Naturnahe christliche Begräbnisstätte: Besichtigung am Sonntag, 7. Juni, ab 18 Uhr lädt zum Innehalten in der Natur ein
Mechernich/Bouderath/Nöthen - Wenn am frühen Sommerabend die Sonne durch alte Buchen fällt und nur Vogelstimmen die Stille unterbrechen, zeigt sich der Gotteswald zwischen Nöthen und Bouderath erfahrungsgemäß von seiner atmosphärischen Seite. Seit einigen Jahren dient das Waldgebiet der Pfarrgemeinde St. Willibrordus Nöthen als christlicher Bestattungswald und verbindet Naturverbundenheit mit dem Gedanken des würdevollen Erinnerns.
Am Sonntag, 7. Juni, wird erneut eine geführte Besichtigung des Gotteswaldes angeboten. Treffpunkt ist um 18 Uhr an der Grillhütte Bouderath, etwa zwei Kilometer von Kolvenbach in Richtung Bouderath. Im Rahmen eines gemeinsamen Spaziergangs erhalten Interessierte Einblicke in die Geschichte und Idee des Gotteswaldes sowie in die Möglichkeiten naturnaher Bestattungen.

Ort der Ruhe und des Gebets
Der Gotteswald wurde geschaffen, um Menschen eine letzte Ruhestätte inmitten der Eifeler Natur zu ermöglichen – begleitet von christlicher Hoffnung und kirchlicher Tradition. Anders als anonyme Waldbestattungen sind die Grabstätten hier namentlich gekennzeichnet und bewusst schlicht gestaltet. Viele Besucher empfinden den Wald daher nicht nur als Friedhof, sondern auch als Ort der Ruhe, des Gebets und der persönlichen Erinnerung.
Während der etwa einstündigen Begehung informieren Vertreter der Pfarrei über die Entstehung des Projekts, die Gestaltung der Grabfelder und den Ablauf von Beisetzungen. Zugleich bleibt Zeit, die besondere Atmosphäre des Waldes auf sich wirken zu lassen. Kirchenvorstand Helmut Müller: „Gerade in den Abendstunden entfaltet der Gotteswald seine stille und zugleich tröstliche Wirkung.“ Die Teilnahme an der Besichtigung ist kostenfrei. Festes Schuhwerk wird empfohlen.
pp/Agentur ProfiPress
05/22/2026

