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„Halbzeit“ beim Casino-Umbau

Im August kommen die ersten Bewohner – Mit großem Aufwand Brandschutz umgesetzt

Mechernich – Ab Anfang August werden die ersten Bewohner in das umgebaute Casino der Bundeswehr einziehen. Dort wird zwar immer noch mit Hochdruck gearbeitet, doch ein Teilbereich des ehemaligen Offizier- und Unteroffizierheims, das dann als Flüchtlingsunterkunft dienen wird, ist bis dahin fertiggestellt.

Bauleiter David Esch trug zur „Halbzeit“ einen „Richtspruch“ vor. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress
Bauleiter David Esch trug zur „Halbzeit“ einen „Richtspruch“ vor. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Obwohl kein neuer Dachstuhl aufgesetzt wurde, nahm Bauleiter David Esch vom Gebäudemanagement der Stadt Mechernich den Baufortschritt zum Anlass, für die Beteiligten ein kleines „Bergfest“ auszurichten und sogar einen kernigen Richtspruch vorzutragen. Läuft alles nach Plan, soll die gesamte Umbaumaßnahme der mehr als 3.500 Quadratmeter großen Fläche im November fertiggestellt sein. Was jetzt noch ansteht, sind vor allem Trockenbau, Malerarbeiten und Bodenbeläge.

Bereits errichtet sind auch die beiden Fluchttreppen an der Straßen- sowie an der Rückseite des Gebäudes. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress
Bereits errichtet sind auch die beiden Fluchttreppen an der Straßen- sowie an der Rückseite des Gebäudes. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

„Den größten Anteil hatten die Umbauten gemäß der Brandschutzbestimmungen“, berichtete Esch. Zu drei Vierteln sei das Gebäude bereits von der Bundeswehr stillgelegt gewesen, weil es die aktuellen Vorgaben in Sachen Brandschutz nicht erfüllt habe. „Vor diesem Hintergrund hat der häufig geäußerte Vorwurf, für die Flüchtlinge würde erneuert, was für die Soldaten doch ‚gut genug‘ gewesen sei, keinen Bestand, denn der Großteil des Gebäudes durfte nicht mehr genutzt werden“, betonte Esch.

Die vorhandenen Bäder konnten übernommen werden. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress
Die vorhandenen Bäder konnten übernommen werden. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Aufgeteilt wurde das Casino in 20 kleine und acht größere Wohnungen sowie Einzelzimmer und Gemeinschaftsräume von 15 bis 70 Quadratmetern. Das Erdgeschoss ist barrierefrei. Teilweise werden die Wohnungen mit kleinen Küchen und Bädern ausgestattet, einige vorhandene Bäder waren in so gutem Zustand, dass sie übernommen werden konnten. Möbliert werden die Zimmer einheitlich und funktional, so Esch: „Tisch, Bett, Stuhl, Schrank.“ Waschmaschinen werden zur gemeinschaftlichen Nutzung in separaten Räumen aufgestellt, außerdem ist im Erdgeschoss ein großer Gemeinschafts- und Schulungsraum vorhanden.

Bauleiter David Esch (r.) und Hans-Peter Siebum, Teamleiter Gebäudemanagement, begutachten die Anschlüsse für die Gemeinschaftswaschmaschinen. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress
Bauleiter David Esch (r.) und Hans-Peter Siebum, Teamleiter Gebäudemanagement, begutachten die Anschlüsse für die Gemeinschaftswaschmaschinen. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

Bei den Bewohnern, die in wenigen Wochen einziehen, wird es sich um Flüchtlingsfamilien handeln. Durch die Nähe zum Familienzentrum und zu den Schulen ist der neue Standort wesentlich integrationsfreundlicher als die Elisabethhütte oder die Turnhalle Roggendorf.

Noch wird fleißig gearbeitet in den seit langem stillgelegten Bereichen des ehemaligen Offizier- und Unteroffizierheims. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress
Noch wird fleißig gearbeitet in den seit langem stillgelegten Bereichen des ehemaligen Offizier- und Unteroffizierheims. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress
Im August kommen die ersten Bewohner, voraussichtlich im November sind die Umbauarbeiten vollständig abgeschlossen. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress
Im August kommen die ersten Bewohner, voraussichtlich im November sind die Umbauarbeiten vollständig abgeschlossen. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress
Ein Teil der 70 Arbeiter sowie Verantwortliche der Baufirmen und der Stadtverwaltung kamen anlässlich der Bauhalbzeit zum „Bergfest“ im künftigen Gemeinschaftsraum der Flüchtlingsunterkunft zusammen. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress
Ein Teil der 70 Arbeiter sowie Verantwortliche der Baufirmen und der Stadtverwaltung kamen anlässlich der Bauhalbzeit zum „Bergfest“ im künftigen Gemeinschaftsraum der Flüchtlingsunterkunft zusammen. Foto: Renate Hotse/pp/Agentur ProfiPress

pp/Agentur ProfiPress