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Kerstin Rottland

06/15/2026

Mechernicher Hightech für die Welt

Landrat Markus Ramers und Wirtschaftsförderin Iris Poth besuchten die Deutsche Mechatronics GmbH – Unternehmen gilt als „Hidden Champion“ der Region

Landrat Markus Ramers und Wirtschaftsförderin Iris Poth besuchten die Deutsche Mechatronics GmbH – Unternehmen gilt als „Hidden Champion“ der Region – Rund 300 Mitarbeitende

Mechernich – Von außen wirkt der Standort an der Friedrich-Wilhelm-Straße in Mechernich unscheinbar. Im Inneren aber entsteht Hightech, die weltweit gefragt ist: Die Deutsche Mechatronics GmbH entwickelt, konstruiert und fertigt komplexe mechatronische Systeme, Baugruppen und Anlagen für internationale Kunden.

Davon machten sich jetzt Landrat Markus Ramers und Wirtschaftsförderin Iris Poth gemeinsam mit Fabian Köster-Schmücker von der Struktur- und Wirtschaftsförderung des Kreises Euskirchen sowie Christian Habrich, Wirtschaftsförderer der Stadt Mechernich, ein Bild. Empfangen wurde die Delegation von Geschäftsführer Michael Milde sowie Thomas Simons aus dem Vertrieb, Produktionsleiter Bernd Walber und Ausbildungsleiterin Sonja Faßbender.

Zu Besuch bei der Deutschen Mechatronics GmbH in Mechernich: (hinten v. l.) Bernd Walber, Christian Habrich, Fabian Köster-Schmücker und Thomas Simons. Vorne, von links: Michael Milde, Landrat Markus Ramers, Iris Poth und Sonja Faßbender.
Zu Besuch bei der Deutschen Mechatronics GmbH in Mechernich: (hinten v. l.) Bernd Walber, Christian Habrich, Fabian Köster-Schmücker und Thomas Simons. Vorne, von links: Michael Milde, Landrat Markus Ramers, Iris Poth und Sonja Faßbender.

Die Deutsche Mechatronics GmbH begleitet anspruchsvolle Projekte von der ersten Idee über die Entwicklung und das Prototyping bis hin zur Serienproduktion. Zu den Kernkompetenzen gehören Mechanik, Elektronik, Softwareentwicklung, Industrial Engineering sowie Qualitäts- und Supply-Chain-Management. Entsprechend breit ist das Spektrum der Einsatzbereiche: In Mechernich entstehen unter anderem Lösungen für Medizin- und Labortechnik, Messtechnik, Schaltschränke, Automaten, Energietechnik, Datencenter und E-Mobilität.

80-jähriges Firmenjubiläum im kommenden Jahr

Dabei blickt das Unternehmen auf eine lange Geschichte zurück. Gegründet wurde der Betrieb 1947 zunächst als Reparaturwerkstatt für Transformatoren. Heute ist daraus ein breit aufgestellter Systemanbieter geworden, der rund 300 Mitarbeitende am Standort Mechernich beschäftigt und zur internationalen TRI STAR Group mit Hauptsitz in Shanghai gehört. 2027 steht für Deutsche Mechatronics ein besonderes Datum an: Das Unternehmen kann dann auf 80 Jahre Firmengeschichte zurückblicken.

Landrat Markus Ramers zeigte sich bei dem Besuch beeindruckt von der Vielfalt des Standorts: „Die Deutsche Mechatronics GmbH ist ein starkes Beispiel dafür, welche industrielle Kompetenz im Kreis Euskirchen steckt. Hier werden hochspezialisierte Lösungen entwickelt und gefertigt, die weltweit gefragt sind, und das mit einem klaren Bekenntnis zum Standort Mechernich.“

Beim Rundgang wurde deutlich, wie eng Konstruktion, Blechproduktion, Montage, Elektronik und kundenspezifische Entwicklung ineinandergreifen. Deutsche Mechatronics verkaufe nicht etwa Produkte von der Stange, sondern vor allem Entwicklungs- und Fertigungsleistungen, die gemeinsam mit den Kunden passgenau erarbeitet würden, heißt es in der Pressemitteilung der Kreisverwaltung. Genau diese Verbindung aus Ingenieurwissen, Produktionsnähe, Erfahrung und Flexibilität mache das Unternehmen zu einem wichtigen industriellen Akteur im Kreis Euskirchen.

Ausbildung und Fachkräftesicherung

Auch Wirtschaftsförderin Iris Poth hob die Bedeutung des Betriebs für die Region hervor: „Unternehmen wie die Deutsche Mechatronics zeigen, wie wertvoll industrielle Arbeitsplätze, technisches Know-how und Ausbildungsmöglichkeiten für unseren Wirtschaftsstandort sind. Als Kreis wollen wir Betriebe dabei unterstützen, Fachkräfte zu gewinnen, junge Menschen für technische Berufe zu begeistern und die Rahmenbedingungen für den Mittelstand weiter zu verbessern.“

Im Gespräch ging es deshalb nicht nur um Technik und Unternehmensentwicklung, sondern auch um aktuelle Herausforderungen. Themen waren unter anderem Fachkräftesicherung, Ausbildung, bürokratische Anforderungen an den Mittelstand und Infrastrukturfragen. Deutsche Mechatronics bildet unter anderem Industriekaufleute, Mechatronikerinnen und Mechatroniker, Logistikerinnen und Logistiker, Industriemechanikerinnen und Industriemechaniker sowie Technische Produktdesignerinnen und Produktdesigner aus.

Geschäftsführer Michael Milde machte deutlich, wie wichtig Nachwuchs und qualifizierte Fachkräfte für die Zukunft des Unternehmens sind: „Wir brauchen auch künftig junge Menschen, die Lust auf Technik, Produktion und Entwicklung haben. Viele unserer Lösungen entstehen im engen Austausch mit den Kunden. Dafür benötigen wir Fachkräfte, die mitdenken, anpacken und gemeinsam mit uns neue Wege gehen.“

Der Besuch zeigte eindrucksvoll, dass im Kreis Euskirchen Produkte, Systeme und Lösungen mit internationaler Bedeutung entstehen, still und abseits der öffentlichen Aufmerksamkeit. – Dafür mit dem weltweit anerkannten Gütesiegel: „Made in Mechernich“.

                                                                            pp/Agentur ProfiPress