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Neues aus dem Holzbau

Weiterbildungsveranstaltung des Projektes HolzCluster.Eifel stellt neue Bemessungsnorm im Holzbau vor 

Zu einer Fortbildungsveranstaltung hatte das Projekt HolzCluster.Eifel Fachleute aus der Holzbaubranche ins Holzkompetenzzentrum nach Nettersheim eingeladen. Foto: Wald und Holz Eifel e.V./pp/Agentur ProfiPress

Nettersheim – Um Neuerung im Holzbau ging es bei einer Fortbildungsveranstaltung des Projektes HolzCluster.Eifel im Holzkompetenzzentrum in Nettersheim, zu der Dr. Thorsten Mrosek, Leiter des Holzkompetenzzentrums Rheinland und Geschäftsführer des Netzwerks Wald und Holz Eifel, 76 Ingenieure und Zimmerer begrüßen konnte. „Der Eurocode 5 in der Praxis“ lautete das Vortragsthema, für das man Professor Volker Schiermeyer gewinnen konnte. Er betreibt ein Statikbüro für Holzbau in Bad Oeynhausen und lehrt an der Fachhochschule Bielefeld.

Seit Juli ist die bislang gültige nationale Norm zur Bemessung und Konstruktion von Holzbauteilen durch den sogenannten „Eurocode 5“ abgelöst. Schiermeyer verglich die neue Norm mit der bisherigen. Er erklärte dabei anschaulich die allgemeinen Bemessungs- und Konstruktionsregeln sowie das nötige Heranziehen des zugehörigen Nationalen Anhangs und der einzelnen Produktnormen. Der nationale Anhang erlaubt jedem Mitgliedsstaat seine eigenen lokalen Unterschiede in Bezug auf Geographie, Klima und individuelle Gegebenheiten einzustellen.

Der Referent erläuterte die von ihm und Prof. Dr. Franz-Josef Hinkes, der ebenfalls an der FH Bielefeld lehrt, entwickelten Bemessungshilfen für Holzbauteile, Verbindungen, Holztafeln sowie für die Holzbemessung im Brandfall. Wie diese Bemessungshilfen genutzt werden können, erklärte Schiermeyer beispielhaft an der Dach- und Deckenkonstruktion eines Wohnhauses. Im Rahmen des Projektes HolzCluster.Eifel sollen zukünftig weitere Seminare zur modernen Holzverwendung angeboten werden.

Clustermanager Jörg Bühler stellte das Projekt HolzCluster.Eifel mit seinen Schwerpunktaufgaben „Holzbau und Holzbauprodukte“ und „berufliche Qualifikation“ vor. Dabei geht es einerseits um geeignete Präsentationsformen zum hochwertigen Holzbau und andererseits um den Ausbau von Qualifizierungsangeboten für die gesamte Holzbranche. Er betonte, dass das Projekt ausdrücklich weiteren Interessenten zur Mitarbeit offen steht mit dem Ziel, die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der Holzbranche in der Eifel zu erhöhen.

Das Netzwerk Wald und Holz Eifel e. V. unter dem Dach der Zukunftsinitiative Eifel ist ein Zusammenschluss von derzeit 74 Unternehmen und Einrichtungen der Holz- und Forstwirtschaft in der Eifel. Ziel des Netzwerks ist die Förderung der Verwendung moderner Holzprodukte aus nachhaltiger Forstwirtschaft und die Unterstützung der regionalen Holzbranche. Die Geschäftsführung erfolgt durch das Holzkompetenzzentrum Rheinland.

pp/Agentur ProfiPress