Löschgruppe Weiler am Berge der Stadtfeuerwehr Mechernich trainiert den Ernstfall in Kölner Feuerlöschübungsanlage
Weiler am Berge/Köln - Meterhoch schlagende Flammen, brennende Gasleitungen und eine simulierte Verpuffung in einem Kellerraum stellten realistische Bedingungen dar, unter denen jetzt neun Angehörige der Löschgruppe Weiler am Berge gemeinsam mit fünf Mitgliedern der Jugendfeuerwehr in einer speziellen Feuerlöschübungsanlage in Köln den Ernstfall probten.

Bevor es an die Praxis ging, vermittelten die beiden Ausbilder zunächst die theoretischen Grundlagen. Erläutert wurden die Eigenschaften verschiedener Gase und die von ihnen ausgehenden Gefahren ebenso wie die unterschiedlichen Löschmittel mit ihren Vor- und Nachteilen. Außerdem stand die richtige Handhabung von Feuerlöschern sowie das sichere Verhalten auf der Übungsanlage auf dem Programm.

Anschließend wurde das Gelernte unter wirklichkeitsnahen Bedingungen umgesetzt. Zunächst simulierten die Ausbilder eine beschädigte Gasleitung und machten deutlich, dass austretendes Gas für das menschliche Auge unsichtbar ist und der Gefahrenbereich deshalb oft nur schwer eingeschätzt werden kann.
Enorme Hitzestrahlung
Danach wurde ein Gasbrand an einer defekten Leitung in einer Baugrube nachgestellt und von den Mechernicher Floriansjüngern erfolgreich bekämpft. „Unterschiedliche Gasdrücke aus dem Mitteldruckbereich – wie sie auch im Ortsverteilnetz vorkommen – verdeutlichten eindrucksvoll die entstehende Hitze und die enorme Wärmestrahlung“, so Benjamin Wiesen von der Löschgruppe Weiler am Berge.
Die Teilnehmer mussten meterhoch aufsteigende Flammen mit Pulverlöschern bekämpfen – sowohl einzeln, als auch im Trupp. Dabei konnten sie die Leistungsfähigkeit dieser Löschmittel ebenso testen wie ihre Grenzen im praktischen Einsatz erfahren. Auch die Jugendlichen durften ihr Können unter Beweis stellen.

Zum Abschluss demonstrierten die Ausbilder noch die Verpuffung einer Gasansammlung in einem Kellerraum. Die dabei entstehende Druckwelle und Wärmestrahlung konnten die Feuerwehrangehörigen aus sicherer Entfernung erleben – und waren beeindruckt.
Bei einer gemeinsamen Nachbesprechung zogen alle Beteiligten ein positives Fazit. Die Übung habe wertvolle Erkenntnisse vermittelt und den sicheren Umgang mit Gasbränden und Feuerlöschern praxisnah vertieft. Ein besonderer Dank galt den beiden externen Ausbildern, die die Übungsanlage in ihrer Freizeit betreuen und den Übungstag vorbereiteten.
pp/Agentur ProfiPress
08/04/2026
