Blitzendes Chrom vor altem Gemäuer

Burg Satzvey war Start und Ziel der ersten Louis Chevrolet Tour 2012 – 36 erinnerungsträchtige Klassiker aller Marken waren im Innenhof der Burg versammelt

Historisches Flair verbreiteten bei der Chevrolet-Tour nicht nur das historische Gemäuer der Wasserburg Satzvey, sondern auch die rollenden Klassiker aller Marken. Foto: Claudia Hoffmann/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich-Satzvey – Sie verbreiteten jeweils auf ihre Weise historisches Flair: Die malerische Wasserburg Satzvey ebenso wie die chromblitzenden Klassiker auf vier Rädern. Einmal mehr diente die bestens erhaltene Burg im Mechernicher Ortsteil als Kulisse für ein stilvolles Ereignis: Dort war der Start zur ersten, deutschlandweit ausgeschriebenen „Louis Chevrolet Tour 2012“. Dazu hatten sich 36 erinnerungsträchtige Klassiker aller Marken im Innenhof der Satzveyer Burg versammelt.

Zwei „Corvette“ der ersten Baureihe führten den Korso der rollenden Raritäten an, in den sich auch der Rolls Royce von Burgherr Franz Josef Graf Beissel von Gymnich einreihte. Von Satzvey aus ging es auf eine  165,4 Kilometer lange, rund viereinhalbstündige Exkursion durch die Eifel.  

Die Starterliste von Moderator Detlef Krehl las sich wie der Katalog eines Automuseums. Ikonen wie der blaue Chevrolet „Major“ mit „plüschigen“ Sofasitzen, vom dem zwischen 1934 und 1939 rund 1,9 Millionen Fahrzeuge verkauft worden waren, ließen die Herzen der Oldtimerfreunde höherschlagen.  Ein Blickfang war auch der bis in die Innenausstattung schwarz-gelbe „Camaro“, deswegen auch „Bumble Bee“ (Hummel) genannt. Ein Modell, das 1964 von Chevrolet als Gegenstück zum „Mustang“ entwickelt worden war. „Um der Marktmacht von Ford entgegenzusteuern“, wie Krehl berichtete. Auch dabei: Ein Renault „Floride S“ – das  Auto, das einst Brigitte Bardot gefahren hatte.

Mit großer Freude war Routenplaner Krehl in den vergangenen Wochen die Straßen der hiesigen Region abgefahren, um die Streckenabschnitte auszuarbeiten und mögliche Hindernisse oder Baustellen ausfindig zu machen. Auf den „Rallye“-Charakter hatten die Organisatoren bei der Konzeption ihrer Veranstaltung, die künftig zu einer festen Einrichtung werden soll, bewusst verzichtet: Gemütliches Fahrvergnügen und Erleben einer Region standen im Vordergrund. So führte die Oldtimerparade durch Buchenwälder und Seengebiete von Heimbach über Nideggen durch die Eschweiler Innenstadt nach Stolberg. Nach der Rast im historischen „Zinkhütter Hof“ ging es dann wieder zurück nach Satzvey, wo man den Tag mit einem gemeinsamen Barbecue und angeregten Teamgesprächen ausklingen ließ.

pp/Agentur ProfiPress