Donata Reinhard zeigt bei der „Galerie im Rathaus“ rund 30 farbenfrohe Werke – Zahlreiche Gäste bei der Vernissage in Mechernich – Detlef Seif kam mit Gattin Rosi – Ausstellung bis Anfang Oktober zu sehen
Mechernich – „Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt“, behauptete schon Albert Einstein. Wie grenzenlos Phantasie tatsächlich sein kann, das zeigt die Firmenicher Künstlerin Donata Reinhard derzeit in der „Galerie im Rathaus“. Unter dem Titel „Meine Welt der Phantasie“ präsentiert sie im Erdgeschoss des Verwaltungsgebäudes 34 Werke, darunter Aquarellcollagen und Acrylbilder.

Zur Vernissage am Freitagabend waren zahlreiche Kunstinteressierte ins Mechernicher Rathaus gekommen. Der stellvertretende Bürgermeister Peter Kronenberg begrüßte die Gäste im Namen der Stadt und freute sich gemeinsam mit ihnen auf inspirierende Entdeckungen in den Fluren des Verwaltungsgebäudes. Für den passenden musikalischen Rahmen sorgte das Trio um Uli van Staa. Mit lässigen Jazzklängen begleitete es die Vernissage und schuf so eine Atmosphäre, in der die Gäste entspannt die Kunstwerke betrachten, miteinander ins Gespräch kommen und immer wieder neue Details entdecken konnten.

Denn eindeutig und leicht einzuordnen sind die Arbeiten von Donata Reinhard nicht immer. – Und genau das macht ihren besonderen Reiz aus: Farben, Formen und unterschiedliche Materialien verbinden sich zu Bildern, die Raum für eigene Gedanken und Interpretationen lassen. Es gibt Werke in warmen Farben, in den weiche Formen dominieren. Aber auch solche, die allein durch ihre Struktur Kälte verbreiten. An manchen Motiven hänge sie besonders, verriet die Künstlerin, deren Werke ab sofort im Rathaus zum Verkauf stehen.
„Grenzen gibt es für sie keine“
„Dieses Bild dort hing zuvor bei mir zuhause an prominenter Stelle im Wohnzimmer“. Zwinkernd deutet Donata Reinhard auf eine besonders große Leinwand zwischen zwei Büro-Türen, deren Motiv an eine überdimensionale Landkarte erinnert, über die phantastische Lebewesen huschen. „Sollte es nun einen Käufer finden, würde ich es durchaus vermissen. Aber das ist natürlich einkalkuliert und ich käme damit klar.“

Wie vielfältig ihre Mutter arbeitet, schilderte Tochter Shirin Reinhard in ihrer Laudatio: „Ihre Basis ist die solide Auseinandersetzung mit der Kunst über Jahre. Meine Mutter arbeitet mit den unterschiedlichsten Materialien und auf verschiedenste Art und Weise. Grenzen gibt es für sie keine.“ Auch bei der Suche nach neuen Ideen legt sich die Künstlerin nicht fest. „Inspiration kann für sie alles sein – von Gesprächen über Gerüche bis hin zu aktuellen Nachrichten“, so Shirin Reinhard. „Was sie wahrnimmt und beschäftigt, kann auf jede mögliche Weise irgendwann seinen Weg auf Papier oder Leinwand finden.

Dass die Entstehung ihrer Bilder offenbar nicht nur zu sehen, sondern bisweilen auch zu hören ist, verriet Kuratorin Ela Rübenach mit einem Augenzwinkern: „Bei ihr ist es immer ein Duett aus Pinsel und Stimme – das wissen wir von ihrer Nachbarin.“ Die Künstlerin widme sich ihren Werken demnach nicht selten auch singend, pfeifend oder summend.
Zwischentöne sind erlaubt


Unter die Gäste hatte sich auch der CDU-Bundestagsabgeordnete für den Kreis Euskirchen, Detlef Seif, mit Gattin Rosi gemischt. Sie sei in der Vergangenheit selbst hin und wieder kreativ tätig gewesen, verriet Rosi Seif, die sich bei Donata Reinhard intensiv nach Motiven und künstlerischen Techniken erkundigte. Inspiriert habe sie die Mechernicher Vernissage in der Galerie im Rathaus durchaus, sagte die Weilerswisterin. „Man kriegt direkt Lust, loszulegen. Vielleicht gebe ich mich ja bald auch noch mal dran ...“

Noch bis Donnerstag, 9. Oktober, können Besucherinnen und Besucher des Mechernicher Rathauses in die farbenfrohe und facettenreiche Phantasiewelt von Donata Reinhard eintauchen. Dabei bleibt genügend Raum für ganz persönliche Entdeckungen – denn feste Grenzen gibt es in dieser Ausstellung ebenso wenig wie in der Phantasie. Höchstens durch die Öffnungszeiten des Rathauses ...
pp/Agentur ProfiPress
07/21/2026

