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Kerstin Rottland

10/08/2026

Reibekuchen am Steinbruch

Am Infostand des LVR standen Dr. Phillip Schulte und Jonathan Schönenberg den Besucherinnen und Besuchern Rede und Antwort. Foto: Stadt Mechernich/pp/Agentur ProfiPress

Mehr als 260 Individualgäste und fünf ausgebuchte Busse bei der Archäologietour Nordeifel – Steinbruch bei Mechernich-Berg lockte zahlreiche Besucher – Dorfgemeinschaft sorgte für Verpflegung

Mechernich-Berg – Fossilien, Familienführungen und jede Menge Reibekuchen: Der Steinbruch oberhalb von Berg war kürzlich eine von fünf Stationen der Archäologietour Nordeifel. Mehr als 260 Individualgäste waren eigens dafür in den Ort am Bergbach gekommen, plus den Insassen von fünf ausgebuchten Bussen. Das sorgte für ungewohnte Bilder am Ortsrand: Wie an der Perlenschnur gezogen marschierten den ganzen Tag über kleine und große Menschen vom Parkplatz an aufwärts über die Wiesen in Richtung Steinbruch.

Am Infostand des LVR standen Dr. Phillip Schulte und Jonathan Schönenberg den Besucherinnen und Besuchern Rede und Antwort. Foto: Stadt Mechernich/pp/Agentur ProfiPress
Am Infostand des LVR standen Dr. Phillip Schulte und Jonathan Schönenberg den Besucherinnen und Besuchern Rede und Antwort. Foto: Stadt Mechernich/pp/Agentur ProfiPress

Die Archäologietour wird jährlich vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) und der Nordeifel Tourismus GmbH (NeT) gemeinsam mit den beteiligten Kommunen organisiert. An den fünf Stationen konnten Besucher diesmal archäologische und paläontologische Fundplätze sowie geschichtsträchtige Bauwerke entdecken.    

Wie an der Perlenschnur gezogen: Mehr als 260 Individualgäste, plus den Insassen von fünf ausgebuchten Bussen, marschierten von Berg aus in Richtung Steinbruch. Foto: Stadt Mechernich/pp/Agentur ProfiPress
Wie an der Perlenschnur gezogen: Mehr als 260 Individualgäste, plus den Insassen von fünf ausgebuchten Bussen, marschierten von Berg aus in Richtung Steinbruch. Foto: Stadt Mechernich/pp/Agentur ProfiPress

In Berg stand „Uraltes Leben im Steinbruch“ im Mittelpunkt. Die dort sichtbaren Gesteinsschichten stammen aus dem Oberen Muschelkalk und sind rund 240 Millionen Jahre alt. Eingeschlossene Fossilien geben Fachleuten Hinweise darauf, wie die Umwelt damals ausgesehen hat. Führungen führten die Besucher direkt in den Steinbruch, für Kinder gab es eigene Familienführungen. Gebannt lauschten die kleinen und großen Zuhörer dem Vortrag von LVR-Mitarbeiter Jelle Heijne.

Fast 60 Kilogramm Reibekuchenteig wanderten über den Tag verteilt in die Pfanne. Oswin Heinemann stand praktisch pausenlos am Herd. Foto: Stadt Mechernich/pp/Agentur ProfiPress
Fast 60 Kilogramm Reibekuchenteig wanderten über den Tag verteilt in die Pfanne. Oswin Heinemann stand praktisch pausenlos am Herd. Foto: Stadt Mechernich/pp/Agentur ProfiPress

Teig-Nachschub aus Mechernich

Auch kulinarisch war ordentlich Betrieb: Die Dorfgemeinschaft Berg versorgte die Gäste mit Reibekuchen, Kuchen, Kaffee und kalten Getränken. Fast 60 Kilogramm Reibekuchenteig wanderten über den Tag verteilt in die Pfanne. Oswin Heinemann stand dabei praktisch pausenlos am Herd. Als der Vorrat knapp wurde, half die Prinzengarde Mechernich um Michael Hammer aus, die vom „Rievkoochefest“ des Vortages noch Teig beisteuern konnte. – Unkomplizierte Nachbarschaftshilfe auf Mechernicher Art.

Für Kinder gab es eigene Familienführungen. Gebannt lauschten die kleinen und großen Zuhörer dem Vortrag von LVR-Mitarbeiter Jelle Heijne. Foto: Marcel Zanjani/LVR/pp/Agentur Profipress
Für Kinder gab es eigene Familienführungen. Gebannt lauschten die kleinen und großen Zuhörer dem Vortrag von LVR-Mitarbeiter Jelle Heijne. Foto: Marcel Zanjani/LVR/pp/Agentur Profipress

Unterstützung kam auch von „Burgherr“ Norbert Bierth, der einen Teil seiner Wiese als Parkplatz zur Verfügung gestellt hatte. Am Infostand des LVR standen Dr. Phillip Schulte und Jonathan Schönenberg Rede und Antwort. Jan Claßen und Gabi Schumacher von der Stadt Mechernich kümmerten sich derweil rührend um Gäste, Busgruppen, Wegweisung und organisierten sogar den Reibekuchenteig-Nachschub. Auch Nicole Habrich von der Nordeifel Tourismus GmbH, die die Gesamtveranstaltung organisiert hatte, machte sich im Laufe des Tages ein Bild der Station in Berg.

pp/Agentur ProfiPress