3.000 Besucher im neuen Kulturzentrum

Blick hinter die Kulissen des sanierten und umgebauten Kinos in Vogelsang

 

Groß war das Interesse am sanierten und umgebauten Kino Vogelsang: Rund 600 Gäste besichtigten die neuen Räume. Foto: Roman Hövel/Vogelsang/pp/Agentur ProfiPress

Vogelsang  – Diese Bilanz lässt sich sehen: 3.000 Gäste nahmen das Vogelsang-Kino als neues Kulturzentrum des Standortes für sich in Besitz. Am Sonntag, 18. März, öffnete Vogelsang ip mit einem „Tag des offenen Kinos“ den Blick hinter die Kulissen. Gut ein Jahr dauerten die von EU, NRW, Bund und Region geförderten Umbau- und Sanierungsarbeiten.

„Wir hatten damals Ängste ausgestanden, da wir nicht wussten, was passieren würde, wenn wir den belgisch verwalteten NATO-Truppenübungsplatz Camp Vogelsang verlassen. Heute stelle ich fest: Hier leisteten gefestigte Demokraten tolle Arbeit“, brachte es der ehemalige Kommandant des „Camp Vogelsang“, Viktor Neels, in einer Diskussionsrunde im Atrium auf den Punkt. Landrat Günter Rosenke bedankte sich für das Vertrauen in den Konversionsprozess und die deutsch-belgische Freundschaft: „Diese war eine wichtige Voraussetzung für den heutigen Erfolg.“ Beide waren ebenfalls die Schirmherren des „Konzerts von der Region für die Region“.

Architekt Markus Ernst führte die Besucher durch die neuen Räumlichkeiten führen. Dazu gehören der denkmalgerecht sanierte Saal, die temporäre Besucherinformation, die Gastronomie, die Tagungsräume und Büros. Die Gäste sparten nicht mit Lob – vor allem das neue „Atrium“ gefiel.

Auch die kostenfreien Führungen zur Geschichte des Kinos waren voll. Vogelsang-Historiker Klaus Ring und Vogelsang-Referent Luc Bruyland, ehemaliger Mitarbeiter des belgischen Militärs, berichteten, wie aus dem von den Nationalsozialisten als Hörsaal des „Haus des Wissens“ geplanten Ort das belgische Kino des „Camp Vogelsang“ wurde. Insgesamt wurden über 600 Gäste durch die Räume geführt. „Die Nachfrage zur Geschichte Vogelsangs ist ungebrochen“, bemerkte Klaus Ring.

Pünktlich um 17 Uhr leitete Geschäftsführer Albert Moritz das Highlight des Tages ein: „Herr Kapellmeister, bitte Musik ab!“ Das Konzert von der Region für die Region war ausverkauft. Es folgte ein Potpourri vom „Egerländer Marsch“ über Gilbert Bécaud bis zu Josef Bach. Die Musikvereine Concordia Dreiborn, MV Schöneseiffen, Eifelklänge Herhahn-Morsbach und die Bergmusikanten Ettelscheid boten zunächst ihr Einzelprogramm. „Zum Finale waren wir zusammen 130 Musiker auf einer Bühne. Das war ein wirklich grandioses Erlebnis“, strahlten die Vertreter der Musikvereine, Wolfgang Laukart, Wolfgang Gehlen, Manuel Stoff und Manfred Mäder.

Das Vogelsang-Kino ist Teil des Gesamtprojekts Forum Vogelsang, das insgesamt mit 35,1 Mio. Euro veranschlagt ist. Die Kosten für den Umbau des Kinos betrugen zwei Millionen Euro.

pp/Agentur ProfiPress