Fraktionschefs verteidigen die Sekundarschule

Falsche Behauptungen in einer Anzeige der „Elterninitiative zum Erhalt der Realschule“ scharf verurteilt 

Sind vom Erfolg der Sekundarschule Mechernich fest überzeugt: die Mechernicher Fraktionsvorsitzenden Wulf-Dietrich Simon (UWV), Wolfgang Weilerswist (SPD) und Konrad Hamacher (CDU ) (v. li.), hier am Rande des Neujahrsempfangs des Bundeswehr. Für das Vorgehen der sogenannten „Elterninitiative zum Erhalt der Realschule“ zeigten sie keinerlei Verständnis. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich – Empört reagierten die drei Fraktionsvorsitzenden im Rat der Stadt Mechernich, Konrad Hamacher (CDU), Wolfgang Weilerswist (SPD) und Wulf-Dietrich Simon (UWV) am Rande des Neujahrsempfangs der Bundeswehr auf die tags zuvor veröffentlichte Mitteilung einer sogenannten „Elterninitiative zum Erhalt der Realschule“. In Form einer Anzeige im Schleidener Wochenspiegel waren darin falsche Behauptungen rund um die Sekundarschule Mechernich aufgestellt worden, für die am kommenden Montag, 4. Februar, 16 Uhr, im Rathaus das Anmeldeverfahren beginnt.

Unter anderem hieß es darin, die Genehmigung der Sekundarschule beziehe sich ausschließlich auf die Durchführung des Anmeldeverfahrens – eine Behauptung, die schlichtweg falsch ist, ging doch bei den Bürgermeistern Dr. Hans-Peter Schick und Herbert Radermacher (Kall) bereits am Montag, 21. Januar ein Schreiben von Regierungsdirektorin Marianne Moors ein, in der diese die Sekundarschule Mechernich-Kall samt des pädagogischen Konzeptes offiziell seitens der Bezirksregierung genehmigt.

„Die Eltern werden völlig verunsichert“, verurteilt Wulf-Dietrich Simon den Inhalt der Anzeige. An die Elterninitiative richtet er den dringenden Appell, mit Politik und Verwaltung an einem Strang zu ziehen, statt gegeneinander zu arbeiten. „Die Sekundarschule ist vom Rat der Stadt Mechernich mit eindeutiger Mehrheit beschlossen worden“, betonen Simon, Weilerswist und Hamacher unisono. Dabei habe man den größten gemeinsamen Nenner zugunsten der Kinder gefunden. „Das lassen wir uns nicht kaputt machen“, so Hamacher.

Mit der Sekundarschule sei auch in Zeiten des Schülerschwunds die Zukunft Mechernichs als Schulstandort gesichert, fügt Wolfgang Weilerswist hinzu. „Wollen die Eltern, die jetzt Front gegen die Sekundarschule machen, dass die Kinder künftig lange Schulwege zurücklegen müssen, wenn in Mechernich weder Haupt- noch Realschule existieren?“, so der SPD-Mann.

pp/Agentur ProfiPress