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Mit viel Energie am Werk

Schützendorfer Künstler arbeitet unermüdlich an neuen Ideen – Projekt an Kölner Schule – „Kreativ-Schule“ ab 2013

Bei jedem Besuch im Schützendorfer Atelier von Günter Preuss gibt es etwas Neues zu entdecken – diesmal sind es Bilder im XL-Format. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich-Schützendorf – Der Schützendorfer Künstler Günter Preuss strahlt eine Energie aus, die ansteckend ist. So ist es also eigentlich kein Wunder, dass er ständig in verschiedenen Projekten und bei der Planung neuer Aktionen ist. Gerade mal ein Jahr ist es her, dass Preuss ein altes Schützendorfer Haus renoviert und über drei Etagen in ein „Kunst-Haus“ mit Atelier, Werkstatt und Kreativ-Schule verwandelt hat. Seitdem hat der gebürtige Kölner immer wieder von sich reden gemacht – jüngst im Rahmen der von Bürgermeister Dr. Hans Peter Schick eröffneten offenen Ateliertage im Juni dieses Jahres.

Aktuell bastelt der Künstler nicht nur – wie man ihn kennt –  mit verschiedenen Materialien und Techniken an seiner Kunst, sondern auch im Kopf: Da nämlich entsteht gerade das Konzept für seine „Kreativ-Schule“, in der Günter Preuss ab Frühjahr 2013 verschiedene Workshops anbieten möchte. Die Ideen dazu, berichtete er, seien im Zuge der jüngsten Projekte gereift: „Mir wurde klar, dass ich Kurse für alle Interessierten anbieten möchte.“ Damit seien explizit auch etwa Kinder und Jugendliche gemeint, die kein Talent zu haben glaubten oder sich schwertäten, eine „Technik“ zu lernen. Preuss: „Es sind einfach nie alle gleich gut. Ich möchte aber allen das Erlebnis vermitteln, etwas Tolles zu schaffen.“ Das sei problemlos möglich, wenn man die Teilnehmer so anleite, dass sie mit  bestimmten, relativ einfach anzuwendenden Techniken überraschende Ergebnisse erzeugen könnten, erklärt der Künstler und strahlt.

Bestätigt wurde Günter Preuss in diesem Vorhaben nicht zuletzt durch einen Workshop, den er vor kurzem in einer Kölner Grundschule durchgeführt hat und aus dem ein künftig regelmäßiges Engagement an dieser Schule entstanden ist. „Schuld“ daran ist seine Enkeltochter Lucie, die den Opa zur Hilfe gerufen hatte. „Es gab in dem Schulgebäude so eine Art »Schandfleck«, eine triste graue Fläche über zwei Etagen“, berichtet Preuss. Gemeinsam mit den Kindern hat Preuss die Fläche umgestaltet. Der Clou dabei sei, sagt er, das Ganze so gut vorzubereiten, dass man den Kindern ein Konzept erklären sowie Strukturen, Materialien und Vorgaben anbieten könne innerhalb und mit Hilfe derer sie kreativ werden könnten. „Es war toll zu erleben, wie begeistert und aufmerksam die Kinder dabei waren“, berichtet der Künstler.

Günter Preuss, der selbst ständig mit seiner Kunst experimentiert und in Dialog geht, Neues entwickelt und scheinbar Altes neu interpretiert, hat einen unerschöpflichen Fundus an Ideen und auch ungewöhnlichen Wegen, diese umzusetzen. Bei jedem Besuch im Schützendorfer Atelier gibt es etwas Neues zu entdecken – diesmal sind es Bilder im XL-Format. „Die großformatigen Bildskulpturen habe ich letzte Woche gemacht“, berichtet er, „sie sind Teil einer anstehenden Ausstellung im Euskirchener Rathaus.“ Im März 2013 soll die Ausstellung eröffnet werden und an die 50 Werke des Schützendorfer Künstlers zeigen. „Das ist ein schöner Gegensatz zu den kleinformatigen Bildern, die ich für die Aktion „Carré d’artistes“ nachproduziere“, sagt Preuss. Im Rahmen dieser Initiative des Kölner Kunstexperte Olaf Peters gehen die Werke des Schützendorfers auf Tournee durch europäische Metropolen, wo sie ausgestellt und auf Nachfrage verkauft werden.

Und noch etwas Neues gibt es im Preussschen Atelier zu entdecken: „Das sind alles Fundstücke vom Rheinufer“, berichtet er und zeigt auf Skulpturen, die aus – teils angekokeltem – Holz geschaffen wurden. Mithilfe spezieller Farben setzt Preuss an einer Stelle Akzente in der Holzstruktur und konserviert an anderer die Spuren des Lagerfeuers, bei dem das Holz vermutlich verfeuert wurde.

Egal, in welchem Format und mit welcher Technik – bei jedem Kunstwerk lässt Günter Preuss sich ein auf eine Entdeckungsreise, aus der sich immer wieder auch neue Werksreihen ergeben. Dabei arbeitet er mit allem, was ihm in die Finger kommt: Spachtelmasse und Kopierlösung etwa treffen da auf organische Stoffe wie Kaffee, Eierschalen oder – immer wieder – die „Eifelerde“.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.guenter-preuss.de.

pp/Agentur ProfiPress