Kommernerin Hannah Märzke und Kira Grohs aus Zülpich gehörten beim Song Contest „Dein Song für EINE WELT!“ zu den fünf besten Acts – Emotionale Pop-Ballade über Gleichberechtigung und Zusammenhalt – 1000 Euro, Studioaufnahme und eine Geburtstagsfeier in Berlin
Mechernich-Kommern – Dieser „Gegenwind“ hat sie weit gebracht: Hannah Märzke aus Kommern und Kira Grohs aus Sinzenich haben mit ihrer gleichnamigen Pop-Ballade einen bemerkenswerten Erfolg gefeiert: Aus mehr als 800 eingereichten Liedern schaffte es der selbst geschriebene Titel der beiden Musik-Studentinnen unter die fünf besten Beiträge des bundesweiten Wettbewerbs „Dein Song für EINE WELT!“.
Damit ging es für das talentierte Duo aus dem Kreis Euskirchen, das beim Wettbewerb für seinen gemeinsamen Studienort Köln antrat, zum großen Finale des bekannten Contests für junge Singer/Songwriter nach Berlin. Dort präsentierten Hannah und Kira „Gegenwind“ live vor Publikum und einer Fachjury. Der Titel des neuen EINE WELT-Songs ging schließlich an das „ROCKYTRIO“ aus Frankfurt, doch mit ihrem Platz in den Top Fünf hatten sich Hannah und Kira eine professionelle Studioproduktion, 1000 Euro Preisgeld und einen festen Platz auf dem EINE WELT-Album Vol. 6 gesichert. Plus: die Einladung zur Bundespreisverleihung des Schulwettbewerbs im Juni auf dem GLS-Campus in Berlin – zufällig am Vorabend von Ex-GAT-Schülerin Hannahs 24. Geburtstag. Für die beiden Studentinnen „ein absolut unvergesslicher Moment!“

Der Song Contest wird alle zwei Jahre von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung veranstaltet. Er lädt junge Menschen zwischen zehn und 25 Jahren dazu ein, mit eigenen Liedern auf globale Herausforderungen aufmerksam zu machen. „Diese vordere Platzierung ist für uns unfassbar wichtig, weil sie bedeutet, dass unsere Botschaft, die wir mit ‚Gegenwind‘ in die Welt senden wollten, auch gehört wird“, freut sich Hannah Märzke.
Ein Song mit Haltung
„Gegenwind“ ist keine laute Nummer, sondern eine gefühlvolle Pop-Ballade, die genau hinhört. Hannah und Kira erzählen darin von Menschen, die wegen ihres Geschlechts, ihrer Identität oder ihrer sexuellen Orientierung ausgebremst, übersehen oder bedroht werden. Von einer Frau, der eine Beförderung nicht zugetraut wird, weil sie Kinder hat. Von einem Mädchen, das nicht sicher zur Schule gehen kann. Von zwei Frauen, die sich aus Angst nicht öffentlich küssen, und von Männern, die gelernt haben, ihre Traurigkeit zu verstecken.
Die jungen Frauen haben sich darin sehr bewusst mit einem Thema auseinandergesetzt, das überall auf der Welt anzutreffen ist: Diskriminierung. „Kira und ich haben beim Schreiben des Songs erst mal gemerkt, wieviel Redebedarf wir selbst zu den Themen Gleichberechtigung und Geschlechtergerechtigkeit hatten“, erinnert sich Hannah an den Entstehungsprozess. „Die Ungerechtigkeit fängt ja schon an, wenn ich meiner Freundin nachts auf dem Heimweg aus Angst meinen Standort schicke ...“

Für Hannah Märzke (rechts) ist die Bühne kein Neuland. Schon als Schülerin machte die Kommernerin mit ihrer Stimme auf sich aufmerksam. So sang sie unter anderem in verschiedenen Formationen des Gymnasiums Am Turmhof mit. Auch Kira Grohs (mit Gitarre) aus Sinzenich singt und textet seit vielen Jahren. Foto: Roy von Elbberg/Engagement Global/pp/Agentur ProfiPress
Folglich bleibt es in Hannahs und Kiras Song nicht bei der Beschreibung von Ungerechtigkeit. „Gegenwind“ stehe auch für den Mut, Widerstände nicht einfach hinzunehmen, betonen die Studentinnen. „Solange sich auch nur eine Person ausgeschlossen, eingeschränkt oder zu ängstlich fühlt, sie selbst zu sein, dürfen wir nicht aufhören, diesen Menschen zuzuhören!“ Der Refrain ruft darum zu Mitgefühl, Zivilcourage und gemeinsamem Handeln auf: „Weil erst ein Wir beginnt, wenn Distanz zerrinnt“. Eine klare Botschaft, verpackt in eine Melodie, die hängen bleibt.
Die Jury überzeugte diese Mischung aus musikalischem Gefühl und inhaltlicher Tiefe. Ein unabhängiges Gremium aus Fachleuten der Bereiche Musik, Medien, Bildung und Entwicklungszusammenarbeit hatte zunächst 15 Songs für das neue Album ausgewählt. „Gegenwind“ gehörte überdies zu den fünf Stücken, die im Berliner Finale um den Gesamtsieg antreten durften.
In Kommern keine Unbekannte
Für Hannah Märzke ist die große Bühne kein Neuland. Schon als Schülerin machte die Kommernerin mit ihrer Stimme auf sich aufmerksam. Sie sang unter anderem in verschiedenen Formationen des Gymnasiums Am Turmhof und stand nach der Flutkatastrophe 2021 gemeinsam mit Max Goedecke beim großen Benefizkonzert auf dem Kommerner Arenbergplatz auf der Bühne. Rund 1000 Menschen erlebten damals den musikalischen Neustart nach den schweren Tagen des Hochwassers. Gerade hat die junge Sängerin ihren brandneuen Solo-Titel „Just a boy“ veröffentlicht.
Auch Kira Grohs bringt reichlich Erfahrung als Singer-Songwriterin mit. Die in Sinzenich aufgewachsene Musikerin schreibt deutschsprachige Lieder, begleitet sich meist selbst auf der Gitarre und veröffentlichte 2024 ihre erste eigene EP „Überwintern“. Ihre Songs handeln häufig vom Erwachsenwerden, von Beziehungen und davon, seinen eigenen Weg zu finden. (www.instagram.com/kirasmusik )
Für „Gegenwind“ gingen die Freundinnen gemeinsam ins Studio der Kreuzberger Musikalischen Aktion in Berlin. Begleitet von erfahrenen Coaches konnten sie ihren Finalsong dort unter professionellen Bedingungen neu aufnehmen. Das Ergebnis ist seit Juni auf dem EINE WELT-Album Vol. 6 zu hören, das kostenlos heruntergeladen, als CD bestellt oder über die gängigen Streamingdienste angehört werden kann. Auf der Seite www.eineweltsong.de ist es außerdem jederzeit möglich, in den Song reinzuhören.
Wer mehr über Hannah Märzke aus Kommern wissen möchte oder sich für Ihre Popsongs und Balladen interessiert, findet entsprechende Links auf ihrer Homepage www.hannah-sings.de und ihrem Social-Media-Kanal www.instagram.com/hannahsmessages .
pp/Agentur ProfiPress
07/17/2026
