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Manfred Lang

05/11/2026

„Ein Band, das niemals reißt“

Familiengottesdienst zum Muttertag beschäftigte sich mit  strapazierfähiger Verbindung zwischen Menschen und Gott – Am Ende weiße Bänder in jenes Apfelbäumchen gebunden, das der Familienmesskreis vor drei Jahren gepflanzt hatte

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Familiengottesdienst zum Muttertag beschäftigte sich mit  strapazierfähiger Verbindung zwischen Menschen und Gott – Am Ende weiße Bänder in jenes Apfelbäumchen gebunden, das der Familienmesskreis vor drei Jahren gepflanzt hatte

Mechernich – „Hast Du mich auch noch lieb, wenn ich mein Zimmer nicht aufräume?“, wollte das kleine Mädchen von seiner Mutter wissen. „Ich liebe das Chaos zwar nicht, aber Dich mag ich trotzdem noch“, versicherte die Mama. „Und wenn ich schlechte Noten nach Hause bringe, bockig und schlecht gelaunt bin und die Türen zuschlage?“

Gleich zu Beginn trugen die Messdiener ein großes Paket aus der Sakristei in die Kirche. Das habe der „Amazon-Muttertags-Sonderkuriert“ für alle Gottesdienstbesucher abgeliefert, so Agnes Peters vom Familienmesskreis. Es enthielt weiße Bänder, für jeden eines. Die Bänder waren das Symbol für die Verbindung zwischen Müttern und Kindern sowie zwischen Gott und Menschen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Gleich zu Beginn trugen die Messdiener ein großes Paket aus der Sakristei in die Kirche. Das habe der „Amazon-Muttertags-Sonderkurier“ für alle Gottesdienstbesucher abgeliefert, so Agnes Peters vom Familienmesskreis. Es enthielt weiße Bänder, für jeden eines. Die Bänder waren das Symbol für die Verbindung zwischen Müttern und Kindern sowie zwischen Gott und Menschen. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Auch dann, erfuhren die Besucher des Mechernicher Familiengottesdienstes an Muttertag, lieben Eltern ihre Kinder noch immer. Wie auch Gott jeden einzelnen Menschen nicht fallen lässt, falls er sich moralisch verfehlt. Als Beispiel wurde das Evangelium vom barmherzigen Vater und seinen Söhnen verkündet. Der eine verprasst das Erbe, der andere enttäuscht seinen Vater, indem er eifersüchtig ist, als der Barmherzige den vorgeblich „verlorenen“ Bruder wieder aufnimmt.

Jeder hat ein Ende in der Hand

„Es ist gerade so, als seien wir durch ein unsichtbares Band verbunden“, hieß es gleich zu Beginn der Heiligen Messe, die vom Familienmesskreis vorbereitet worden war, von Pfarrer George Stephen Rayappan Packiam zelebriert und von Erik Arndt an Orgel und Klavier sowie mit seinem Kinderchor musikalisch begleitet wurde.

Die Heilige Messe am Muttertag in der Mechernicher Pfarrkirche St. Johannes Baptist war gut besucht. Sier wurde vom Familienmesskreis vorbereitet, von Pfarrer George Stephen Rayappan Packiam zelebriert und von Erik Arndt an Orgel und Klavier begleitet. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Die Heilige Messe am Muttertag in der Mechernicher Pfarrkirche St. Johannes Baptist war gut besucht. Sier wurde vom Familienmesskreis vorbereitet, von Pfarrer George Stephen Rayappan Packiam zelebriert und von Erik Arndt an Orgel und Klavier begleitet. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

„Das Band der Liebe, von dem jeder ein Ende in der Hand hat und das uns zusammenhält, wird zwar manchmal ganz schön überdehnt und strapaziert“, sagt die Mutter in dem von Mirel und Pamela vorgetragenen Frage-Antwort-Spiel ihrem Kind, „aber es ist so stark, dass es niemals reißt. Ich halte mein Ende ganz fest in der Hand und warte darauf, dass Du am Band wieder zu mir zurückfindest.“

