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„Starenkästen auf die Unfallkreuzung“

Obergartzemer Kommunalpolitiker und Mechernicher Ratsfraktionschef Konrad Hamacher bittet Landrat Günter Rosenke um Unterstützung bei der Schaffung von mehr Verkehrssicherheit

Dieses Übersichtsbild an der Unfallstelle Kreuzung B 266/Enzener Straße in Obergartzem machte am Sonntag der Polizeireporter und Journalist Thomas Schmitz vom „Kölner Stadt-Anzeiger“. An den Folgen des Zusammenstoßes starb ein junger Mann, mehrere Personen wurden schwer verletzt. Foto: Thomas Schmitz /KStA/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich-Obergartzem – Starenkästen zur Geschwindigkeitskontrolle sind für den Obergartzemer Kommunalpolitiker und Mechernicher Stadtratsfraktionschef Konrad Hamacher die Konsequenz aus dem schweren Verkehrsunfall am Sonntag, 23. März, bei dem ein Toter und mehrere Schwerverletzte zu beklagen waren.

Hamacher beklagt, dass es auf der Kreuzung der Bundesstraße 266 mit der Enzener Straße in Obergartzem in den vergangenen Monaten wieder zu mehreren schweren Verkehrsunfällen gekommen ist. Eine ähnliche Unfallserie habe die dritte und letzte Bundesstraßen-Kreuzung des Doppelortes Firmenich/Obergartzem in Fahrtrichtung Köln Ende der achtziger Jahre bereits einmal zum Unfallschwerpunkt gemacht.

Damals habe er bei der Kreisverwaltung Starenkästen zur ständigen Geschwindigkeitskontrolle beantragt, die auch genehmigt wurden und dafür gesorgt hätten, dass die meisten Autofahrer die Kreuzung langsamer befuhren. Deshalb erhofft sich der Ratsherr und Fraktionsvorsitzende auch neuerlich eine positive Wirkung auf die gefahrene Geschwindigkeit. Auf den drei Kreuzungen am Ortsrand von Firmenich/Obergartzem gilt „Tempo 70“, aber einige Verkehrsteilnehmer halten sich nicht daran.

„Auch wenn diese Kreuzung wahrscheinlich noch nicht“ wieder „als Unfallschwerpunkt in der Polizeistatistik geführt“ werde, so Hamacher, so müsse doch „dringend etwas geschehen“. „Auf der B 266 im Bereich Firmenich und Obergartzem wird sehr schnell gefahren“, schreibt der Politiker in seinem Brief an Landrat Günter Rosenke: „Jeder, der die drei Kreuzungspunkte im Bereich Firmenich und Obergartzem kennt, weiß aus eigener Erfahrung, dass wegen der hohen Geschwindigkeiten auf der B 266 und der häufigen Nichtbeachtung der Ampelphasen eine gefahrlose Überquerung oder Auffahrt auf die B 266 in der Grünphase der Ampeln nur nach zusätzlicher eigener Kontrolle möglich ist.“

Konrad Hamacher beantragt daher, dass an dieser Kreuzung wieder in beiden Richtungen je ein Starenkasten platziert werden sollte. Begründung, so Hamacher: „Als auf meinen Antrag vom 5. September 1990 an Oberkreisdirektor Dr. Karl-Heinz Decker dort Starenkästen aufgestellt wurden, war dieser damalige Unfallschwerpunkt damit wesentlich entschärft. Unfallhäufigkeit und Schwere gingen fast auf null zurück.“

Leider seien diese Anlagen später wieder demontiert und an anderen Stellen aufgebaut worden. Hamacher: „Auch wenn die Blitzer für viele den negativen Touch vermeintlicher Abzocke haben, in diesem Fall geht es eindeutig um Verkehrssicherheit und Schutz der Verkehrsteilnehmer.“ Da die technischen Voraussetzungen noch vorhanden sein müssten, möge der Kreis schnell reagieren, so Konrad Hamacher in seinem Antrag an Günter Rosenke.

pp/Agentur ProfiPress