Wonach suchen Sie

Ronald Larmann

07/22/2026

591.000 Euro für starke Dörfer

NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen überreicht im Mechernicher Rathaus Förderbescheide für Antweiler, Harzheim und Schaven – Dorfplatz und Gemeinschaftshäuser sollen Zusammenhalt stärken

NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen überreicht im Mechernicher Rathaus Förderbescheide für Antweiler, Harzheim und Schaven – Dorfplatz und Gemeinschaftshäuser sollen Zusammenhalt stärken

Mechernich – Gleich drei Mechernicher Projekte zur Stärkung des ländlichen Raums haben jetzt Rückenwind aus Düsseldorf erhalten: NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen überreichte im Rathaus Förderbescheide über insgesamt 591.000 Euro. Gefördert werden die Neugestaltung des Dorfplatzes in Antweiler (91.788,33 Euro) sowie die künftigen Dorfgemeinschaftshäuser in Harzheim und Schaven (jeweils 250.000 Euro). Die Mittel stammen aus dem Programm „Struktur- und Dorfentwicklung“ des Landes Nordrhein-Westfalen.

Empfangen wurde die Ministerin von Mechernichs Erstem Beigeordneten Thomas Hambach. Neben Landtagsabgeordnetem Klaus Voussem nahmen Vertreter der Bezirksregierung Köln, Ortsbürgermeister, Mitglieder der Dorfgemeinschaften sowie Vertreter der Kommunalpolitik an der Bescheidübergabe teil. Mit dabei waren Sonja Jorzig, Dezernentin für Integrierte ländliche Entwicklung bei der Bezirksregierung Köln, Martina Schröder-Bresgen von der Dorfgemeinschaft Harzheim, Philipp Jäntgen, Vorsitzender des Ortskartells Antweiler, sowie Anne-Katrin Heißler, Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Schaven.

NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen überreichte in Mechernich Förderbescheide über insgesamt 591.000 Euro für Projekte in Antweiler, Harzheim und Schaven. Gemeinsam mit Vertretern der Stadt, der Bezirksregierung, der Politik und der Dorfgemeinschaften stellte sie die Förderung für die drei Vorhaben vor. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress
NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen überreichte in Mechernich Förderbescheide über insgesamt 591.000 Euro für Projekte in Antweiler, Harzheim und Schaven. Gemeinsam mit Vertretern der Stadt, der Bezirksregierung, der Politik und der Dorfgemeinschaften stellte sie die Förderung für die drei Vorhaben vor. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress

„Der Besuch ist ein starkes Signal für die Zukunft unseres ländlichen Raums“, betonte Thomas Hambach. Mechernich sei mit seinen mittlerweile mehr als 30.000 Einwohnern und 44 Ortschaften eine stark ländlich geprägte Stadt. „Gerade in den Dörfern werden Brauchtum, Kultur und gesellschaftlicher Zusammenhalt gelebt.“ Deshalb verfolge die Stadt das langfristige Ziel, möglichst in jedem Ort Begegnungsstätten und Treffpunkte für die Dorfgemeinschaft zu schaffen.

Gemeinsam verfolgten Manuela Holtmeier (v.l.), persönliche Referentin des Mechernicher Bürgermeisters, der Erste Beigeordnete Thomas Hambach, Ministerin Silke Gorißen und der Landtagsabgeordnete Klaus Voussem die Vorstellung der drei Förderprojekte für Antweiler, Harzheim und Schaven. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress
Gemeinsam verfolgten Manuela Holtmeier (v.l.), persönliche Referentin des Mechernicher Bürgermeisters, der Erste Beigeordnete Thomas Hambach, Ministerin Silke Gorißen und der Landtagsabgeordnete Klaus Voussem die Vorstellung der drei Förderprojekte für Antweiler, Harzheim und Schaven. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress

Die jetzt bewilligten Fördermittel seien dafür ein weiterer wichtiger Baustein. In Antweiler entstehe ein neuer Dorfplatz als Treffpunkt für Jung und Alt. In Harzheim werde das ehemalige Pfarrheim zu einem modernen Dorfgemeinschaftshaus erweitert und saniert. In Schaven soll ein historisches Wohnhaus unter Erhalt denkmalgeschützter Bausubstanz zu einem neuen Dorfmittelpunkt umgebaut werden.

