Aktuelles

Floisdorfer Gärtnerei Frings setzt auf Bio-Gemüse

Verkauf im eigenen Hofladen – Eine 1180 Gramm schwere Tomate für die leckere Suppe

Mit der Ernte des Gemüses haben Patricia Berg (v.li), Ingrid Frings und Theo Frings derzeit alle Hände voll zu tun. Foto: David Dreimüller/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich-Floisdorf – Verführerische Aromen steigen beim Betreten des Hofladens der Gärtnerei Frings in die Nase und man beginnt unwillkürlich zu raten, welche wohlduftenden Gerüche  wohl in der Luft liegen. So viel sei verraten: Es sind derzeit keine Blumen. Tomaten? – Ja. Basilikum? – Auch dabei. Pfeffer? „Davon muss noch eine gute Portion hinein“, sagt Gärtner Theo Frings, greift nach der stattlichen Pfeffermühle und gibt einen guten Schuss des feurigen Gewürzes in den bis zum Rand gefüllten Topf Tomatensuppe. Anschließend wird das Ganze noch abgeschmeckt – lecker!

In der Woche vor Pfingsten startete die Gärtnerei das „Gemüse-Projekt“, um neue Märkte zu erschließen und das Sommerloch zu überstehen. „Im Sommer läuft absolut nichts mit Pflanzen“, erklärt Theo Frings während er noch etwas Pfeffer hinzugibt. Erst im Herbst würden die Kunden wieder mehr Blumen kaufen. Daher entschloss man sich, es einmal mit der Gemüseanzucht zu versuchen. Die Samen dazu lieferte die Firma „Graines Voltz“. Im Gegenzug kommen Vertreter verschiedener Handelsunternehmen, um danach zu schauen, ob die angebauten Pflanzensorten auch für ihre Kunden interessant sind.

Alleine 15 Tomatensorten wachsen derzeit in den Glashäusern der Gärtnerei und reifen prächtig durch die herbstlichen Sonnenstrahlen. Hinzu gesellen sich auf insgesamt 300 Quadratmetern zwei Sorten Auberginen, Paprika und Esskürbisse. Gespritzt oder anderweitig behandelt sind die Pflanzen nicht, alle Produkte sind biologisch angebaut. „Wir wollen uns in nächster Zeit zertifizieren lassen“, sagt Ingrid Frings. „Wir sind derzeit noch in der Testphase“, sagt Inhaber Theo Frings. Das gilt sowohl für den Anbau als auch für die Verarbeitung des Gemüses in der Küche. Dort rührt Oma Katharina Frings immer wieder mit dem Holzkochlöffel durch die Suppe und schmeckt das Ergebnis ab. Aus den eigenen Tomaten stellen Theo Frings und seine Familie Tomatenmark, Suppe und einen besonders zuckerarmen Ketchup her. Alle Produkte sowie das Gemüse selbst kann man im Hofladen kaufen. Auch die in diesen Wochen reifenden Kürbisse, die teils auch verarbeitet werden.

Zu den Kunden der frischgebackenen Gemüsebauern zählen bereits mehrere Restaurants aus der Region, die den biologischen Anbau und die Qualität schätzen. Je vier Sorten von Cocktail- und Fleischtomaten zählen zum Angebot der Gärtnerei Frings. Die schwerste Tomate brachte stolze 1180 Gramm auf die Waage. Sollte das Geschäft weiter so gut laufen, möchte man auch den Winter über Gemüse anbauen, darunter auch Feldsalat. Eine heiße Tomatensuppe wärmt auch an einem kalten Eifeler Wintertag.

pp/Agentur ProfiPress