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Gorilla-Girl im Freilichtmuseum

Jahrmarkt anno dazumal“ zeigt viele neue Schaudarbietungen der Vergangenheit – Wer verkleidet kommt, hat freien Eintritt

Der französische Allround-Artist Gilbert versetzt die Jahrmarkt-Besucher als Feuerspucker ins Staunen. Archivfoto: pp/Agentur ProfiPress

Mechernich-Kommern – Karneval ist gerade vorbei, da wirft bereits der „Jahrmarkt anno dazumal“ seine Schatten voraus: Ab Samstag, 30. März, lädt das LVR-Freilichtmuseum Kommern wieder für neun Tage zu einem amüsanten Streifzug durch die Volksvergnügungen der vergangenen 150 Jahre ein. Die 19. Auflage dieses in seiner Art deutschlandweit einzigartigen Rummels lockt mit vielen neuen Sensationen. So feiert eine Schaubude aus den 1940er-Jahren mit einer Nummer aus dem frühen 20. Jahrhundert ihre Wiederauferstehung: Ein hübsches Mädchen verwandelt sich in einen Gorilla und versetzt das Publikum in Angst und Schrecken.

Mit einem „Anatomischen Kabinett“ präsentiert das Freilichtmuseum erstmals eine typische „medizinische“ Schaudarbietung der Kaiserzeit und dies auf amüsante Weise. Präparierte Körperteile berühmter Persönlichkeiten werden darin zu sehen sein – natürlich auch Goethes „Faust“…

Der historische Tanzsaal des Museums wird sich in ein Varieté der Goldenen Zwanziger Jahre verwandeln: Am Osterwochenende treten die Artistin Maria Eleky und  Jens Schmitt, Weltmeister der Fahrrad-Artistik, mit einer 1920er-Jahre-Schau auf, an den folgenden Jahrmarkttagen erinnert der international gefeierte Artist „Jeton“ an die fast ausgestorbene Kunst der „Gentleman-Jonglage“, die in den späten 1920er-Jahren stets einen Höhepunkt im Programm renommierter Varietés bildete.

In der historischen Komödianten-Arena wird Drahtseil-Artistin „Silea“ waghalsig Rasierklingen schlucken, und das „Duo Unwucht“ wird bei ihren amüsanten kraftakrobatischen Darbietungen trotz Unterstützung aus dem Publikum Pannen nicht vermeiden können.

Rund 80 Angebote locken die Museumsgäste. Darunter sind ein Springpferde-Karussell aus dem 19. Jahrhundert, die älteste noch reisende Raupenbahn von 1926, ein Flohzirkus, dessen Geschichte in das 19. Jahrhundert zurückreicht und eine Geisterbahn der Nachkriegszeit. Die kleinen Jahrmarktgäste dürfen sich auf Puppentheater, Zauberer, historische Geschicklichkeitsspiele und ein Automobil-Karussell aus den 1950er-Jahren freuen.

Der Jahrmarkt ist täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Das Freilichtmuseum selbst öffnet bereits um 9 Uhr. Donnerstag, 4. April, ist „Familientag“ mit reduzierten Preisen an den Vergnügungsgeschäften und Sonderangeboten an den Imbiss-Betrieben.

Wer übrigens in historisch stimmiger Kleidung der Kaiserzeit (1871 – 1918) zum Jahrmarkt erscheint, erhält freien Eintritt. Bewerbung mit Foto an kommern@lvr.de ist allerdings erforderlich.

pp/Agentur ProfiPress