K 58 zwischen Harzheim und Eiserfey nach umfangreichem Ausbau wieder freigegeben – Rund 2,7 Millionen Euro investiert – Mehr Sicherheit, Hochwasserschutz und keine Anwohnerbeiträge
Mechernich-Eiserfey – Gut, dass sie wieder frei ist. Ein Traktor nach dem anderen flitzte am Mittwochmittag über die K 58. – Erntezeit eben. Und zugleich ein passendes Bild für das, was die erneuerte Kreisstraße zwischen Harzheim und Eiserfey künftig wieder leisten soll: Menschen und Orte zuverlässig miteinander verbinden.

Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit wurde die Strecke im Rahmen eines offiziellen Termins am Mittwoch feierlich freigegeben. Rund 2,7 Millionen Euro sind in die umfassende Erneuerung der K 58 geflossen. 75 Prozent kamen in Form von Fördergeldern vom Land, 290 000 Euro steuerten die Stadtwerke Mechernich bei, die in neue Trinkwasserleitungen investierte – ohne die Anwohner zu belasten.

„Oberstes Ziel war es, die Straße sicherer zu machen. Das ist gelungen“, betonte Achim Blindert, Allgemeiner Vertreter des Landrats im Schatten des weißen Pavilliondachs. Landrat Markus Ramers lobte insbesondere die Kollaboration zwischen Kreis und Stadt: „Schön, dass wir das gemeinsam angegangen sind!“
Neben der Fahrbahndecke wurden auch Gehwege, Straßenbeleuchtung und die Trinkwasserleitung erneuert. Die Stadt Mechernich hatte sich als Partnerin an der Gemeinschaftsmaßnahme beteiligt. Wie der Erste Beigeordnete Thomas Hambach betonte, gelinge dies längst nicht immer: „Hier haben wir aber alles ganz ohne Anwohnerbeiträge gestemmt bekommen!“ Was die anwesenden Anwohnerinnen und Anwohner, Stadtratsmitglieder sowie Ortsbürgermeisterinnen und Ortsbürgermeister mit einem spontanen Applaus würdigten.

Enge stellte Planer vor Herausforderungen
Die Arbeiten hatten nach den Sommerferien 2024 begonnen. Erneuert wurde nicht nur die Ortsdurchfahrt von Eiserfey im Bereich „Am Weinberg“, sondern auch das zuvor nicht ausgebaute Teilstück zwischen Eiserfey und Harzheim. Insgesamt misst die Ausbaustrecke rund 1.200 Meter, davon entfallen etwa 310 Meter auf die Ortsdurchfahrt.
Gerade in Eiserfey stellte die räumliche Enge die Planer vor besondere Herausforderungen. Die Fahrbahn wurde dort als Mischverkehrsfläche neugestaltet: mit gepflasterten Gehbereichen an den Seiten und einer mittigen Asphaltspur. Ein Fahrbahnversatz am Ortseingang soll zudem dazu beitragen, das Tempo zu reduzieren und den Übergang in die Ortslage deutlich zu machen.

Entsprechend zufrieden war Eiserveys Ortsbürgermeister Walfried Heinen, der strahlend verkündete: „Wir haben jetzt die schönste Straße im Kreis!“ Auch die Anwohnerinnen Hilga Wolinsky und Hannelore Harperscheidt waren happy: „Endlich wieder freie Fahrt.“ Allzu schlimm waren die letzten zwei Jahre aber wohl nicht. Die Bauphase hätten sie und viele benachbarte Familien als erstaunlich unproblematisch erlebt. „Die Kommunikation mit Stadt und Baufirma war top, wir hatten nie Probleme.“
Gemeinsam geplant und umgesetzt
Nicht nur innerhalb der Ortslage wurde kräftig investiert. Die Fahrbahn des bislang nicht ausgebauten Abschnitts wurde auf eine Breite von sechs Metern erweitert und an die heutigen Anforderungen angepasst. Neue und leistungsfähigere Entwässerungseinrichtungen sollen künftig helfen, Oberflächenwasser besser abzuleiten. Ein offenes Rückhaltebecken außerhalb der Ortslage dient zusätzlich dazu, die weiterführende Entwässerung zu entlasten sowie Sedimente und Treibgut zurückzuhalten.

Der Gewässerdurchlass des Hauserbachs an der Einmündung zur L 115 wurde ebenfalls erneuert. Und: Damit die neue Fahrbahn möglichst lange ohne weitere Aufbrüche auskommt, wurde außerdem schon ein Leerrohrsystem für den späteren Glasfaserausbau verlegt. „Denken Sie dran, wenn die Telekommunikationsfirma demnächst bei Ihnen klingelt“, ermahnte Achim Blindert die Anwohner augenzwinkernd.
Witterungsbedingt hatten sich die abschließenden Asphaltarbeiten bis ins Frühjahr 2026 gezogen. Nun ist die Verbindung zwischen Harzheim und Eiserfey wieder frei – zur Freude der Menschen vor Ort und ganz offensichtlich auch der Landwirte, die zur Erntezeit nun wieder ohne Umwege unterwegs sein können.
pp/Agentur ProfiPress
06/26/2026
