„Ode for St. Cecilia´s Day“ preist die Macht der Musik

Projektchor des Sängerkreises Euskirchen und das Kammerorchester Röttgen führen unter Leitung von Manfred Schümer am 29. Juli 2012, 16 Uhr, das Werk von Händel in der Basilika von Kloster Steinfeld auf

Projekt-Probe in der Hermann-Josef Schule in Euskirchen: Stimmbildnerin Silke Stapf schulte die Aktiven in der Probe für die Aufführung der „Ode for St. Cecilia´s Day“ von Händel am 29. Juli, 16 Uhr, in der Basilika Steinfeld. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Steinfeld/Euskirchen. Im Rahmen der beliebten Vesperkonzerte in der Basilika des Klosters Steinfeld führt der Sängerkreis Euskirchen, der mit Gastsängern einen Projektchor bildet, am Sonntag, 29. Juli, 16 Uhr, die „Ode for St. Cecilia´s Day“ von Georg Friedrich Händel auf. Zusätzlich wird der Eingangschor der Kantate „Wo Gott der Herr nicht bei uns hält“ von Johann Sebastian Bach zu hören sein.

Unter der Leitung von Manfred Schümer, seit eineinhalb Jahren Leiter des gemischten Chores „Sängerkreis Euskirchen“, werden Dawn-Marie Flynn (Sopran) und Jens Lauterbach (Tenor) als Solisten mitwirken. Mit dem Kammerorchester Röttgen werden Instrumentalsolisten musizieren.

Georg Friedrich Händel komponierte die „Ode for St. Cecilia´s Day“ 1739 auf einen Text des englischen Dichters John Dryden. Am 22. November, dem Gedenktag der Heiligen Cäcilia (Schutzpatronin der Musik), wurde das Werk in London uraufgeführt. Die Ode preist die Macht der Musik; sie ist besetzt für Solo-Sopran und Solo-Tenor, gemischten Chor und Orchester. Im Orchester repräsentieren verschiedene Instrumente zum Teil solistisch (Flöte, Violine, Violoncello, Laute, Orgel, Trompete) die Charaktere unterschiedlichster Stimmungen und Gemütsverfassungen, so wie Musik sie auszudrücken vermag. Die Dichtung erklärt die Herkunft der Musik aus der unendlichen „himmlischen Harmonie“, die in dieser Kunst zu Klang wird. So weist das Werk aus der Sicht des Dichters auch auf das Ende der Zeiten hin, wenn Musik wiederum in den Weiten des Weltalls verklingen wird.

Der Ode wird der Eröffnungschor der Kantate 178 von Johann Sebastian Bach vorausgestellt, die 1724 genau an diesem liturgischen Sonntag (8. Sonntag nach dem Dreifaltigkeitsfest „Trinitatis“) in Leipzig im Gottesdienst erklang. Dieses Werk zeigt ebenfalls, was musikalische Sprache auszudrücken vermag und was der Text des 1524 von Justus Jonas gedichteten Chorals auch andeutet.

Die Projektsängerinnen und -sänger haben sich in den vergangenen Monaten intensiv auf das Vesperkonzert im „Eifel-Dom“ in Steinfeld am letzten Juli-Sonntag (29.) vorbereitet. Unter anderem ließen sie sich auch von Stimmbildnerin Silke Stapf schulen. Chorleiter Manfred Schümer und alle Aktiven hoffen nun, dass ihre Mühen durch einen möglichst zahlreichen Besuch honoriert werden. Auch bei diesem Vesperkonzert in der Basilika ist der Eintritt frei(willig).

pp/Agentur ProfiPress