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Wald und Holz bieten beste Chancen

120 Holzfachleute trafen sich auf Einladung des Holz-Clusters Eifel im Holzkompentenzzentrum in Nettersheim

Machen sich gemeinsam und über regionale und Landesgrenzen hinweg für die Holzbranche stark: (v.l.) Dr. Thorsten Mrosek, Leiter des Holzkompetenzzentrums Nettersheim, Nettersheims Bürgermeister Wilfried Pracht, Clustermanager Jörg Bühler, Iris Poth, Koordinatorin der Zukunftsinitiative Eifel, Regionalforstamtschef Horst-Karl Dengel, Manfred Poth, Allgemeiner Vertreter des Landrates, Unternehmesnberater Dr. Marcus Knauf, Uwe André Kohler, Clusterinitiatrive Baden-Württemberg, Dr. Ulrich Engelhardt, Landescluster NRW und Prof. Wilfried Moorkamp, FH Aachen. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Nettersheim – Das Thema Wald und Holz ist in der Eifel von zentraler Bedeutung. Das wurde bei einer Vortragsveranstaltung im Holzkompetenzzentrum Rheinland in Nettersheim klar herausgestellt. 120 Teilnehmer, darunter Waldbesitzer, Vertreter der Holz- und Forstwirtschaft, der Hochschulen und der Fachverwaltungen, waren der Einladung des Holz-Clusters Eifel gefolgt.

„Es ist schon viel in Bewegung in der Holz- und Forstwirtschaft, aber wir haben noch hehre Ziele“, sagte Nettersheims Bürgermeister Wilfried Pracht, der sich freute, auch einige prominente Gäste begrüßen zu können, darunter  Dr. Volker Ehlebracht, Landesclustermanager Wald und Holz NRW und Mitglied im Landesbeirat Holz Nordrhein-Westfalen e. V. Es war an Horst-Karl Dengel, dem Leiter des Regionalforstamtes Hocheifel-Zülpicher Börde und Moderator des Abends, eine ganze Reihe weiterer kompetenter Referenten anzukündigen.

Eines der hehren Ziele, die an diesem Abend vorgestellt wurden, ist unter anderem, die Region mit Unterstützung durch die Zukunftsinitiative Eifel zu einem Hochschul-Schwerpunkt zu entwickeln, wie Dr. Thorsten Mrosek, Leiter des Holzkompetenzzentrums Rheinland herausstellte. Schon heute sind sechs Hochschulen am Holz-Cluster beteiligt, dem aktuellen Leitprojekt des Netzwerkes Wald und Holz unter dem Dach der Zukunftsinitiative Eifel. Studienstandort ist auch das Berufsbildungszentrum Euskirchen (BZE), das kürzlich mit einer hochmodernen Abbund-Anlage ausgestattet wurde und den angehenden Holzingenieuren der Fachhochschule Aachen damit hervorragende praxisnahe Bedingungen bietet. „Die 80 Studienanfänger im neuen Studiengang Holzingenieurwesen übertreffen alle Erwartungen“, sagte Manfred Poth, der sowohl als Allgemeiner Vertreter von Landrat Günter Rosenke als auch für die Zukunftsinitiative Eifel nach Nettersheim gekommen war. In diesen Tagen werden die ersten Studenten in Euenheim erwartet. In Zukunft wolle man die Hochschulen noch intensiver vernetzen, nannte Poth eine der vorrangigen Aufgaben des Holz-Clusters. Die FH Aachen bemühe sich gleichzeitig, Wissenschaft und Wirtschaft zueinander zu bringen.

Die energetische und stoffliche Nutzung des Rohstoffes Holz zu forcieren ist eines der weiteren Ziele der Kümmerer für das Handlungsfeld „Wald und Holz“ bei der Zukunftsinitiative Eifel. „Dahinter stehen auch die in der Zukunftsinitiative zusammengeschlossenen Wirtschaftskammern“, betonte Koordinatorin Iris Poth. Sie kündigte in einer der Veranstaltung vorausgehenden Pressekonferenz den Start einer neuen, sechsjährigen Förderphase bei der EU an, die auch dem Holz-Cluster Eifel Fördermöglichkeiten biete.

Überregionale fachliche Impulse brachte unter anderem der Bielefelder Marktforscher und Unternehmensberater Dr. Marcus Knauf ein, der über die Zukunftstrends in der Holzbranche und in der Holzverwendung sprach. „Die Knappheit des Rohstoffes ist Folge der Beliebtheit von Holz“, sagte er. Die Energie- und Ressourceneffizienz seien Trends, die eine große Rolle spielten.

„Großes Interesse an einer bundesweiten Vernetzung der Cluster-Aktivitäten“ äußerte der eigens aus Stuttgart angereiste Uwe André Kohler,  Clustermanager Forst und Holz Baden-Württemberg ebenso wie sein nordrhein-westfälischer Kollege Ehlebracht.

Für die Eifel stellten Thorsten Mrosek und Clustermanager Jörg Bühler die erfolgreiche Netzwerkarbeit heraus, die mit dazu beigetragen hat, dass die Forst- und Holzwirtschaft in der Eifel „bestens aufgestellt ist“, wie Dengel anmerkte. Dass sich der Branche auch hervorragende Zukunftschancen auftun, die gemeinsam genutzt werden müssen, war das übereinstimmende Fazit aller Beteiligten.

pp/Agentur ProfiPress