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Anbau stand nach einem Tag

Der Kindergarten an der Kallbachstraße wird erweitert – Ab 1. September eine gemischte Krippe für Kinder ab einem Jahr – Insgesamt 40 Kinder werden im neuen Kindergartenjahr betreut

Kall – Und dann ging alles ganz schnell: Die Erweiterung des Kindergartens an der Kallbachstraße sollte eigentlich erst in der 24. Kalenderwoche (11. bis 17. Juni) erfolgen. Doch bereits am Dienstag, 5. Juni, standen die Wände. „Am Mittwoch wollen wir das Dach drauf haben“, berichtete Markus Völler, Geschäftsführer des Unternehmens Holzbau Völler in Sistig. Pünktlich zum Beginn des neuen Kindergartenjahres am 1. September soll dann auch der Innenausbau abgeschlossen sein.

Gegen Mittag am Dienstag, 5. Juni, standen die Wände des Anbaus am Kindergarten Kallbachstraße bereits. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Die Anmeldezahlen bei den Kindergärten der Gemeinde steigen. Der Platz an der Kallbachstraße, wo derzeit noch 25 Kinder betreut werden, reicht nicht mehr aus. „Deshalb mussten wir den Kindergarten vergrößern“, berichtete Stefan Etten, der bei der Gemeinde Kall im Bereich Hochbau zuständig ist. Der Rat hatte die Gemeinde beauftragt, die verschiedenen Erweiterungsmöglichkeiten zu prüfen. Zunächst sei an eine Modullösung gedacht worden, berichtete Ettens Vorgesetzter Markus Auel. Doch schließlich hielt man eine Erweiterung in Holzrahmenbauweise für die geeignetere Variante. Nach erfolgter Ausschreibung erhielt die Firma Völler aus Sistig den Zuschlag, worüber sich auch die Verwaltung freut: „Wir sind froh, dass wir ein kompetentes Kaller Unternehmen beauftragen durften“, sagte Auel.

Bürgermeister Hermann-Josef Esser (v.l.), Kindergartenleiterin Anja Joniec sowie Markus Auel und Stefan Etten von der Gemeinde Kall ließen sich von Markus Völler die Wandteile des Kindergartenanbaus in der Produktionshalle zeigen. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Die insgesamt 16 Wandteile mit einer Dicke von 19,5 Zentimetern entstanden innerhalb von einer Woche in der großen Halle des Unternehmens. Am Morgen des 5. Juni wurden sie von Sistig nach Kall gebracht und aufgestellt. „Völler liefert hier einen passgenauen Kindergartenanbau nach aktuellen pädagogischen und architektonischen Standards“, war Kalls Bürgermeister Hermann-Josef Esser bei einer Besichtigung des Unternehmens voll des Lobes. Damit meinte er unter anderem die Anpassungen, die Völler eigens für Kindergärten vornehmen muss. So muss beispielsweise gewährleistet sein, dass Kinder sich nicht die Finger oder Arme im dreifach verglasten Fenster einklemmen können. Esser wies außerdem darauf hin, dass die Vorschriften der Energieeinsparverordnung eingehalten werden, die bautechnische Standardanforderungen im Hinblick auf energieeffiziente Gebäude vorschreibt.

Auf diese Bodenplatte wurde der Kindergartenanbau gesetzt. Foto: Thomas Schmitz/pp/Agentur ProfiPress

Auch Kindergartenleiterin Anja Joniec freute sich sehr: „Die Gemeinde Kall beweist, wie zukunftsorientiert sie handelt.“ In der neuen Gruppe wird eine gemischte Krippe für 15 Kinder entstehen. Darin werden auch Kinder zwischen einem und drei Jahren betreut und zwar von zwei Fachkräften.

Auf einer Grundfläche von 130 Quadratmetern entstehen ein Gruppenraum, ein Nebenraum, ein Ruheraum, Sanitärräume und eine Garderobe. Beheizt wird der Bau in Flachdachausführung durch eine Luftwärmepumpe. „Dadurch ist auch Fußbodenheizung möglich“, berichtet Stefan Etten. Möglich ist sogar, auf dem Dach eine Fotovoltaik-Anlage unterzubringen.

Den Innenausbau liefert Holzbau Völler gleicht mit, unterstützt wird das Unternehmen bei bestimmten Gewerken dabei von Subunternehmern. Für Markus Auel ist das eine Anbauweise der Zukunft. „Vielleicht wird sich das auch in anderen Kommunen durchsetzen.“

pp/Agentur ProfiPress