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Henri Grüger

06/03/2026

Von Zwergen, Riesen und Abenteuern

Erlebniswanderung „Rund um die Kakushöhle“ begeisterte Wanderfreundinnen und -freunde bei bestem Wetter

Erlebniswanderung „Rund um die Kakushöhle“ begeisterte Wanderfreundinnen und -freunde bei bestem Wetter

Mechernich – „Auf den Spuren von Mythen, Sagen und Mühlen“ wandelten rund 30 Wanderfreundinnen und -freunde an einem sonnigen Tag Ende Mai. Rund neun Kilometer lang war die Erlebnis-Wanderung „Rund um die Kakushöhle“. Schon lange vorher war sie ausgebucht.

Eine Station der beliebten Erlebnis-Wanderung „Rund um die Kakushöhle“ Ende Mai war die historische Hauserbachmühle. Foto: Gabi Schumacher/pp/Agentur ProfiPress
Eine Station der beliebten Erlebnis-Wanderung „Rund um die Kakushöhle“ Ende Mai war die historische Hauserbachmühle. Foto: Gabi Schumacher/pp/Agentur ProfiPress

„Die Nachfrage war so groß, dass sich viele Nachzügler auf die Warteliste setzen lassen wollten“, erzählt Gabi Schumacher vom Fachbereich 4, Bildung, Kultur und Soziales, bei der Stadt Mechernich. Geplant und organisiert hatte sie alles mit David Rosenbaum, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Eifelverein-Ortsgruppe Mechernich.

Hier bekamen die Wanderfreundinnen und -freunde eine anschauliche Führung durch den Eigentümer Wolfgang Pütz. Foto: Kerstin Lehner/pp/Agentur ProfiPress
Hier bekamen die Wanderfreundinnen und -freunde eine anschauliche Führung durch den Eigentümer Wolfgang Pütz. Foto: Kerstin Lehner/pp/Agentur ProfiPress

Die Wanderbegeisterten, teilweise aus Weyer und Umgebung, Euskirchen, Zülpich, Düsseldorf und Aachen, wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und wanderten mit den Wanderführern der Ortsgruppe Mechernich, Michael Surbach und Niklas Krems, bei bestem Wetter an der Kakushöhle los.

Auf die Spur von Kakus dem Riesen begab man sich in der namensgebenden Höhle. Foto: Cordula Blatzheim/pp/Agentur ProfiPress
Auf die Spur von Kakus dem Riesen begab man sich in der namensgebenden Höhle. Foto: Cordula Blatzheim/pp/Agentur ProfiPress

Auf der Strecke erwarteten sie Erzählungen und Sagen um das Gebiet des Kartsteins. Die erste Sage, „Das Kartenspiel mit dem Teufel“, wurde durch Kerstin Lehner und Gabi Schumacher in den jeweiligen Gruppen am „Stein des angeblichen Geschehens“ nacherzählt. Mitsamt Hinweis auf den „Hufabdruck“, den der kreischende Teufel, nachdem er den Fels gespalten hatte, dort hinterlassen haben soll…

In der Pfarrkirche St. Cyriakus bewunderte man den vermutlich aus dem zweiten Jahrhundert nach Christus stammenden, mysteriösen „Matronenstein“. Foto: Stadt Mechernich/pp/Agentur ProfiPress
In der Pfarrkirche St. Cyriakus bewunderte man den vermutlich aus dem zweiten Jahrhundert nach Christus stammenden, mysteriösen „Matronenstein“. Foto: Stadt Mechernich/pp/Agentur ProfiPress

Hier kamen aber schon erste Einwände von einer Weyerer Anwohnerin: „Die Geschichte kenne ich aber anders. Von Dorfbewohnern, die immer hinten in der Kirche gestanden hatten…“ und schon wurden reichlich Geschichten und Nacherzählungen ausgetauscht.

Mysteriöse Steine

In Weyer angekommen, bei einem Besuch der Pfarrkirche St. Cyriakus, bewunderte man den vermutlich aus dem zweiten Jahrhundert nach Christus stammenden, mysteriösen „Matronenstein“. Entdeckt wurde er Jahr 1991 bei Renovierungsarbeiten.

Die rund neun Kilometer lange Wanderung führte unter anderem durch malerische Wälder. Foto: Kerstin Lehner/pp/Agentur ProfiPress
Die rund neun Kilometer lange Wanderung führte unter anderem durch malerische Wälder. Foto: Kerstin Lehner/pp/Agentur ProfiPress

Bei sehr guter Stimmung wurden durch die Wanderführer noch drei weiteren Sagen entlang der Strecke nacherzählt: „Die Zwerge und der unterirdische Gang“, „Das Abenteuer im Feybachtal“ und „Der Kampf von Kakus dem Riesen“ - zusammengetragen durch Ingo Keller auf www.weyer-eifel.de. Zudem gab es noch eine Menge Infos über Geologie, Sehenswürdigkeiten, weitere geführten Wanderungen und Veranstaltungen im Stadtgebiet. Und natürlich tauschten sich die Wanderinnen und Wanderer auch untereinander aus.

So manche Sagen hatten die Wanderführer für die Anwesenden gesammelt - zusammengetragen durch Ingo Keller auf www.weyer-eifel.de. Foto: Kerstin Lehner/pp/Agentur ProfiPress
So manche Sagen hatten die Wanderführer für die Anwesenden gesammelt - zusammengetragen durch Ingo Keller auf www.weyer-eifel.de. Foto: Kerstin Lehner/pp/Agentur ProfiPress

Zum Beispiel erzählte jemand aus Weyer, dass auf einem steilen Teilstück in Richtung „Eifel-Blick“ sehr viele Fossilien (zum Beispiel versteinerte Schnecken-Häuser) nach der Flutkatastrophe 2021 aufgetaucht wären. Und tatsächlich fand man bei genauem Hinsehen viele der alten „Edelsteine“.

Mitsingkonzert am 6. Juni

Später wurde in der Dreimühlener Hauserbachmühle durch den Eigentümer, Wolfgang Pütz, eine anschauliche Führung geboten, während die zweite Gruppe es sich schon mal bei selbstgebackenem Kuchen von Karin Goebel im Café gut gehen ließ. Hier finden immer mal wieder kleinere Veranstaltungen wie ein Frühstück mit Mühlenführung, Sternenbeobachtungen mit dem ausgebildeten SternenGuide Rainer Kuhl samt Mühlenführung - oder ganz neu - ein Mitsingkonzert statt. Wie bald am Samstag, 6. Juni.

Auch Kühen konnte man hautnah begegnen. Foto: Kerstin Lehner/pp/Agentur ProfiPress
Auch Kühen konnte man hautnah begegnen. Foto: Kerstin Lehner/pp/Agentur ProfiPress

Einige „Wiederholungstäter“ nehmen laut Gabi Schumacher regelmäßig an der geführten Erlebniswanderungen teil. Diese sind ein jährlich wiederkehrendes Angebot der Kommunen im Kreis Euskirchen, den Eifelvereins-Ortsgruppen und der Nordeifel Tourismus GmbH.

Bei selbstgebackenem Kuchen von Karin Göbel konnte man es sich schließlich im Café der Hauserbachmühle gut gehen lassen. Foto: Kerstin Lehner/pp/Agentur ProfiPress
Bei selbstgebackenem Kuchen von Karin Göbel konnte man es sich schließlich im Café der Hauserbachmühle gut gehen lassen. Foto: Kerstin Lehner/pp/Agentur ProfiPress

pp/Agentur ProfiPress