Nach weiteren Messungen am Trafo zwischen Kommern und Gehn: Betreiber beauftragt kurzfristige Übergangslösung mit massiven Betonblöcken – Dauerhafte Schallschutzwand wird geplant – Stadt Mechernich begrüßt das Vorgehen ausdrücklich
Mechernich-Kommern/Gehn – Beim Brummen des Transformators am Umspannwerk zwischen Kommern und Gehn ist weitere Abhilfe auf dem Weg. Nach einer weitergehenden Messung hat die Betreibergesellschaft umgehend die Installation einer Schallschutzwand aus sogenannten Legiosteinen als Übergangslösung beauftragt. Die massiven Betonblöcke greifen ähnlich wie Bausteine ineinander und können deshalb vergleichsweise schnell zu stabilen Wänden zusammengesetzt werden. Der dafür erforderliche Untergrund wurde bereits vorbereitet und eingeebnet. Die Installation der Steine beginnt am heutigen Donnerstag, 18. Juni, und soll zeitnah abgeschlossen werden.
Damit soll kurzfristig eine spürbare Verbesserung für die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner erreicht werden. Parallel dazu läuft die Planung für eine dauerhafte Schallschutzlösung. „Im Nachgang zu einer weitergehenden Messung wurde die Installation einer Schallschutzwand aus Legiosteinen als Übergangslösung umgehend beauftragt“, erklärt Guido Beckers, Geschäftsführer der BMR energy solutions GmbH. BMR agiert als Planer und Ingenieurunternehmen für den Betreiber des Trafos. Das Unternehmen habe die Rückmeldungen aus der Bevölkerung ernst genommen und arbeite weiterhin mit Hochdruck daran, die Geräuschentwicklung nachhaltig zu reduzieren.

Bereits im Mai hatten sich Vertreter von BMR, Stadtverwaltung und Bauamt vor Ort ein Bild der Lage gemacht. Seit der Inbetriebnahme des Transformators waren bei Stadt und Kreisverwaltung Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Die Geräusche werden von Betroffenen als störend empfunden. Bürgermeister Michael Fingel hatte damals betont, der aktuelle Zustand könne so nicht bleiben. Die Stadt wolle den Prozess aufmerksam begleiten und im rechtlich möglichen Rahmen schnelle und unbürokratische Entscheidungen unterstützen.
Dauerhafte Wand soll Trafo komplett umschließen
Neben der kurzfristigen Übergangslösung wurde auf Basis der letzten Messung auch die Planung einer dauerhaften Schallschutzwand bei einem darauf spezialisierten Unternehmen beauftragt. Diese Planung soll nach Angaben von Guido Beckers noch in dieser Woche abgeschlossen werden, inklusive der erforderlichen Statik.
„Die Schallschutzwand wird den Trafo komplett umschließen“, erläutert Beckers. Im Inneren der Wand solle der Schall durch speziell auf die Charakteristik der Geräusche angepasstes Material aufgenommen und deutlich reduziert werden. Ziel sei eine fachlich belastbare, dauerhafte Lösung, die nicht nur provisorisch wirke, sondern die Ursache der Belastung wirksam angehe.

Nach Abschluss der Planung will BMR umgehend den entsprechenden Bauantrag stellen. Bei Erteilung der Baugenehmigung könne parallel die Umsetzung beauftragt werden. „Wir werden alles Erforderliche dazu beitragen, dass diese Maßnahme anschließend umgehend umgesetzt wird“, so Beckers. Zum exakten zeitlichen Verlauf sollen in der kommenden Woche weitere Informationen vorliegen.
Der Erste Beigeordnete Thomas Hambach begrüßt das Vorgehen ausdrücklich. „Wichtig ist jetzt, dass die Menschen vor Ort sehen: Es bleibt nicht bei Ankündigungen, sondern es wird konkret gehandelt“, betont Hambach. Die kurzfristige Schallschutzwand aus massiven Betonblöcken sei ein erster wichtiger Schritt, um die Situation zeitnah zu verbessern. Gleichzeitig sei es richtig, parallel eine dauerhafte und fachlich sauber geplante Lösung auf den Weg zu bringen.
Die Stadt Mechernich werde das weitere Verfahren weiterhin konstruktiv begleiten. „Wir unterstützen das Vorgehen ausdrücklich und werden unsererseits dazu beitragen, dass die erforderlichen Schritte zügig und rechtssicher bearbeitet werden können“, erklärt Hambach. Dabei müsse klar sein: „Die Anwohnerinnen und Anwohner haben ein berechtigtes Interesse daran, dass die Belastung reduziert wird. Deshalb ist es gut, dass nun kurzfristige Abhilfe und eine dauerhafte Lösung ineinandergreifen.“
Auch Guido Beckers betont, dass Transparenz und Geschwindigkeit für den Betreiber zentrale Punkte seien. Das Ziel sei, nach Planung, Statik und Genehmigung ohne vermeidbare Verzögerungen in die Umsetzung zu gehen.
pp/Agentur ProfiPress
06/18/2026

