Ausstellung „Art Symphonie“ begeisterte zu Jahresende viele Besucherinnen und Besucher im GAT Mechernich – Beeindruckende Werke von 21 Kunstschaffenden, musikalische Lesung und mehr – Rund 800 Euro kreativer Spendenerlös für die Hilfsgruppe Eifel
Mechernich – Beeindruckende Gemälde, Skulpturen, Designermöbel, Recycling-Mode und ein musikalisches Soirée zum Jahresende: Unter dem Titel „Art Symphonie“ hat die 46. Ausstellung einheimischer Künstlerinnen und Künstler im Foyer des Gymnasium Am Turmhof eindrucksvoll gezeigt, wie vielfältig, lebendig und berührend die Mechernicher Kunstszene ist – und dabei Gutes tut. Samt liebevoll gestaltetem Kunst-Café mit selbstgebackenen Kuchen und inspirierenden Gesprächen.

Schon die Vernissage war gut besucht – musikalisch begleitet vom Duo „Sturetz“. Inga und Vassil Beitz-Svechtarov begeisterten mit feinem Humor und Liedern wie dem „Schmunzelblues“ „Mein Schweinehund“. Für Michael Fingel war es die erste Ausstellungseröffnung in seiner neuen Funktion als Bürgermeister – und auch eine persönliche Entdeckungsreise. Unter dem „klangvollen Titel Art Symphonie“, so Fingel, füge sich jedes einzelne Werk wie eine Stimme in ein größeres Ganzes: mal leise, mal kraftvoll, mal nachdenklich, mal dynamisch. Die einheimische Kunstszene spiegele dabei nicht nur individuelles Schaffen wider, sondern auch die Verbundenheit mit Region, Geschichte und Wandel.

Der stellvertretende Landrat Ralf Claßen stimmte ihm zu: „Ich habe großen Respekt vor dem, was hier gezeigt wird. Wer selbst nicht kreativ arbeitet, kann kaum ermessen, wie viel Zeit, Herzblut und Können in diesen Werken steckt. Diese Ausstellung zeigt eindrucksvoll, wie viel künstlerische Qualität und Engagement es bei uns im Kreis Euskirchen gibt.“

Dr. Peter Schweikert-Wehner, Vorsitzender des Kulturausschusses, nahm das Publikum mit auf eine kleine Reise durch die Ausstellung: von mittelalterlichen Bezügen über Neuinterpretationen klassischer Motive bis hin zu zeitgenössischen, teils spielerischen, teils tiefgründigen Arbeiten. Auch berichtete er über persönliche Geschenke wie Gemälden oder Skulpturen, die er zu schätzen wisse.
Rund 800 Euro für krebskranke Kinder
Künstlerin und Mitorganisatorin Ela Rübenach sprach den 21 Künstlerinnen und Künstlern sowie allen Beteiligten ihren Dank aus, lud dazu ein, alles in Ruhe auf sich wirken zu lassen und betonte: „Mit unseren Wundertüten nimmt man nicht nur kleine Kunstwerke mit nach Hause, sondern unterstützt auch gleichzeitig die Hilfsgruppe Eifel.“ Kunst zum Mitnehmen – und ein Stück Nächstenliebe gleich dazu. Auch ihre Kollegin Donata Reinhard dankte allen Unterstützerinnen und Unterstützern sowie dem Gymnasium für den offenen Raum – und ermutigte ausdrücklich zum Gespräch, zur Kritik und zum Austausch. Denn genau darum gehe es bei Art Symphonie: um Begegnung. Mit der Kunst – und miteinander.

Inge van Kann, seit über 45 Jahren als Einheimische Künstlerin aktiv, präsentierte kreative Mode aus recycelten Materialien – fantasievoll, kritisch und zugleich voller Lebensfreude. Dass nachhaltige Ideen und künstlerischer Ausdruck hier Hand in Hand gehen, zeigte sich nicht zuletzt auch bei der großen Resonanz auf die Kunst-Wundertüten. Die liebevoll gepackten Überraschungen zugunsten der Kaller Hilfsgruppe Eifel waren so gefragt, dass sie sogar nachproduziert werden mussten. Rund 800 Euro an Spenden für krebskranke Kinder aus ca. 100 verkauften Wundertüten waren so kurz vor Ende zusammengekommen.
Innehalten und Wirken lassen
Eindrücklich war auch der Beitrag der Schülerinnen und Schüler des GAT: Längere Zeit hatte sie sich mit schweren Themen wie Krieg, Leid und Zerstörung auf der ganzen Welt auseinandergesetzt und stellten ein Werk mit Soldat und Stacheldraht darauf aus. In einem danebenliegenden Buch waren Besucher eingeladen, ihre Gedanken festzuhalten – ein stiller, nachdrücklicher Kontrapunkt zur festlichen Atmosphäre und ein Zeichen dafür, dass Kunst auch Mahnung und Verantwortung sein kann.

Den stimmungsvollen Schlusspunkt setzte kurz vor Silvester schließlich die musikalische Lesung „Plätzchen, Bowle, Feuerwerk – das Beste kommt zuletzt.“ Die Radiomoderatorin Katia Franke und der Gitarrist Fedor Volkov schufen hier mit weihnachtlichen Geschichten und Liedern eine gemütliche Atmosphäre zwischen Rückblick und Aufbruch, zwischen Lachen und leiser Melancholie.

Ausgestellt haben: Andrea Albrecht-Fehling, Inga Beitz-Svechtarov, Pia Benz, Johann Dumin, Marion Greuel, Norbert Grüger, Martina Hessel, Beate Krupp, Inge van Kann, Ute Meyer, Hermann Nöthen, Donata Reinhard, Uwe Rhiem, Johannes Roos, Roland Rosenthal, Ela Rübenach, Joanna Schneider, Grigori Skrylev, Katja Wiskirchen, Andreas und Peter Zimmermann sowie Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Am Turmhof.











pp/Agentur ProfiPress
01/05/2026

