Die Wildheit des Anfangs

Vierte Wechselausstellung in der Mechernicher „Galerie im Rathaus“ – Luzie Dornseifers Bilder zeugen von Reisen um die Welt – Firmenicher Künstler Ante Milas war wichtigster Wegbegleiter und Lehrer – Mit rund 90 Besuchern erneut großer Zulauf – Erster Beigeordneter Thomas Hambach dankt Initiator und Kurator Franz Kruse  

Noch bis Ende September ist die Ausstellung der Breitenbendener Künstlerin Luzie Dornseifer in der „Galerie im Rathaus“ in der Mechernicher Stadtverwaltung zu sehen. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich- „Viele Bilder zeugen noch von dem Schwung, der Kraft und der Dynamik, mit der Luzie Dornseifer ihre Bilder in Angriff nimmt“, erläuterte die Kommerner Journalistin Claudia Hoffmann in ihrer Einführung zur vierten Wechselausstellung in der Mechernicher „Galerie im Rahthaus“ im Foyer der Stadtverwaltung. Den Anfang, so Hoffmann, markiere nicht der zarte Pinselstrich, sondern der kraftvolle Druck eines harten Bleistifts. „Die Wildheit des Anfangs“ nennt Hoffmann das.

Über diese allerdings ist die vom Mechernicher Künstler Franz Kruse initiierte Ausstellungsreihe im Rathaus längst hinaus. Dass sich zur Eröffnung der aktuellen Ausstellung mit Bildern von Luzie Dornseifer erneut rund 90 Kunstinteressierte einfanden, zeugt auch davon, dass sich das Konzept, und somit auch das Foyer der Stadtverwaltung als „Kunst-Raum“ etabliert haben.

Und das, so der Erste Beigeordnete Thomas Hambach, der Franz Kruse ausdrücklich dankte, schaffe Räume sowohl für die Künstler als auch für die Verwaltung. Und auch für Besucher, die sich von den Kunstwerken anregen und inspirieren lassen könnten. Hambach begrüßte die Gäste als Hausherr in Vertretung für Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick, der zeitgleich im Mechernicher Gymnasium am Turmhof an der Verabschiedung der Abiturienten teilnahm.

Die  in Breitenbenden lebende Künstlerin Luzie Dornseifer wurde 1959 im polnischen Gleiwitz geboren und wuchs im Ruhrgebiet auf. Bereits im Schulalter, so berichtete Laudatorin Claudia Hoffmann, habe sie Preise für ihre Bilder gewonnen. Die Künstlerin selbst sagt über sich: „Zeichnen und Malen ist die Sprache, in der ich mich ausdrücke.“ In ihren Bildern zeige sie, wie sie die Welt sehe, was sie sehe, was sie berühre und bewege: „Zentrales Thema meiner Arbeit ist der Mensch.“ Womöglich der wichtigste Wegbegleiter und Lehrer Dornseifers ist der in der Firmenicher Kultur- und Freizeitfabrik Zikkurat schaffende Künstler Ante Milas. Hoffmann erläuterte dazu, die Künstlerin habe bei ihm „über viele Jahre die akademische Ausbildung in Sachen Aktzeichnen gewissermaßen »nachholen« können“.

In der Tat sind es Menschen, die Luzie Dornseifers Bilder, seien es die Kohlezeichnungen oder die großformatigen, farbigen Werke, beherrschen. Hoffmann: „Sie erzählen von den vielen Begegnungen auf ihren Reisen um die Welt.“

Die Ausstellung mit Werken der Breitenbendener Künstlerin Luzie Dornseifer  ist während der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung noch bis Ende September im Foyer des Rathauses zu sehen.

pp/Agentur ProfiPress