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Kerstin Rottland

02/12/2026

Pänz feierten „Ärm in Ärm im Rän“

23. Kommerner Kinderzug trotzte erfolgreich dem Wetter – Kinderparty in allen Straßen – Mit Konfetti und Seifenblasen: 25 bunt kostümierte Gruppen

7 min read

23. Kommerner Kinderzug trotzte erfolgreich dem Wetter – Kinderparty in allen Straßen – Mit Konfetti und Seifenblasen: 25 bunt kostümierte Gruppen sorgten für ausgelassene Stimmung bei Klein und Groß – Bürgermeister-Stellvertreter Heinz Schmitz händigte Rathausschlüssel an Prinz Maxi I. aus – „Aber nur bis nächste Woche!“

Mechernich-Kommern – Wo das blöde Wetter herkam? Für Prinz Marcel I., keine Frage: „Aus Mechernich natürlich, wie immer!“ – Dass Kinderprinz Maxi I. aus dem gleichen Holz geschnitzt ist wie sein Papa, bewies der Zwölfjährige, als er vom dritten Bürgermeister die Stadtschlüssel in Empfang nahm. – Und den vor der Bürgerhalle versammelten Pänz keck zurief: „Kommt Leute, jetzt zeigen wir den Erwachsenen mal, wie man richtig cool feiert!“ 

Besuch aus dem Universum: Wer strahlt wie ein Stern, dem kann natürlich kein Regentropfen etwas anhaben. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Besuch aus dem Universum: Wer strahlt wie ein Stern, dem kann natürlich kein Regentropfen etwas anhaben. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress

Liebevolle Sticheleien nach dem Kinderzug – für kleine und große Jecken am Griesberg gehören sie ebenso dazu, wie Kamelle, Musik und Strüßjer. – Und das nun schon seit 23 Jahren, egal ob am Himmel die Sonne lacht, es schneit, regnet oder stürmt. Echte Jecken kann das nicht schrecken …

„Weg da, jetzt haben wir die Macht!“ Das Kinderdreigestirn der Familie Rühr, allen voran Prinz Maxi, I. posierte mit dem symbolischen Stadtschlüssel. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress

Mal ehrlich: Was sind schon ein paar Regentropfen, wenn man gemeinsam mit Mama, Papa, Opa und Oma, Nachbarn und Freunden so viel Spaß haben kann? Hunderte bunt kostümierte Familien ließen sich das prächtige Spektakel zum Auftakt in die närrischen Tage trotz des bescheidenen Wetters nicht nehmen: Ausgestattet mit Ponchos und Schirmen marschierten Schul- und Kindergartenpänz entweder im Zug mit oder jubelten den vorbeiziehenden Jecken vom Straßenrand aus zu, ob schunkelnd, singend, winkend. Im Kinderwagen, Maxicosi, auf Mamas Arm, Papas Schultern, mit oder ohne „Kamellebüggel“. Auf jeden Fall immer getreu dem diesjährigen Motto: „Mir sin Kommerner Pänz un fiere hück Ärm in Ärm!“  

Schillernd wie Seifenblasen waren viele kleine Jecken verkleidet, wie diese süße Sternenfee. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Schillernd wie Seifenblasen waren viele kleine Jecken verkleidet, wie diese süße Sternenfee. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress

KGS-Schulleiterin Tanja Feuser (verkleidet als Faultier) hatte 340 Kinder und 50 Erwachsene im Schlepptau: „Von OGS bis Sekretärin, Schulbegleiter und Hausmeister sind heute alle dabei.“ Bereits am Vortag hatten die Schülerinnen und Schüler sich beim Besuch des Kommerner Kinderdreigestirns auf den Tag eingestimmt, verriet die Schulleiterin, und gemeinsam die Kommerner Sessionshymne angestimmt.

Selbstgebastelte Kostüme sind hier Standard

Auch Zugleiter, „Karnevalsmaus“ Frank Drehsen, war mehr als happy: „1000 Kinder, 25 Gruppen, das kann sich sehen lassen!“ Und alle hatten sie sich natürlich wieder etwas Verrücktes einfallen lassen: Astronauten, Pinguine, Löwen, Otter, Dinos, Einhörner, DJs, Faultiere, Märchenfiguren, Superhelden, lila Monster, und, und, und … Das Tolle: Ganz viele Kostüme im Kommerner Kinderzug werden nach wie vor selbstgebastelt, oder stammen aus recyceltem Material.Da kann sich natürlich schonmal die ein oder andere Papp-Deko im Nieselregen auflösen …   

Einige Mitglieder des Kommerner Tambourcorps unterhielten die Vorbeiziehenden am Wegesrand, rein „aus Spaß an der Freud“. Dem Verein fehlen derzeit die Trommler. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Einige Mitglieder des Kommerner Tambourcorps unterhielten die Vorbeiziehenden am Wegesrand, rein „aus Spaß an der Freud“. Dem Verein fehlen derzeit die Trommler. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress

Neben der KGS Kommern marschierten wie gewohnt auch die Pänz aus vier Kindergärten mit, plus die 5. und 6. Klassen der Gesamtschule und des GAT. Ebenfalls vom Gymnasium Am Turmhof kam die bunt gewürfelte Musiktruppe um Lehrerin Antje Lehmhus und Lehrer Bernhard Karst, die mit Karnevalsklassikern für ausgelassene Stimmung sorgte.

