Erstmals Karfreitagsmusik an St. Johannes Baptist in Mechernich mit Sandra Calderon-Schwarzhaupt (Gesang), Erik Arndt (Orgel) und Nicole Besse (Violine)
Mechernich – „In Paradisum“ ist eine lateinische Antiphon, benannt nach ihren Anfangsworten, zu Deutsch „im Paradies“. Erstmals bezeugt ist sie in Handschriften des 7./8. Jahrhunderts. Sie war im Mittelalter Teil der Sterbeliturgie und wurde am Übergang vom Leben zum Tod gesungen. Unter diesem Titel findet am 3. April um 18 Uhr in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Mechernich erstmals eine Karfreitagsmusik statt.
Auf dem Programm stehen Werke um das Leiden und Sterben Jesu, quer durch die Jahrhunderte der Musikgeschichte, von Arien aus den Passionen J. S. Bachs bis zu modernen Kompositionen, wie den Requien von A. L. Webber und K. Jenkins. Sie zeugen von der tiefen Gläubigkeit der Komponisten und beleuchten verschiedene Facetten und Perspektiven der Leidens- und Heilsgeschichte.

Sandra Calderon-Schwarzhaupt (Gesang) und Nicole Besse (Violine) wollen die Karfreitagsmusik gemeinsam mit dem Mechernicher Kirchenmusiker Erik Arndt gestalten. Die drei gaben bereits im vergangenen Jahr ein beachtetes Konzert mit Filmmusik. Sandra Calderon-Schwarzhaupt ist bereits in der New Yorker Carnegie Hall, in der Genfer Victoria Hall und im Concertgebouw Amsterdam aufgetreten. Nach ihrem Studium in Wien und einigen Jahren in den USA lebt sie nun gemeinsam mit dem Tenor Lazaro Calderon und ihren Töchtern wieder in Deutschland.
Meditative Stunde
Nicole Besse gründete 2019 als vielseitige Musikerin das Improvisationstrio „Flurklang“ und in der Eifel das „Atelier DaSein“ als Ort für Entspannung durch Kunst und Klang. Sie hat innovative Konzepte für den Musikunterricht entwickelt, promovierte im Fach Musikpädagogik an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig und lehrt an der Universität zu Köln. Neben ihrer musikalischen Arbeit mit Chören ist die Improvisation ein zentraler Aspekt ihres künstlerischen Ausdrucks.
Erik Arndt schließlich ist seit 2021 Kirchenmusiker in Mechernich, zudem leitet er Chor und Orchester an der Basilika Steinfeld. Sein Repertoire reicht durch die ganze Musikgeschichte bis zur Musik der Gegenwart. Arndts stilistische Vielfalt macht ihn zu einem gefragten Begleiter von Sängern, Instrumentalisten und Chören. Als Gastmusiker ist Erik Arndt derzeit an der Oper am Rhein zu hören.
„In Paradisum“ verspricht eine besinnliche und meditative Stunde im Gedenken an das Leben, Sterben und die Erwartung der Auferstehung Jesu. Der Eintritt ist frei.
pp/Agentur ProfiPress
03/24/2026
