Kinder zeigten, wie man „gemeinsam für Morgen“ sorgt: Grundschule Lückerath feiert gelebte Nachhaltigkeit – Abschlussfest der BNE-Projektwoche begeisterte mit Spaß, kreativen Ideen und praktischen Lösungen
Mechernich-Lückerath – Es sind oft die kleinen Dinge, die Großes bewirken. Das wurde beim Abschlussfest der Projektwoche „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) an der Katholischen Grundschule Lückerath eindrucksvoll sichtbar. Unter dem Motto „Kleine Schritte, große Wirkung. Gemeinsam für Morgen!“ präsentierten die Schülerinnen und Schüler, was sie in den vergangenen Tagen rund um Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein und verantwortungsvolles Handeln für unser aller Zukunft gelernt und selbst erarbeitet hatten.

Nach der Begrüßung der Gäste auf dem Schulhof durch Schulleiterin Sonja Daniels und dem gemeinsam gesungenen Schullied nahm sie Bürgermeister Michael Fingel mit auf einen Rundgang durch die Klassenräume – und dieser wurde schnell zu einer Reise durch eine bunte, ideenreiche Welt der Nachhaltigkeit.
Kreativ und sinnvoll
In jeder Klasse wartete ein anderes Thema darauf, entdeckt zu werden: Hier wurden Kinder zu „Mülldetektiven“, die spielerisch die richtige Mülltrennung erklärten. Dort ging es um Lebensmittelverschwendung – mit einem besonders praxisnahen Ansatz: Aus gespendeten Lebensmitteln, die sonst im Müll gelandet wären, kochten die Kinder gemeinsam beispielsweise eine Gemüsesuppe. „Es steckt so viel Wasser und Arbeit in jedem einzelnen Produkt – da ist Wegwerfen einfach nicht egal.“

Andere Gruppen widmeten sich dem Thema Papier und schöpften es sogar eigenhändig, bastelten Spiele aus Holz und Papier oder entwickelten kreative Upcycling-Ideen. Selbstgemachte Knete aus Mehl, Salz, Öl und Wasser zeigte, wie einfach nachhaltige Alternativen im Alltag sein können. Auch komplexere Zusammenhänge wurden kindgerecht greifbar gemacht: Mit selbstgebauten Wasserfiltern aus Töpfen, Sand und Steinen demonstrierten die Kinder eindrucksvoll, wie Wasser gereinigt werden kann.

Natur- und Klimaschutz zogen sich wie ein roter Faden durch alle Projekte. Unter dem Titel „Mein Freund, der Baum“ wurde die große Bedeutung von Bäumen thematisiert – inklusive eines kleinen „Baumtheaters“. In anderen Räumen summte und brummte es zumindest gedanklich: Insektenhotels, selbst hergestellte Samenkugeln und spannende Einblicke in die Welt von Schmetterlingen – deren Raupen kurz vor dem Schlüpfen stehen – machten deutlich, wie wichtig der Schutz der Artenvielfalt ist.

Auch globales Denken kam nicht zu kurz: Am Beispiel von Schokolade lernten die Kinder, was hinter Siegeln wie „Fair Trade“ steckt und warum bewusster Konsum eine wichtige Rolle spielt. Spielerisch wurde das Wissen in Quizformaten im Stil von „Klein gegen Groß“ vertieft. Das gesamte Schulgelände war an diesem Tag erfüllt von einer besonderen Atmosphäre: Viele Familien waren gekommen, probierten verschiedenste selbstgebackene Kuchen, kamen ins Gespräch und ließen sich von der Begeisterung der Kinder anstecken.
Welt gemeinsam besser machen
Schulleiterin Sonja Daniels betonte in ihrer Ansprache die Bedeutung der Projektwoche: „Nachhaltige Entwicklung ist kein abstraktes Konzept, sondern beginnt im Alltag. Unsere Kinder haben gezeigt, dass sie Verantwortung übernehmen wollen – und können.“ Dabei verwies sie auch auf das Leitbild der Schule, das die Zukunft fest im Blick hat und auch im Alltag Themen wie Gesundheit, Kinderrechte und Nachhaltigkeit miteinander verbindet.

Unterstützt wurde das Fest vom Deutschen Rote Kreuz im Kreis Euskirchen, das für die Gesundheit der Anwesenden sorgte, während die Mechernicher Jugendfeuerwehr und die Löschgruppe Bleibuir mit einem großen Einsatzfahrzeug viele Kinder staunen ließ.

Der Dank von Schulleiterin Daniels galt auch dem Hausmeister der Schule, Sascha Klawitter, der im Hintergrund viele Fäden zusammenhielt, sowie dem Schulträger, der Stadt Mechernich. Sowohl Bürgermeister Michael Fingel als auch die Fachbereichsleiterin für Bildung, Kati Jakob, waren beeindruckt vom großen Engagement der Kinder und der gesamten Schulgemeinschaft. Gleichzeitig verwies Fingel passenderweise auf laufende und geplante nachhaltige Investitionen im Gebäude, wie eine neue Heizung und eine energetische Sanierung.

Eines war an diesem Tag aber überall spürbar – in den liebevoll gestalteten Projekten und im begeisterten Engagement der Kinder: das gemeinsame Ziel, die Welt wenigstens ein kleines Stück besser zu machen. Oder, wie es das Motto der Woche so treffend formulierte: Kleine Schritte können eine große Wirkung entfalten – besonders, wenn man sie gemeinsam geht.







pp/Agentur ProfiPress
05/05/2026

