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Kerstin Rottland

02/19/2026

„Trauer ist harte Arbeit“

Kommern: Bestattungshaus Ernst lädt trauernde Menschen zum Austausch ein – Offene Treffen an zwei Nachmittagen im März

5 min read

Kommern: Bestattungshaus Ernst lädt trauernde Menschen zum Austausch ein – Offene Treffen an zwei Nachmittagen im März – Drei Fragen an Trauerbegleiterin Franziska Reinhartz:  

Mechernich-Kommern Trauer ist harte Arbeit“, sagt Franziska Reinhartz. „Und ein langer Weg.“ Die 67-Jährige muss es wissen, denn sie ist Trauerbegleiterin. Sie hat am Institut für Trauerarbeit (ITA) e.V. eine anderthalbjährige Ausbildung absolviert und diese mit einem Zertifikat beendet. Seit drei Jahren bietet Franziska Reinhartz Trauernden professionelle Unterstützung an, ihr mobiles Angebot nennt sie vielsagend „Abschiedsleuchten“.

Wie gut es tut, sich zu öffnen, weiß die Schwerfenerin teils aus ihrer Zeit als Leiterin einer privaten Trauergruppe – aber auch aus der eigenen Trauererfahrungen: Sich anderen mitzuteilen, könne der richtige Weg sein, meint Franziska Reinhartz. Müsse es jedoch nicht. „Jeder Trauerprozess ist individuell. Und was dem einen hilft, tut dem anderen unter Umständen gar nicht gut. Bedürfnisse können sich auch während des Trauerprozesses verändern.“

Frauen am Tisch
Trauerbegleiterin Franziska Reinhartz (links) und Elke Horst vom Bestattungshaus Ernst in Kommern laden Trauernde an zwei Nachmittagen zum Gespräch ein. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Frauen am Tisch
Trauerbegleiterin Franziska Reinhartz (links) und Elke Horst vom Bestattungshaus Ernst in Kommern laden Trauernde an zwei Nachmittagen zum Gespräch ein. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress

Wie unterschiedlich Trauernde mit ihren Gefühlen umgehen, sieht Elke Horst täglich. „Dass jeder Mensch anders auf einen Verlust reagiert und damit umgeht, kann ich bestätigen“, sagt die Leiterin des Bestattungshauses Ernst in Kommern. „Zunächst stehen viele unter Schock.“ Damit Betroffene nach dieser Phase nicht in das gefürchtete Loch fallen, möchte Elke Horst ihnen eine Möglichkeit zum Austausch bieten: Und zwar in Form von zwei offenen Treffen in den Räumlichkeiten des hauseigenen Trauercafés.

Beide Treffen werden von Franziska Reinhartz geleitet, die Teilnahme daran ist unverbindlich.  Einesteils um Vertrauen aufzubauen – aber auch, weil nicht jeder auf Anhieb gleich wisse, ob er sich in der Gruppe wohlfühle. „Wir finden das Thema einfach sehr wichtig“, sagt Elke Horst. „Darum würden wir uns freuen, wenn diese Treffen angenommen werden, und sich künftig eine Regelmäßigkeit ergibt.“ In welcher Form, da passe man sich den Bedürfnissen gerne an.

Am Donnerstag, 12. März, um 16 Uhr findet im Raum des Trauercafés Bestattungshauses das erste Treffen statt, bei dem sich Hinterbliebene in zwanglosem Rahmen austauschen und mit der zertifizierten Trauerbegleiterin Franziska Reinhartz Kontakt aufnehmen können. Das zweite – auch rund anderthalbstündige- Treffen soll zwei Wochen später stattfinden und auf dem ersten aufbauen: am 26 März, ebenfalls um 16 Uhr. Diese beiden Angebote sind kostenfrei und finden im Bestattungshaus Ernst, Wingert 27-29, in Kommern statt.

„Wer das Gefühl hat, in seiner Trauer festzustecken, oder vielleicht einen neuen Weg einschlagen möchte und herausfinden, ob begleitete Trauerarbeit etwas für ihn wäre, ist herzlich zu den beiden Nachmittagen bei uns eingeladen“, betont Elke Horst. Anmeldungen nimmt sie telefonisch unter (02443) 99 99 0 oder per E-Mail an info@bestattungen-ernst-gmbh.de entgegen.

Und Franziska Reinhartz? – Die hofft natürlich, dass sich acht bis zehn Trauernde finden, die in Begleitung von ihr mit der Arbeit beginnen wollen, und denen sie dann in ihrer ruhigen, warmherzigen Art den obersten Leitsatz nahebringen kann: „Der einzige Trost ist, untröstlich sein zu dürfen!“ Nähere Infos zu ihrer Person und Methoden ihrer Arbeit gibt sie auf ihrer Internetseite  www.abschiedsleuchten.de .

Drei Fragen an Trauerbegleiterin Franziska Reinhartz:

  1. Was ist das Erste, das Sie einer/einem Trauernden sagen?
    Du bist mit dem, was Du fühlst, keine Ausnahme. Alle Deine Gefühle sind normale Reaktion auf den erlittenen Verlust.
  • Wann ist es ratsam, sich Hilfe von außen zu suchen?
    Es ist immer hilfreich, wenn man die Trauer nicht ganz alleine verarbeiten muss. Impulse von anderen Menschen können mir Kraft geben oder auch neue Perspektiven für mein Leben aufzeigen.
  • Wie finde ich heraus, was mir persönlich guttut?
    Indem ich soviel wie möglich ausprobiere!

pp/Agentur Profi Press

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