu Hause – und ich denke, das ist auch umgekehrt der Fall!“

Unternehmer sind stolz, im Technologieatlas zu sein

Kurt Heinen, Geschäftsführer der Heinen Automation GmbH & Co.KG aus Monschau, ist mit seinem Team Systemintegrator und Automatisierungsspezialist für weltweit führende Mittelständler. Weltweite Inbetriebnahme von Industrieanlagen und Hochsprachenprogrammierung gehören zum Portfolio des Unternehmens. Im Interview mit Moderator Robert Esser sagte er, er sei stolz in den Technologieatlas aufgenommen worden zu sein: „Das ist gut fürs Renommee, denn nur die technologieorientierten und innovativen aus dem Projektraum werden federführend durch die Städteregion Aachen aufgenommen.“

Zum anderen ist der TeTRRA-Technologieatlas natürlich nicht nur eine Selbstdarstellungs- und Werbebroschüre für die Euergio Maas-Rhein und ihre Firmen, sondern er schafft auch die Grundlage für Zusammenarbeit untereinander. Auf seiner Basis sollen Firmen untereinander in Beziehung treten, wie auch mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen der Region. Es soll ein euregionaler Technologietransfer entstehen.

„Kommunikation erleichtern, Informationen vermitteln und grenzüberschreitende Netzwerke pflegen und initiieren“, schrieb Nathalie Malekzadeh in die Einladung zum Freischaltungs-Festakt am Freitagabend in Eupen durch die Städteregion Aachen und die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens sowie weitere Partner aus dem Projekt TeTRRA.

Plattform für innovative und technologieorientierte Firmen

Sie bezeichnete den euregionalen Technologieatlas als „einzigartige Marketingplattform“, die Profile präsentiere sowie Kompetenzen und attraktive Standorte der technologieorientierten, innovativen Unternehmen aus der Euregio Maas-Rhein und der Eifel darstelle. Und zwar erstmals in einer grenzüberschreitenden Online-Darstellung.

Schnittstellen von Forschung, Entwicklung und Produktion würden zur aktiven Unterstützung des Technologietransfers präsentiert, so Malekzadeh: „Der ländliche Raum und seine Unternehmenslandschaft erfahren eine Bekanntheitssteigerung und unsere Grenzregion wird somit, nicht zuletzt bei den Studenten und Absolventen, als attraktiver Wohn- und Arbeitsstandort positioniert.“

„Wir beweisen – nicht nur mit diesem Technologieatlas – dass man mit EU-Geldern auch etwas sehr Vernünftiges anfangen kann“, sagte Ministerpräsident Lambertz. Mit einem Augenzwinkern betonte er, seine Worte sollten nicht als vorgezogene Antrittsrede zu seiner dreijährigen Euregio-Präsidentschaft interpretiert werden, die im März beginnt.

Er und Helmut Etschenberg brachen am Freitagabend in Eupen eine Lanze für das produzierende Gewerbe. Von Dienstleistungen alleine könne man weder im Großraum Aachen noch in der Euregio Maas-Rhein noch im Gebiet der grenzüberschreitenden Zukunftsinitiative Eifel leben. Lambertz: „Wir dürfen uns nicht zu früh vom Industriezeitalter verabschieden, es dauert noch an.“

TeTRRA beschäftigt sich vornehmlich mit dem Punkt Wirtschaftsförderung im ländlichen Raum der Euregio Maas-Rhein. Ziel des Projektes ist, die aktive Initiierung und Verbesserung des Technologietransfers und der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und kleinen und mittelständischen Unternehmen in den ländlichen Regionen der Euregio Mass-Rhein. Darüber hinaus entwickelt TeTRRA Rahmenbedingungen und Strukturen, die regionale kleine und mittelständische Unternehmen bei der Suche nach qualifizierten Fachkräften unterstützen und somit deren Abwanderung in urbane Zonen verhindert.

pp/Agentur ProfiPress