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Sie röhren und grasen und die Leute freuen sich

Hirschbrunft live auf der Dreiborber Höhe im Nationalpark Eifel – Dort sind zurzeit um die 30, 40 Hirschkühe mit Nachwuchs sowie rivalisierende Geweihträger bei der Brunft zu beobachten

Rothirsche von der Webseite des Nationalparks Eifel. Foto: Nationalpark Eifel/pp/Agentur ProfiPress

Dreiborn/Eifel – Hirsche röhren hören und grasen sehen kann man in diesen Wochen an der neu geschaffenen „Hiersch-Kick-Bud“ des Nationalparks Eifel bei Dreiborn (Stadt Schleiden). Ist das mit Bänken und Aussichtsplattform ausgestattete Beobachtungsgebäude an der Dorfdurchgangsstraße von Dreiborn noch hochdeutsch mit „Rothirsch-Aussichtstribüne“ betitelt, so ändert der hölzerne Funktionsbau vor Ort am Rande des früheren Truppenübungsplatzes Vogelsang seinen Namen ins mundartliche „Hiersch-Kick-Bud“.

Beides trifft den Nagel auf den Kopf: Denn man kann dort oben zurzeit um die 30, 40 Hirschkühe mit Nachwuchs sowie rivalisierende Geweihträger bei der Brunft beobachten. Die Mitnahme von Ferngläsern ist sinnvoll, Hunde müssen zu Hause bleiben oder weitab der eigentlichen Beobachtungsstätte. Zeitweise sind Nationalpark-Ranger vor Ort, um die Leute zu beraten und mit weit reichenden Ferngläsern und Spektiven zu unterstützen.

Wie die Nummernschilder der weitab auf ausgewiesenen Parkplätzen abgestellten Pkw der Hirschbeobachter beweisen, kommen Naturfreunde aus den zehn Kreisen und 53 Kommunen der Zukunftsinitiative Eifel nach Dreiborn, ebenso von der Rheinschiene Köln-Bonn. 

„Wild lebende Tiere für Besucher erlebbar machen”, ist eine der Aufgaben, die die Nationalparkverordnung dem Nationalparkforstamt Gemünd übertragen hat. Dazu eignet sich im Nationalpark Eifel als größte freilebende Wildtierart der Rothirsch, besonders während der Brunftzeit von Ende September bis Mitte Oktober. Zeitweise lassen sich auch Wildschweine und Rehe von der tribünenähnlichen Einrichtung bequem beobachten.

Die Empore bietet 60 Sitzplätze und ist für Rollstuhlfahrer geeignet. Nationalpark-Sprecher Michael Lammertz: „Allein der Blick über das weite Offenland der Hochflächen in den Lebensraum der Hirsche ist schon beeindruckend. Die Tiere können in mehreren hundert Metern erscheinen, dann ist ein Fernglas ein unerlässliches Hilfsmittel. Außerdem ist das Mitbringen eines geräuscharmen Sitzkissens zu empfehlen, das die für gute Beobachtungen erforderliche Geduld und Bequemlichkeit fördert. Frühaufsteher werden von den dämmerungsaktiven Hirschen besonders belohnt. Günstig sind aber auch die späten Nachmittags- und Abendstunden.“

Wichtigste Voraussetzung für schöne Wildbeobachtungen seien absolute Ruhe und Rücksicht gegenüber anderen Besuchern. Spezielle Hinweisschilder weisen ab den Parkplätzen den Weg. Texttafeln geben Hinweise für ein richtiges Verhalten auf der Empore. Darüber hinaus stehen Informationen über die vorkommenden Wildtiere Rothirsch, Reh und Wildschwein zur Verfügung.

www.nationalpark-eifel.de

pp/Agentur ProfiPress