Am Schluss der Eucharistiefeier bekamen alle Gottesdienstbesucher ein helles Band. Das banden sie in die Äste eines Apfelbäumchens, das der Familienmesskreis vor drei Jahren auf die Wiese vor der Pfarrkirche St. Johannes Baptist gepflanzt hatte. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Am Schluss der Eucharistiefeier bekamen alle Gottesdienstbesucher ein helles Band. Das banden sie in die Äste eines Apfelbäumchens, das der Familienmesskreis vor drei Jahren auf die Wiese vor der Pfarrkirche St. Johannes Baptist gepflanzt hatte. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Statt der Lesung erzählte Elias der Gemeinde die Geschichte eines jungen Mannes, der seine Familie vor Jahren im Streit verlassen hatte. Falls sie ihm verzeihen wollten, hatte er ihnen geschrieben, sollten sie als Zeichen ein weißes Band in den Apfelbaum am Elternhaus hängen, dann würde er wieder nach Hause kommen. Wenn sie ihm nicht verzeihen wollten, sollten sie gar nichts machen, auch das werde er erkennen und im Zug sitzenbleiben und weiterfahren.

Geduld, Nachsicht, Trost und Zuversicht

Als sich der Zug dem Heimatort näherte, sah der junge Mann schon von weitem den Aprilbaum voller weißer Bänder. „Vom gleichen Augenblick an war alle Traurigkeit von ihm genommen und er lachte und lachte und war überglücklich“, trug Elisas vor. Der Kinderchor sang dazu „Alle Knospen springen auf“.

Elisas erzählte die Geschichte eines jungen Mannes, der sich mit seiner Familie entzweit hatte. Doch die signalisierte ihm mit weißen Bändern im Apfelbaum, dass er in Frieden wieder willkommen sei. Der Kinderchor sang dazu „Alle Knospen springen auf“. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Elisas erzählte die Geschichte eines jungen Mannes, der sich mit seiner Familie entzweit hatte. Doch die signalisierte ihm mit weißen Bändern im Apfelbaum, dass er in Frieden wieder willkommen sei. Der Kinderchor sang dazu „Alle Knospen springen auf“. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

In den Fürbitten legten Leonie und Paulina stellvertretend für die ganze Gemeinde Fürsprache ein für die Mütter und alle Familienangehörigen aller Generationen. Die beiden baten um Geduld, Nachsicht, Trost und Zuversicht und für eine Perspektive der Liebe und Seligkeit, die über das biologische Ende unserer Existenz hinausweist.


Vor der Kirche servierten Agnes Peters (hinten, von rechts), Claudia Simon und Sandra Ottersbach vom Familienmesskreis Sekt und Saft. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Am Schluss der Eucharistiefeier bekamen alle Gottesdienstbesucher ein helles Band. Das banden sie in die Äste eines Apfelbäumchens, das der Familienmesskreis vor drei Jahren auf die Wiese vor der Pfarrkirche St. Johannes Baptist gepflanzt hatte. Dazu servierten Agnes Peters, Claudia Simon und Sandra Ottersbach vom Familienmesskreis Sekt und Saft.

Die Gottesdienstbesucher waren begeistert. Das liturgische Geschehen wurde wiederholt von ihrem Applaus unterbrochen.

Sandra Ottersbach, Claudia Simon und Agnes Peters (v.l.) vom Familienmesskreis der Pfarre St. Johannes Baptist eröffneten den Gottesdienst zum Muttertag 2026, im Hintergrund Pfarrer George Stephen Rayappan Packiam und die Messdiener. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress

Sandra Ottersbach, Claudia Simon und Agnes Peters (v.l.) vom Familienmesskreis der Pfarre St. Johannes Baptist eröffneten den Gottesdienst zum Muttertag 2026, im Hintergrund Pfarrer George Stephen Rayappan Packiam und die Messdiener. Foto: Manfred Lang/pp/Agentur ProfiPress
Bereits morgens hatte der Familienmesskreis zum Muttertagsfrühstück ins Johanneshaus eingeladen. Etwa 30 Frauen aus dem Mechernicher Seniorenclub, indische Schwesternschülerinnen sowie Familien mit Kindern nahmen teil. „Ein sehr harmonischer Start in den Muttertag“, so Agnes Peters, eine der Organisatorinnen. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

Bereits morgens hatte der Familienmesskreis zum Muttertagsfrühstück ins Johanneshaus eingeladen. Etwa 30 Frauen aus dem Mechernicher Seniorenclub, indische Schwesternschülerinnen sowie Familien mit Kindern nahmen teil. „Ein sehr harmonischer Start in den Muttertag“, so Agnes Peters, eine der Organisatorinnen. Foto: Privat/pp/Agentur ProfiPress

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