Strom tanken in Kommern

Mechernicher Stadtgebiet ans E-Mobility-Netz angeschlossen – Ökostrom gibt’s vorerst kostenlos – Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick macht prädestinierte Einsatzgebiete für Elektro-Fahrzeuge aus

 

Auf dem Gelände der Aral-Tankstelle Karls im Kommerner Gewerbegebiet Monzenbend wurde jetzt die erste Stromladestation für E-Fahrzeuge im Mechernicher Stadtgebiet eröffnet: (v.l.n.r.) Wirtschaftsplaner Peter Dierichsweiler, Geschäftsführer Christian Karls, Stadtplaner Thomas Schiefer, Eigentümerin Simone Karls, Ene-Mitarbeiter Markus Böhm, Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick und Ene-Mitarbeiter. Foto: Bernd Born/pp/Agentur ProfiPress

Kommern – Mit der Einweihung einer neuen Strom-Ladesäule für Elektrofahrzeuge hat die Energie Nordeifel jetzt auch im Mechernicher Stadtgebiet Akzente für die Zukunft gesetzt. Nach Kall (am toom-Markt) und Heimbach (Parkplatz an der Rur) kann jetzt auch an der im Oktober 2011 neueröffneten Aral-Tankstelle im Kommerner Gewerbegebiet Monzenbend Strom getankt werden. „Ich finde es sehr beachtenswert, dass man bei der Energie Nordeifel nicht etwa gewartet hat, bis es E-Autos vom Himmel regnet, sondern sozusagen in Vorleistung eine entsprechende Infrastruktur schafft“, so Tankstellen-Eigentümerin Simone Karls, die zur offiziellen Eröffnung mit Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, Wirtschaftsförderer Peter Dierichsweiler und Stadtplaner Thomas Schiefer auch drei interessierte Vertreter der Stadt Mechernich begrüßen konnte.

„Ein durchweg schlüssiges E-Mobility-Konzept ist noch nicht abzusehen, dennoch wollen wir frühzeitig in das Thema einsteigen, um entsprechende Erfahrungswerte zu sammeln“, so Prokurist und Vertriebsleiter Markus Böhm von der Engergie Nordeifel: „Das Stromtanken an unseren drei Ladesäulen im Versorgungsgebiet ist demnach noch kostenlos.“ Zurzeit benötigt man lediglich eine Kundenkarte, die man bei der „ene“ in Kall oder aber auch direkt an der Aral-Tankstelle Karls gegen eine Kaution ausgehändigt bekommt.

Marko Mertens, Kundenbetreuer bei der Energie Nordeifel, hatte zum offiziellen Termin auch den agilen „i-MiEV“ mitgebracht, ein Elektro-Kleinwagen von Mitsubishi, den die Energie Nordeifel für eigene Zwecke nutzt oder aber Stadt- und Gemeindeverwaltungen für Botenfahrten kostenlos zur Verfügung stellt. Stadtplaner Thomas Schiefer, der durch ein fundiertes Fachwissen punkten konnte, ließ sich bei einer Probefahrt von den Vorzügen des nahezu geräuschlosen und somit gewöhnungsbedürftigen Flitzers überzeugen.

 „E-Mobility macht allerdings nur Sinn, wenn beim Ladevorgang auch Ökostrom verwendet wird“, so Markus Böhm. „Nur wenn ein Elektrofahrzeug auch regenerativ erzeugten Strom nutzt, wird der Kohlendioxidausstoß verringert!“ Die Fahrtkosten lassen sich mit drei bis vier Euro auf 100 Kilometern taxieren – einmal Volltanken für sechs bis neun Euro. Günstiger als bei vielen Benzin- und Dieselfahrzeugen, dennoch mit dem nicht weg zu diskutierenden Nachteil der geringen Reichweite behaftet. Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick machte dann auch schnell prädestinierte Einsatzgebiete für E-Autos aus: „Bei unseren städtischen Fahrzeugen oder bei den Fahrzeug-Flotten der mobilen Pflegedienste könnte ich mir das durchaus vorstellen!“

pp/Agentur ProfiPress