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Geistige Grüße aus Übersee

Bischöfin Mariann Edgar Budde erhielt nach ihrer mahnenden Ansprache an Präsident Trump zahlreiche Briefe aus der ganzen Welt – Auch Spiritual Pater Rudolf Ammann hatte sich im Namen der Mechernicher Communio in Christo für die mutige Predigt bedankt  

Washington/Mechernich –Hunderte Briefe türmen sich hinter Bischöfin Mariann Edgar Budde in unzähligen Post-Boxen. Sie steht davor und teilt ihre Freude und Dankbarkeit für die Unterstützung aus aller Welt in einem Video über das Soziale Netzwerk Instagram. Ich kann euch gar nicht sagen, wie viel es mir bedeutet hat, Briefe, Anrufe, Notizen, Geschenke und Dankesbekundungen, Unterstützung und Ermutigung zu erhalten“, sagt die anglikanische Bischöfin, die durch ihre Ansprache anlässlich der Amtseinführung von US-Präsident Trump weltweite Bekanntheit erlangt hat. Tausende Menschen haben ihr für ihre mahnenden Worte gedankt.

Bischöfin Mariann Edgar Budde zeigt sich in einem Videobegeistert von dem Zuspruch, den sie nach ihrer Ansprache anlässlich der Amtseinführung von US-Präsident Trump erhalten hat. Auch die Communio in Christo hatte ihr eine Mail geschickt. Screenshot: Jakob Seibel/pp/Agentur ProfiPress
Bischöfin Mariann Edgar Budde zeigt sich in einem Videobegeistert von dem Zuspruch, den sie nach ihrer Ansprache anlässlich der Amtseinführung von US-Präsident Trump erhalten hat. Auch die Communio in Christo hatte ihr eine Mail geschickt. Screenshot: Jakob Seibel/pp/Agentur ProfiPress

Auch Pater Rudolf Ammann, Spiritual der Mechernicher „Communio in Christo“, zeigte sich begeistert von ihrer Ansprache – und so ist auch sein Schreiben im elektronischen Postfach der amerikanischen Bischöfin gelandet. „Der weltweit arbeitende Ordo Communionis in Christo mit Sitz in Mechernich, Deutschland, nähe Köln, bedankt sich von Herzen für Ihre mutige Predigt am Tag nach der Inauguration des Präsidenten Donald Trump in der Washington National Cathedral“, formulierte Pater Rudolf Ammann einleitend.  Im Namen des gesamten Ordens, welcher in Mechernich das Hospiz „Stella Maris“, eine Langzeitpflegeeinrichtung für Schwerstpflegebedürftige und das „Haus Effata“, eine Seniorenpflegeinrichtung in Blankenheim, trägt, sprach er seine Anerkennung und seine Dankbarkeit aus. Ihr Einstehen für alle Menschen, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Glaube oder Geschlecht sei bewundernswert.

Für einen würdevollen Umgang miteinander

Zuvor hatte die erste Bischöfin Washingtons bei Präsident Trumps Amtseinweihung eine aufrüttelnde Rede gehalten, die sich erst mit dem Wunsch nach menschlicher Einheit an das amerikanische Volk gewendet hatte und darauf mahnende Worte an Präsident Trump gerichtet hatte. Dabei sprach sie vor allem von einem würdevollen Umgang mit illegalen Einwanderern, betonte deren wichtigen Anteil an der Wirtschaft. Zudem stärkte sie der queeren Community den Rücken. Sie betonte, dass sich unter den Kindern der Abgeordneten beider großen Parteien schwule, lesbische und Trans-Personen befänden, die es zu beschützen gelte. Dabei hatte die Vertreterin der anglikanischen Episkopalkirche bereits im Vorfeld auf ihrer Internetseite deutlich gemacht, dass die Zeremonie keinem Politiker und keiner Parteien gelte, sondern dem amerikanischen Volk – und distanzierte sich so von Trump.

Der US-Präsident zeigte sich kurz darauf über sein soziales Medium „truth social“ nicht sonderlich begeistert, nannte Bischöfin Budde „fies“, ihre Worte „unangemessen“ und forderte von ihr und ihrer Kirche eine Entschuldigung.

„Wir beten um Kraft und Gottes Segen für Sie und uns in diesen schwierigen Zeiten, in denen die Würde des Menschen immer neu und vielfältig bedroht ist“, heißt es im Schreiben von Spiritual Pater Rudolf Ammann an Bischöfin Mariann Edgar Budde. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress
„Wir beten um Kraft und Gottes Segen für Sie und uns in diesen schwierigen Zeiten, in denen die Würde des Menschen immer neu und vielfältig bedroht ist“, heißt es im Schreiben von Spiritual Pater Rudolf Ammann an Bischöfin Mariann Edgar Budde. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress

Ganz anders die Einschätzungen aus aller Welt und die von Pater Rudolf Ammann im Namen der Communio. In seinem Brief lobte er nicht nur die von ihr übermittelten Werte, sondern auch den Mut für diese auf einer derartig großen Bühne einzustehen: „Sie glauben zutiefst wie unsere Gründerin an das, was Sie aussprechen. Das finden wir wunderbar. Wir beten um Kraft und Gottes Segen für Sie und uns in diesen schwierigen Zeiten, in denen die Würde des Menschen immer neu und vielfältig bedroht ist.“

Geistliche Grüße, die nicht nur Anerkennung ausdrücken, sondern auch tief empfundene Verbundenheit. Daraus erwächst die Hoffnung, dass auch dieses Ereignis Früchte trägt – im Kleinen wie im Großen. So, wie einst aus dem Glauben und den Werten der Gründerin der Communio in Christo, Mutter Marie Therese, ein Werk entstand, das bis heute Menschen bewegt und verbindet.

Jakob Seibel/pp/Agentur ProfiPress