Orte der Begegnung

Ministerin Silke Gorißen hob hervor, dass solche Projekte weit über reine Baumaßnahmen hinausgingen. „Gerade heute sind diese Orte besonders wichtig: Plätze, an denen Dorfgemeinschaften zusammenkommen können“, sagte sie. Ebenso entscheidend sei für sie, dass die Ideen nicht in Düsseldorf entstünden, sondern vor Ort entwickelt würden: „Wir wollen den Menschen die Freiheit geben, ihre eigenen Projekte zu entwickeln und umzusetzen.“

Die Ministerin würdigte zugleich das große ehrenamtliche Engagement in den Dörfern: „Verwaltung und Ehrenamt ergänzen sich hier auf vorbildliche Weise. Da fließen unzählige Stunden und ganz viel Herzblut hinein.“ In Nordrhein-Westfalen würden in diesem Jahr insgesamt 196 Projekte mit rund 21 Millionen Euro gefördert und dadurch Investitionen von insgesamt 44 Millionen Euro ausgelöst.

Sonja Jorzig von der Bezirksregierung Köln betonte bei der Übergabe der Förderbescheide die enge Zusammenarbeit zwischen Land, Bewilligungsbehörde und Kommune. Fördermittel entfalteten ihre Wirkung dort, „wo sie den größten Nutzen für die Menschen vor Ort haben“. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress
Sonja Jorzig von der Bezirksregierung Köln betonte bei der Übergabe der Förderbescheide die enge Zusammenarbeit zwischen Land, Bewilligungsbehörde und Kommune. Fördermittel entfalteten ihre Wirkung dort, „wo sie den größten Nutzen für die Menschen vor Ort haben“. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress

Anschließend stellte Fachbereichsleiter Christoph Breuer die drei Bauvorhaben im Detail vor. Besonders Harzheim habe durch die Schließung der letzten Gaststätte einen wichtigen Treffpunkt verloren. Mit dem Umbau des ehemaligen Pfarrheims solle ein neuer Mittelpunkt für Vereine und Dorfgemeinschaft entstehen. Dafür werde das bestehende Gebäude um einen modernen Versammlungsraum erweitert und umfassend saniert.

In Schaven setzt die Stadt bewusst auf den Erhalt vorhandener Bausubstanz. Das historische Wohnhaus im Ortskern soll kernsaniert und durch einen Innenhof ergänzt werden. „Aus alt mach neu – und am besten noch mehr“, griff Ministerin Gorißen das Konzept auf und lobte die nachhaltige Nutzung bestehender Gebäude.

Für Antweiler erläuterte Breuer die geplante Neugestaltung des Dorfplatzes mit neuer Pflasterfläche, großzügiger Begrünung, Pavillon, Sitzgelegenheiten sowie einem Maibaumständer als Mittelpunkt für Veranstaltungen und das Dorfleben.

Gemeinsam anpacken

Dass die Projekte nur gemeinsam gelingen, machten mehrere Redner deutlich. „Geld allein bewegt noch nichts. Es braucht Menschen, die anpacken“, sagte Thomas Hambach. Die Umsetzung erfolge deshalb stets in enger Abstimmung mit den Dorfgemeinschaften. Wo immer möglich, würden Eigenleistungen eingebracht. Das stärke die Identifikation mit den Projekten und sorge dafür, dass die neuen Treffpunkte dauerhaft gepflegt würden.

Auch Landtagsabgeordneter Klaus Voussem unterstrich den Wert der Förderung: Jeder investierte Euro werde durch ehrenamtliche Arbeit und den Einsatz örtlicher Unternehmen vielfach ergänzt. Gerade die Weiterverwendung historischer Gebäude schaffe Orte, die über Jahrzehnte das Dorfleben prägten.

Fachbereichsleiter Christoph Breuer stellte die drei geförderten Projekte im Detail vor und erläuterte die Planungen für die Dorfgemeinschaftshäuser in Harzheim und Schaven sowie die Neugestaltung des Dorfplatzes in Antweiler. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress
Fachbereichsleiter Christoph Breuer stellte die drei geförderten Projekte im Detail vor und erläuterte die Planungen für die Dorfgemeinschaftshäuser in Harzheim und Schaven sowie die Neugestaltung des Dorfplatzes in Antweiler. Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress

Auch Sonja Jorzig hob die Bedeutung der Zusammenarbeit hervor. Förderprogramme könnten nur dann erfolgreich umgesetzt werden, wenn alle Beteiligten eng zusammenarbeiteten und die Projektideen von engagierten Menschen vor Ort mit Leben gefüllt würden. „Fördermittel entfalten ihre Wirkung nicht auf dem Papier, sondern dort, wo sie den größten Nutzen für die Menschen vor Ort haben“, sagte sie.

Für die Ortschaft Antweiler bedankte sich Ortsbürgermeister Horst Sielaff ausdrücklich bei allen Beteiligten: „Im Namen von Antweiler möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Es steckt sehr viel Vorarbeit in diesem Projekt. Umso mehr freuen wir uns, dass wir nun mit der Umsetzung beginnen können.“

pp/Agentur ProfiPress