Kinderzug-Gründer und KG Urgestein Willi Gemünd erinnert sich noch gut an weitaus schlimmeres Wetter. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Kinderzug-Gründer und KG Urgestein Willi Gemünd erinnert sich noch gut an weitaus schlimmeres Wetter. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress

Der Kommerner Tambourcorps hatte sich kurzerhand unter dem Vordach der Volksbank-Filiale postiert. „Wir sind derzeit leider stark unterbesetzt und konnten darum nicht sie sonst beim Zug mitgehen“, verriet Bianca Düren. „Aber wir wollten die Kids trotzdem unterstützten und machen hier jetzt ein bisschen Stimmung, einfach nur aus Spaß an der Freud.“ (Wer Lust auf handgemachte Musik hat: Nachwuchs an der Trommel wird dringend gesucht!)

Kinderzug-Ikone: Willi Gemünd feierte kräftig mit

Dass im historischen Kommerner Ortskern auf Weiberdonnerstag zum 23. Mal hintereinander ordentlich was gebacken war, freute besonders den Gründervater des Kinderzuges, Ex-Schulleiter und Greesberger-Urgestein Willi Gemünd: „Auf die Kommerner ist eben Verlass! Außerdem haben wir hier schon ganz anderes Wetter erlebt, ich erinnere mich noch sehr gut an Schneetreiben und Matschpisten.“

Kostümierter Vierbeiner: Schäferhund Charlie guckt mit Frauchen Sandra seit zehn Jahren den Kinderzug. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Kostümierter Vierbeiner: Schäferhund Charlie guckt mit Frauchen Sandra seit zehn Jahren den Kinderzug. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress

Der Kommerner Kinderzug ist über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Mit ihrem weißen Schäferhund Charlie war zum Beispiel Euskirchenerin Sandra in den historischen Ortskern gekommen. „Charlie und ich gucken uns das Spektakel hier schon seit zehn Jahren an, beim ersten Mal war Charlie noch ein Welpe.“

Lachen im Regen: Lehrerin Maria Schneider und die lustigen Smileys der Klasse 3b. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Lachen im Regen: Lehrerin Maria Schneider und die lustigen Smileys der Klasse 3b. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress

Nachdem der närrische Lindwurm sich durch den Ort und bis vor die Bürgerhalle geschlängelt hatte, hießt es dann endlich: Kinder an die Macht!

Kleine blaue Monster von der Gesamtschule der Stadt Mechernich. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Kleine blaue Monster von der Gesamtschule der Stadt Mechernich. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress

Im Beisein von Ex-Bürgermeister Hans-Peter Schick und zahlreichen Verantwortlichen der KG Greesberger e.V., allen voran Björn Schäfer, erklärte der dritte stellvertretende Bürgermeister Heinz Schmitz in gespielt niedergeschlagenem Ton: „Die Stadt kapituliert. Ich übergebe dem Kinderdreigestirn hiermit offiziell den Stadtschlüssel.“ Schmitz verschmitzt: „Aber Achtung, Maxi, nur bis nächste Woche!“

Mit voller Dinopower: Die Seifenblasenmaschine des Katholischen Kindergartens sorgte für Begeisterung – auch am Straßenrand. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Mit voller Dinopower: Die Seifenblasenmaschine des Katholischen Kindergartens sorgte für Begeisterung – auch am Straßenrand. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Prost! Kinderliedermacher Uwe Reetz ausnahmsweise mal nicht auf der Bühne. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Prost! Kinderliedermacher Uwe Reetz ausnahmsweise mal nicht auf der Bühne. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Vor der Bühne an der Bürgerhalle ließen die Jecken den Zoch gemeinsam ausklingen. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Vor der Bühne an der Bürgerhalle ließen die Jecken den Zoch gemeinsam ausklingen. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Beim Showtanz die Ferse gebrochen hatte sich Lehrerin Michelle Berzen. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Beim Showtanz die Ferse gebrochen hatte sich Lehrerin Michelle Berzen. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Im Nieselregen kann sich natürlich schonmal die ein oder andere Papp-Deko auflösen. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Im Nieselregen kann sich natürlich schonmal die ein oder andere Papp-Deko auflösen. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Gute Laune bei den Helfern des Deutschen Roten Kreuzes …. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
Gute Laune bei den Helfern des Deutschen Roten Kreuzes …. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
… und bei der Feuerwehr. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress
… und bei der Feuerwehr. Foto: Kerstin Rottland/pp/Agentur ProfiPress

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