Sina Malcherek berichtete in der Lokalzeit aus Aachen über ihr Ehrenamt als „Junior-Smile-Sprachpatin“ an der Mechernicher Gesamtschule – Sie begleitet ein Mädchen aus der Ukraine
Mechernich/Aachen – Einmal in der Woche ist da diese eine Stunde, in der Sprache mehr ist als Grammatik, Vokabeln und Satzbau. Dann treffen sich Sina Malcherek und eine Sechstklässlerin aus der Ukraine an der Gesamtschule Mechernich. Sie reden, spielen, lachen, erzählen sich vom Alltag – und ganz nebenbei wächst dabei etwas, das weit über reine Sprachförderung hinausgeht: Vertrauen.
Über dieses besondere Ehrenamt hat Sina, Schülerin der Q2, vor kurzem als Studiogast in der Lokalzeit aus Aachen der Moderatorin Jennifer Jeromin berichtet. Smile steht für „Sprachbildung mit individuellem Lernerfolg“ und ist ein Programm, das vom Kommunalen Bildungs- und Integrationszentrum des Kreises Euskirchen (KoBiZ) angeboten wird.

„Wie eine große Schwester“
Sina Malcherek ist eine von derzeit 15 Sprachpatinnen an der Gesamtschule, die Kinder aus den Sprachförderkursen unterstützen. Ihre Entscheidung, sich zu engagieren, fiel schnell. Nachdem sie ihre Deutschlehrerin darauf angesprochen hatte, war für sie klar: Da möchte sie mitmachen.
Seit rund einem Jahr begleitet sie nun eine Sechstklässlerin, die vor dem russischen Angriffskrieg aus der Ukraine fliehen musste. Schon beim ersten Treffen hätten beide gemerkt, dass sie gut miteinander auskommen. „Wir sind beide sehr kommunikativ“, berichtete Sina in der Sendung. Seitdem verbringen die beiden jede Woche eine Stunde miteinander. Dass daraus längst mehr geworden ist als nur schulische Unterstützung, zeigt sich auch daran, dass sie sich selbst jetzt noch regelmäßig treffen – obwohl Sina mitten in der Abiturphase steckt.
Für ihr Patenkind sei sie inzwischen schon so etwas „wie eine große Schwester“. Gerade deshalb möchte die Patin die Treffen nicht einfach ausfallen lassen. Auf die Frage der Moderatorin, warum sie dieses Ehrenamt übernehme, antwortete die Schülerin: „Mir ist wichtig, dass Schüler Schülern helfen.“ Viel Aufwand sei das nicht, früher habe sie die Treffen einfach in ihre Freistunden gelegt. Auch grundsätzlich sei ihr wichtig, „dass Menschen einander helfen“. Diese Haltung hinterließ nicht nur bei der Moderatorin der „Lokalzeit aus Aachen“ bleibenden Eindruck.

Kinder nicht allein lassen
Vorbereitet werden die Junior-Smile-Patinnen und -Paten durch ein erstes Kennenlernen und einen Workshop, den das KoBiZ an der Schule durchführt. Dort erhalten die Jugendlichen Anregungen, wie eine Smile-Patenstunde gestaltet werden kann. Außerdem steht ihnen eine Kiste mit Sprachspielen zur Verfügung, aus der sie sich jederzeit bedienen können – damit die Kinder nicht nur Wörter lernen, sondern ganz automatisch ins Erzählen kommen.
Neben den Junior-Smile-Patinnen und -Paten aus der Oberstufe engagieren sich an der Gesamtschule derzeit auch zwei externe Patinnen und -Paten. Gemeinsam tragen sie dazu bei, dass Kinder, die die schwere Sprache Deutsch lernen, nicht allein vor dieser Hercules-Aufgabe stehen. So zeigt unter anderem Sina Malcherek auf besonders eindrucksvolle Weise, wie viel dabei nur eine Stunde pro Woche bewirken kann…
Ansehen kann man sich den Beitrag in der WDR-Mediathek unter https://www.ardmediathek.de/video/lokalzeit-aus-aachen/wdr-lokalzeit-aus-aachen-oder-15-05-2026/wdr-aachen/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtYTRmOThkYzUtZWZlYi00YWJkLTg3ZDQtYmE5ZDE2ZDlmYzIx.
pp/Agentur ProfiPress
05/22/2026
