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Henri Grüger

06/22/2026

Einblick in 125 Jahre Geschichte

Blick in die Nachbarschaft: Wasserverband Eifel-Rur lädt am 28. Juni zum Tag der offenen Tür in der Urfttalsperre ein

Blick in die Nachbarschaft: Wasserverband Eifel-Rur lädt am 28. Juni zum Tag der offenen Tür in der Urfttalsperre ein – Führungen durch Kontrollgang, Wasserschulmobil und Shuttle-Service ab Schwammenauel

Schleiden/Mechernich – Sie ist Bauwerk, Schutzwall, Wasserspeicher, Ausflugsziel und ein Stück Eifeler Ingenieursgeschichte: Die Urfttalsperre feiert in diesem Jahr das 125-jährige Jubiläum ihrer Grundsteinlegung. Als sie errichtet wurde, galt sie als größte Talsperre Europas. Bis heute erfüllt sie wichtige Aufgaben für die Menschen in der Region – und ist zugleich ein beliebtes Ziel für Wanderinnen und Wanderer aus nah und fern.

Anlässlich des Jubiläums öffnet der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) als Betreiber der Talsperre am Sonntag, 28. Juni, von 11 bis 16 Uhr die Tore der „Jubilarin“ in der Mechernicher Nachbarschaft. Besucherinnen und Besucher erhalten dabei die seltene Gelegenheit, das eindrucksvolle Staubauwerk nicht nur von außen zu betrachten, sondern bei fachkundigen Führungen auch sein Innenleben kennenzulernen.

Denn in der mächtigen Mauer verbirgt sich ein Kontrollgang, in dem regelmäßig wichtige Daten erfasst werden. Sie dienen der laufenden Überprüfung der Standsicherheit und zeigen, wie sorgfältig ein solches Generationenbauwerk bis heute überwacht wird. Für alle, die die Treppenstufen in den Kontrollgang nicht bewältigen können, ergänzt ein virtueller Rundgang das Angebot.

Viel erlebt

Die Urfttalsperre hat in ihrer langen Geschichte viel erlebt. Sie überstand die Bombardierung im Zweiten Weltkrieg und wurde in den Jahrzehnten danach immer wieder an die jeweils aktuellen Regeln der Technik angepasst. So kann sie bis heute ihre Aufgaben im Hochwasserschutz des Unterlaufs und bei der Bevorratung von Wasser an der Rur erfüllen. Vom Urftwasser profitiert auch die wasserintensive Industrie im Dürener Land, die dort zahlreiche Arbeitsplätze sichert.

Sie ist Bauwerk, Schutzwall, Wasserspeicher, Ausflugsziel und ein Stück Eifeler Ingenieursgeschichte: Die Urfttalsperre in der Mechernicher Nachbarschaft feiert in diesem Jahr das 125-jährige Jubiläum ihrer Grundsteinlegung. Luftbild: Wasserverband Eifel-Rur/pp/Agentur ProfiPress
Sie ist Bauwerk, Schutzwall, Wasserspeicher, Ausflugsziel und ein Stück Eifeler Ingenieursgeschichte: Die Urfttalsperre in der Mechernicher Nachbarschaft feiert in diesem Jahr das 125-jährige Jubiläum ihrer Grundsteinlegung. Luftbild: Wasserverband Eifel-Rur/pp/Agentur ProfiPress

Heute liegt die Talsperre mitten im Nationalpark Eifel. Für viele Menschen ist sie fester Bestandteil einer Wanderung, ein Ort zum Staunen, Verweilen und Durchatmen. Beim Tag der offenen Tür soll deshalb nicht nur Technik vermittelt, sondern auch die besondere Bedeutung des Bauwerks für Natur, Wasserwirtschaft und Region erlebbar werden.

Spannende Einblicke gibt es außerdem am „Wasserschulmobil“. Dort dreht sich alles um die Lebewesen in heimischen Gewässern. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Wasserverbands stehen während der Veranstaltung für Fragen rund um Wasser, Gewässerschutz und Talsperrenbetrieb zur Verfügung.

Shuttle-Service und mehr

Da die Urfttalsperre nicht mit dem Auto angefahren werden kann, richtet der WVER für die Besuchszeit einen Shuttle-Service ein. Die Busse starten vom großen Parkplatz an der Rurtalsperre in Schwammenauel und fahren im halbstündigen Takt zur Urfttalsperre und zurück. Abfahrtspunkt ist das kleine Gebäude „Alte Tankstelle“ im Zufahrtsbereich zum Parkplatz.

Alternativ kann die Talsperre auch mit den Elektrobooten der Rurseeschifffahrt aus Rurberg und Einruhr erreicht werden. Wer zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, kann die Urfttalsperre vom Kermeterparkplatz, von Rurberg entlang des Obersees der Rurtalsperre oder von Gemünd aus über die alte K7 ansteuern.

Für die Besichtigung des Kontrollgangs ist festes Schuhwerk erforderlich. Außerdem bleibt es im Inneren der Talsperre unabhängig von den Außentemperaturen gleichbleibend kühl. Ein wärmendes Kleidungsstück wird deshalb empfohlen. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht erforderlich, sie finden fortlaufend statt.

pp/Agentur ProfiPress