„Das ging ja schnell“

Stadt Mechernich veranlasste Ortstermin: „Unfallkommission“ des Kreises tagte kurzfristig – Ampelschaltung an der Zikkurat-Kreuzung wird geändert – Presse honoriert schnelle Reaktion

Bei einem Ortstermin, zu dem die Stadt Mechernich als Straßenverkehrsbehörde eingeladen hatte, wurde die neue Ampelschaltung erläutert, die in den kommenden Wochen realisiert werden soll. Foto: Alice Gempfer/pp/Agentur ProfiPress

Mechernich-Firmenich – „Das ging ja schnell“, schrieb die Kölnische Rundschau nach einem Ortstermin, zu dem der Mechernicher Ordnungsamtsleiter Johannes Schnichels eingeladen hatte. Kurzfristig hatte er die Unfallkommission im Kreis Euskirchen einberufen. Teil nahmen neben Schnichels sein Kollege Jürgen Winand vom Mechernicher Straßenverkehrsamt, der Ratsherr und Fraktionsvorsitzende Konrad Hamacher, Polizeisprecher Norbert Hardt, sein Kollege Uwe Groebel vom Verkehrskommissariat und Jürgen Paffrath vom Landesbetrieb Straßen.NRW.

Gemeint war die schnelle Reaktion der Stadt auf die Unfallhäufung an der Zikkurat-Kreuzung der B 266 in Mechernich-Firmenich. Seit Februar hatte es dort acht Mal „gerappelt“, wie es der Journalist Thomas Schmitz im Kölner Stadtanzeiger ausdrückte, der jüngste Unfall ist noch keine Woche her. Schmitz weiter: „Fünf dieser Unfälle spielten sich nach gleichem Muster ab. Die Linksabbieger, die von der Zikkurat kommen, werden von Fahrzeugen auf der Bundesstraße, die in Richtung Euskirchen fahren, erfasst.“

Der Grund scheint die Ampelschaltung zu sein, die für Rechtsabbieger in Richtung Zikkurat Grün zeigt, während für Autofahrer, die geradeaus in Richtung Euskirchen unterwegs sind, das rote Licht leuchtet. „Der Verkehr für die Geradeausspuren wird von einer Ampel, die links neben der Fahrbahn steht, geregelt. Am Mast, sowie über den beiden Spuren hängen die Lichtsignale. Der Rechtsabbiegerverkehr wird über eine Ampel auf der rechten Seite der Fahrbahn gesteuert. Auch hier befinden sich die Lichtsignale am Mast sowie über der Spur“, so Schmitz.

„Wir haben zunächst überprüft, ob eine technische Störung vorliegt“, berichtete Jürgen Paffrath von Straßen.NRW beim Ortstermin. Da das nicht der Fall gewesen sei, habe er planerisch durchgespielt, wie die Lichtsignale verändert werden können, um mehr Klarheit zu schaffen. „Es geht darum“, so Paffrath“, dass der Annäherungsverkehr in Richtung Euskirchen nur das rote Hauptsignal wahrnimmt.“ Nach den Unfällen hatten Fahrer immer wieder angegeben, durch das grüne Licht über der rechtsabbiegerspur irritiert gewesen zu sein.

Die Lösung: „Das große, obere Lichtzeichen an der Rechtsabbieger-Ampel wird abmontiert“, zitiert Tom Steinicke in der Kölnischen Rundschau Jürgen Paffrath. Auch das untere Lichtsignal der Ampel werde geändert, so Steinicke weiter. Das kleinere Signal neben der Rechtsabbiegerspur werde aus größerer Entfernung nicht wahrgenommen und könne die Fahrer auf den beiden Geradeaus-Spuren somit nicht verwirren, erläuterte Paffrath.

„Wir machen Druck, damit die Umrüstung so schnell wie möglich realisiert wird“, versprach Jürgen Paffrath. Dennoch werde es aber mindestens vier Wochen dauern. Die Kosten, ergänzte er, beliefen sich auf gut 5000 Euro.

Im Namen der Stadt Mechernich betonte Johannes Schnichels, dass er froh über die Lösung sei: „Ich finde den Vorschlag sehr überzeugend und bin sicher, dass es funktioniert.“

pp/Agentur ProfiPress