23. Kommerner Kinderzug trotzte erfolgreich dem Wetter – Kinderparty in allen Straßen – Mit Konfetti und Seifenblasen: 25 bunt kostümierte Gruppen sorgten für ausgelassene Stimmung bei Klein und Groß – Bürgermeister-Stellvertreter Heinz Schmitz händigte Rathausschlüssel an Prinz Maxi I. aus – „Aber nur bis nächste Woche!“
Mechernich-Kommern – Wo das blöde Wetter herkam? Für Prinz Marcel I., keine Frage: „Aus Mechernich natürlich, wie immer!“ – Dass Kinderprinz Maxi I. aus dem gleichen Holz geschnitzt ist wie sein Papa, bewies der Zwölfjährige, als er vom dritten Bürgermeister die Stadtschlüssel in Empfang nahm. – Und den vor der Bürgerhalle versammelten Pänz keck zurief: „Kommt Leute, jetzt zeigen wir den Erwachsenen mal, wie man richtig cool feiert!“

Liebevolle Sticheleien nach dem Kinderzug – für kleine und große Jecken am Griesberg gehören sie ebenso dazu, wie Kamelle, Musik und Strüßjer. – Und das nun schon seit 23 Jahren, egal ob am Himmel die Sonne lacht, es schneit, regnet oder stürmt. Echte Jecken kann das nicht schrecken …

Mal ehrlich: Was sind schon ein paar Regentropfen, wenn man gemeinsam mit Mama, Papa, Opa und Oma, Nachbarn und Freunden so viel Spaß haben kann? Hunderte bunt kostümierte Familien ließen sich das prächtige Spektakel zum Auftakt in die närrischen Tage trotz des bescheidenen Wetters nicht nehmen: Ausgestattet mit Ponchos und Schirmen marschierten Schul- und Kindergartenpänz entweder im Zug mit oder jubelten den vorbeiziehenden Jecken vom Straßenrand aus zu, ob schunkelnd, singend, winkend. Im Kinderwagen, Maxicosi, auf Mamas Arm, Papas Schultern, mit oder ohne „Kamellebüggel“. Auf jeden Fall immer getreu dem diesjährigen Motto: „Mir sin Kommerner Pänz un fiere hück Ärm in Ärm!“

KGS-Schulleiterin Tanja Feuser (verkleidet als Faultier) hatte 340 Kinder und 50 Erwachsene im Schlepptau: „Von OGS bis Sekretärin, Schulbegleiter und Hausmeister sind heute alle dabei.“ Bereits am Vortag hatten die Schülerinnen und Schüler sich beim Besuch des Kommerner Kinderdreigestirns auf den Tag eingestimmt, verriet die Schulleiterin, und gemeinsam die Kommerner Sessionshymne angestimmt.
Selbstgebastelte Kostüme sind hier Standard
Auch Zugleiter, „Karnevalsmaus“ Frank Drehsen, war mehr als happy: „1000 Kinder, 25 Gruppen, das kann sich sehen lassen!“ Und alle hatten sie sich natürlich wieder etwas Verrücktes einfallen lassen: Astronauten, Pinguine, Löwen, Otter, Dinos, Einhörner, DJs, Faultiere, Märchenfiguren, Superhelden, lila Monster, und, und, und … Das Tolle: Ganz viele Kostüme im Kommerner Kinderzug werden nach wie vor selbstgebastelt, oder stammen aus recyceltem Material.Da kann sich natürlich schonmal die ein oder andere Papp-Deko im Nieselregen auflösen …

Neben der KGS Kommern marschierten wie gewohnt auch die Pänz aus vier Kindergärten mit, plus die 5. und 6. Klassen der Gesamtschule und des GAT. Ebenfalls vom Gymnasium Am Turmhof kam die bunt gewürfelte Musiktruppe um Lehrerin Antje Lehmhus und Lehrer Bernhard Karst, die mit Karnevalsklassikern für ausgelassene Stimmung sorgte.

Der Kommerner Tambourcorps hatte sich kurzerhand unter dem Vordach der Volksbank-Filiale postiert. „Wir sind derzeit leider stark unterbesetzt und konnten darum nicht sie sonst beim Zug mitgehen“, verriet Bianca Düren. „Aber wir wollten die Kids trotzdem unterstützten und machen hier jetzt ein bisschen Stimmung, einfach nur aus Spaß an der Freud.“ (Wer Lust auf handgemachte Musik hat: Nachwuchs an der Trommel wird dringend gesucht!)
Kinderzug-Ikone: Willi Gemünd feierte kräftig mit
Dass im historischen Kommerner Ortskern auf Weiberdonnerstag zum 23. Mal hintereinander ordentlich was gebacken war, freute besonders den Gründervater des Kinderzuges, Ex-Schulleiter und Greesberger-Urgestein Willi Gemünd: „Auf die Kommerner ist eben Verlass! Außerdem haben wir hier schon ganz anderes Wetter erlebt, ich erinnere mich noch sehr gut an Schneetreiben und Matschpisten.“

Der Kommerner Kinderzug ist über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Mit ihrem weißen Schäferhund Charlie war zum Beispiel Euskirchenerin Sandra in den historischen Ortskern gekommen. „Charlie und ich gucken uns das Spektakel hier schon seit zehn Jahren an, beim ersten Mal war Charlie noch ein Welpe.“

Nachdem der närrische Lindwurm sich durch den Ort und bis vor die Bürgerhalle geschlängelt hatte, hießt es dann endlich: Kinder an die Macht!

Im Beisein von Ex-Bürgermeister Hans-Peter Schick und zahlreichen Verantwortlichen der KG Greesberger e.V., allen voran Björn Schäfer, erklärte der dritte stellvertretende Bürgermeister Heinz Schmitz in gespielt niedergeschlagenem Ton: „Die Stadt kapituliert. Ich übergebe dem Kinderdreigestirn hiermit offiziell den Stadtschlüssel.“ Schmitz verschmitzt: „Aber Achtung, Maxi, nur bis nächste Woche!“







pp/Agentur ProfiPress
02/12/2026
